Projektthemen

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Länderberichte: Stand der Digital-Health-Entwicklung in 17 untersuchten Ländern

Auf Grundlage von 34 Indikatoren zu Strategie, technischer Readiness oder digitalem Reifegrad und tatsächlichem vernetzten Gesundheitsdatenaustausch wurden 17 Länder weltweit bewertet. Die festgestellten Ergebnisse können und sollen in ihrer Überleitung zu Handlungsempfehlungen Impulse geben, wie die Digitalisierung des Gesundheitswesens auch hierzulande vorangetrieben werden kann.

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Teil 2: Lessons learned: Was kann Deutschland von Dänemark, Frankreich, Israel, Niederlande und der Schweiz lernen?

In Sachen Digital Health sind viele Länder erfolgreicher als Deutschland. Aber welche Kriterien und Prozesse sind für ihren Erfolg ausschlaggebend? Und wie sehen gelungene Lösungen für digitale Gesundheitsdienste aus? Ein vertiefter Blick in fünf Länder bietet spannende Erkenntnisse und viele „learned lessons“.

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Teil 1: Digital-Health-Index: So funktioniert der Index

Warum hinkt Deutschland beim digitalen Wandel in der Gesundheit so stark hinterher? Um diese Frage zu beantworten, hat die empirica Gesellschaft für Kommunikations- und Technologieforschung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung den Stand der Digitalisierung von 17 Ländern detailliert analysiert und dafür eigens einen neuartigen Digital-Health-Index entwickelt.

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Spanien: Regionale Vorreiter

Spanien gehört wegen seiner fortschrittlichen regionalen digitalen Gesundheitssysteme zur Spitzengruppe des Digital-Health-Rankings. Der Fall zeigt, wie ein stark regionalisiertes System seine Stärken ausnutzt und den Durchbruch auf nationaler Ebene nicht zuletzt dem politischen Engagement der Gesundheitsministerin zu verdanken hat.

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Schweden: Paralleles Netzwerk für die Gesundheit

Ein parallel zum Internet existierendes Breitbandnetzwerk zählt zu den größten Erfolgsfaktoren für Digital Health in Schweden. Das Königreich landet auf Platz 7 im Ranking. Für nahezu alle Bürger gibt es eine elektronische Patientenakte. In Sachen Interoperabilität hat Schweden aber noch Ausbaupotenzial.

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Portugal: Gute Voraussetzungen für die E-Health-Zukunft

Patientenkurzakten für Notfälle, elektronische Rezepte und eine in Teilen bereits funktionsfähige Gesundheitsdatenplattform bringen Portugal einen mittleren Rang im Digital-Health-Ranking ein. Dabei ist das Land für den Ausbau von Digital Health bereits bestens aufgestellt. Der starke politische Wille des Gesundheitsministeriums macht sich in vielen Bereichen bemerkbar.

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Polen: Knappe finanzielle Ressourcen

Polen bildet das Schlusslicht des Digital-Health-Rankings, knapp hinter Deutschland: Insbesondere bei der tatsächlichen Nutzung von digitalen Gesundheitsdiensten schneidet unser Nachbarland schlecht ab, und der digitale Datenaustausch auf nationaler Ebene ist quasi nicht existent. Einer der Hauptgründe sind große finanzielle Lücken.

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Österreich: Schritt für Schritt

Österreich liegt mit Platz 10 im Mittelfeld: Zwar ist eine elektronische Patientenakte vorhanden. Diese ist jedoch bisher nur in Krankenhäusern verfügbar. Eine zentrales Koordinationsorgan und gesetzlich festgelegte Zeitpläne für den sukzessiven Ausbau schaffen aber gute Voraussetzungen für den Digitalisierungsfortschritt.

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Kanada: Nationale und regionale Interessen fein ausbalanciert

Kanadas Gesundheitssystem wird staatlich finanziert, aber in den Provinzen verwaltet. Dreh- und Angelpunkt der Digitalisierung ist ein zentrales Koordinationsorgan, das Agenden festlegt, die Investitionen für Digital Health verteilt und eng mit den Provinzen zusammenarbeitet. Eine erfolgreiche Herangehensweise: Im Digital-Health-Index belegt Kanada Platz 2.

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Israel: Bottom-Up-Entwicklung als Innovationstreiber

Seit gut zwei Jahrzehnten setzt Israel auf die Digitalisierung im Gesundheitswesen. Dabei agieren die großen Gesundheitsversorger weitgehend staatlich unabhängig. Das fördert den Innovationswettbewerb und bringt dem Land eine führende Position im Digital-Health-Index ein. Doch die passive Rolle des Gesundheitsministeriums hat auch Nachteile.

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Estland: Spitzenreiter für Digital Health

Estland führt den Digital-Health-Index mit deutlichem Abstand zu allen anderen Ländern. E-Rezept, elektronische Patientenakten und ein nationales Gesundheitsportal gehören längst zum Alltag der estnischen Bevölkerung. Möglich macht das eine nationale Infrastruktur. Sie integriert alle digitalen Gesundheitsdienste und bündelt den Zugang zu allen Patientendaten.

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Australien: Ausgereifte Strategie – Nachholbedarf in der Umsetzung

Der politische Wille für Digital Health ist in Australien stark ausgeprägt und spiegelt sich in hohen Investitionssummen und umfassenden Strategien wider. Auch die ambulante Versorgung ist bereits gut vernetzt. Nachholbedarf gibt es dagegen noch bei der Infrastruktur für Telemedizin und den einheitlichen Standards.

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Belgien: Elektronischer Datenaustausch bei Notfällen

Eine klare Strategie, ausgeprägtes Finanzierungssystem und starke Institutionen: Belgien verfügt über gute Voraussetzungen für Digital Health. Dennoch hinkt Belgien beim Ausbau von E-Health-Anwendungen noch hinterher. Erfolgreich aber ist die Patientenkurzakte.

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Deutschland: Deutschland hinkt hinterher

Die Gestaltung des digitalen Wandels in der Gesundheit kommt in Deutschland nur schleppend voran. Im internationalen Vergleich mit 16 anderen Nationen belegen wir nur den vorletzten Platz. Digitale Health-Anwendungen sind bisher kaum in der Regelversorgung angekommen. Immerhin: Der zeitliche Rahmen für die landesweite Einführung der elektronischen Patientenakte ist gesetzlich festgelegt.

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England: Der elektronische englische Patient

Milliarden britische Pfund sind bisher in die Digitalisierung der Gesundheit in England geflossen. Die ursprüngliche Strategie: Eine zentralisierte elektronische Patientenakte. Das Großprojekt scheiterte zunächst. Inzwischen aber haben sich nach und nach mehrere Digital-Health-Dienste im NHS England durchgesetzt.

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Frankreich: Digitalstrategie als Neustart

Bis zur landesweiten Einführung digitaler Patientendossiers in Frankreich war es ein langer Weg mit einigen Fehlversuchen. Der Fall zeigt, wie die Einrichtung zentraler Institutionen mit Koordinierungsfunktion die Digitalisierung im Gesundheitswesen vorantreiben kann. Beim Vergleich des Digital-Health-Index weist Frankreich ein ähnliches Profil wie Deutschland auf.

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Italien: Regional fragmentiert

Die 20 Regionen Italiens agieren weitgehend selbständig - auch bei der Einführung von digitalen Gesundheitsdiensten. Und so variiert der Digitalisierungsgrad stark: Während so manche Region in Sachen E-Health international führend ist, hinken andere noch weit hinterher.

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Niederlande: Niederländische IT-Infrastruktur: erst staatlich, jetzt privatrechtlich

Trotz einer besonders hohen Affinität zu neuen Technologien landen die Niederlande im Digital-Health-Index Ranking nur im Mittelfeld. Dabei könnte das Land in seinem Digitalisierungsfortschritt schon viel weiter sein - und womöglich bereits eine nationale elektronische Patientenakte haben. Doch das anfängliche Vorgehen des Staates hat dies verzögert.

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Schweiz: Politik: föderalistisch, E-Health-Strategie: zentral

Beim Digital-Health-Index belegt die Schweiz einen der hinteren Ränge. Bedingt durch den starken Föderalismus, erschweren die komplizierten politischen Konstellationen oft die Zusammenarbeit. Dennoch herrscht bei den Zielen und der Umsetzung der nationalen E-Health-Strategie unter den Akteuren Einigkeit - gute Aussichten für den künftigen Fortschritt.

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Dänemark: Dänen haben großes Vertrauen in Digital Health

Die dänische Bevölkerung hat eine positive Einstellung gegenüber digitalen Diensten. Das ist eine gute Voraussetzung für das Voranschreiten von Digital Health. Im Ländervergleich nimmt Dänemark einen Spitzenplatz ein. Eines der wichtigsten Erfolgsfaktoren dafür: das nationale Gesundheitsportal sundhed.dk.

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Digitale Gesundheit: Roadmap: So erzeugt die Digitalisierung Patientennutzen

Was braucht es, damit die Digitalisierung Patienten-Nutzen erzeugt? Welche Rahmenbedingungen sollten angepasst, welche „kulturellen“ Hürden müssen überwunden werden? Die „Roadmap Digitale Gesundheit“ gibt den Akteuren des Gesundheitssystems konkrete Handlungsempfehlungen und Denkanstöße. Die Empfehlungen wurden entworfen vom Expertennetzwerk „30 unter 40“ oder aus den Ergebnissen unseres Projekts „Der digitale Patient“ abgeleitet.

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Netzwerk: Experten für digitale Gesundheit: "30 unter 40"

In unserem Expertennetzwerk "30 unter 40" bringen wir neue Denker zum Thema "digitale Gesundheit" zusammen. Sie begleiten das Projekt mit ihrer Expertise.