Menschen diskutieren beim Bürgerdialog

Praxishilfen für inklusive, deliberative und wirksame Bürgerbeteiligung

Leitfäden, Mustervorlagen, Beispiele - hier finden Sie mehr als 30 Praxismaterialien für gute Bürgerbeteiligung. Diese Materialien wurden im gemeinsamen Projekt „From local to European“ des Europäischen Ausschusses der Regionen und der Bertelsmann Stiftung eingesetzt. In 38 Bürgerdialogen mit rund 2.000 Bürger:innen aus 67 europäischen Städten und Regionen sorgten die Materialien für die Einhaltung von Qualitätsprinzipien.

Ansprechpartner

Foto Anna Renkamp
Anna Renkamp
Senior Project Manager
Foto Christian Huesmann
Dr. Christian Huesmann
Project Manager

Inhalt

Von Vorlagen für die Zufallsauswahl über Blanko-Moderationskonzepte, Entwürfe für Einladungsschreiben, Beispiele für Projektberichte, Evaluationsfragen für Teilnehmende an Bürgerdialogen bis hin zu Vorlagen für konkrete Auflockerungs- und Begrüßungsmethoden - unsere Praxishilfen stellen wir Ihnen auf dieser Seite als kostenlose Downloads in englischer Sprache zur Verfügung.  

Qualitätsprinzipien guter Bürgerbeteiligung

Unsere langjährigen Erfahrungen zeigen: Die Qualität der Bürgerdialoge, ihre Ergebnisse und Wirkung werden erheblich gesteigert, wenn sie strukturiert und nach den Qualitätsprinzipien für gute Bürgerbeteiligung organisiert werden.

  • Inklusion: „Normale“ Bürger:innen nehmen teil, also nicht nur die üblichen Verdächtigen.
  • Deliberation: Alle Bürger:innen kommen in großen und kleinen Diskussionsrunden zu Wort.
  • Wirksamkeit: Verwaltung und Politik sind von Beginn an involviert und sorgen dafür, dass die Ergebnisse der Bürger:innen weiterverfolgt und zumindest teilweise auch umgesetzt werden.

Die Anwendung dieser Methoden und Qualitätsprinzipien führt zu qualitätsvollen Bürgervorschlägen, die von der Politik wahrgenommen werden. In den konsorientierten Diskussionen stehen unterschiedliche Perspektiven, Sachinformationen und Argumente im Mittelpunkt. Die Politiker:innen erfahren, was Bürger:innen, die die Vielfalt der Gesellschaft repräsentieren, gemeinsam wichtig ist. Sie gewinnen neue Sichtweisen. Damit sind sie besser gerüstet für politische Entscheidungen, die bürgernah sind und eine höhere Akzeptanz haben. Bürger:innen können direkt ihre Interessen und Vorstellungen in politische Prozesse einbringen und so Politik mitgestalten. Das schafft mehr Vertrauen in die Politik und stärkere Demokratiezufriedenheit.

Materialien und Handreichungen für inklusive, deliberative und wirksame Bürgerbeteiligung

In dieser einleitenden Rubrik finden Sie Informationen über die Methode der inklusiven, deliberativen und wirksamen Bürgerbeteiligung anhand einführender Präsentationen.

Materialien und Handreichungen für inklusive, deliberative und wirksame Bürgerbeteiligung

Einführung Qualitätskriterien

Die Präsentation führt in die Methode der inklusiven, deliberativen und wirksamen Bürgerbeteiligung ein. Sie vermittelt das Basiswissen über die Qualitätskriterien und deren Bedeutung für erfolgreiche Bürgerbeteiligung.

Introduction Quality Criteria

Einführung praktische Planung und Design Bürgerdialoge

Hier werden die Eckpfeiler für die Konzeption und Arbeitsplanung guter Bürgerdialoge behandelt. Der Fokus liegt auf der praktischen Planung und dem möglichen Design von Bürgerbeteiligungsprojekten.

Introduction Concept Citizen Dialogues

Einführung Durchführung Bürgerdialoge

Die Präsentation behandelt die konkrete Durchführung von inklusiven, deliberativen und wirksamen Bürgerdialogen: Bürgerdialoge erfolgreich und mit guten Ergebnissen durchführen, auswerten und dokumentieren.

Introduction Facilitation of Citizens' Dialogues

Inklusion

Das erste Schlüsselelement qualitativer Bürgerbeteiligung ist Inklusion und Vielfalt. Inklusion wird hauptsächlich durch die Methode der Zufallsauswahl erreicht. Adressat:innen der Bürgerdialoge sind „normale Bürger:innen“ aus allen Teilen der Gesellschaft, also nicht nur die organisierten Bürger:innen bzw. Vertreter:innen zivilgesellschaftlicher Organisationen. Die nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Bürger:innen gewährleisten eine Vielzahl von Meinungen und Perspektiven ein. Die Diskussionsergebnisse repräsentieren die Gesellschaft in ihrer Vielfalt. So entstehen innovative Ideen und ausgewogene Vorschläge.

In dieser Rubrik finden Sie Handreichungen, Praxislösungen und konkrete Vorlagen rund um die praktische Anwendung der Zufallsauswahl in der Bürgerbeteiligung.

Übersicht allgemeiner Rekrutierungsprozess

Ob zufällig ausgewählte Bürger:innen oder offene Ansprache: Hier finden Sie die einzelnen Schritte der Teilnehmergewinnung in aller Kürze zusammengefasst.

General Recruiting Process

Beispiel für einen Rekrutierungsprozess

Anhand eines konkreten Prozesses zur Teilnehmergewinnung mit Zufallsauswahl werden die jeweiligen Meilensteine auf dem Weg zu einem erfolgreichen Dialog,  die praktischen Leitfragen und die notwendigen zeitlichen Ressourcen praxisnah dargestellt.

Example of Recruiting process

Vorlage Anfrage Datenziehung Einwohnerregister

Die Ziehung aus dem Einwohnerregister oder einer ähnlichen, öffentlich zugänglichen Datenbank stellt oft den einfachsten Weg zur Ansprache von Zufallsbürger:innen dar. Unsere Vorlage eines Anfrageschreibens zur Datenziehung aus einem solchen Register unterstützt Sie bei ihrem Kontakt mit der jeweilig zuständigen Stelle.

Blueprint Data drawing request

Vorlage Einladung Bürger:innen

Die zufällige Auswahl von Bürger:innen für Beteiligungsverfahren ist ein probates Mittel, um echte Meinungsvielfalt in Dialogen zu schaffen. Daher wird dieses Verfahren immer häufiger angewandt – klassischer Weise durch die Ziehung von Stichproben aus dem Melderegister. Diese Vorlage eines Anschreibens unterstützt Sie bei der initialen Ansprache von Zufallsbürger:innen.

Cordial invitation citizens

Beispiel für ein Anmeldeformular

Unser Beispiel eines Anmeldebogens für interessierte Bürger:innen unterstützt bei der Betreuung der Teilnehmer:innen und hilft, die relevanten Informationen zu sammeln.

Example of registration form

Tabellarischer Überblick Rekrutierungsstand

Die Teilnehmergewinnung ist ein sich fortlaufend verändernder Prozess. Eine tabellarische Übersicht über die Teilnehmer:innen hilft, den Überblick über den jeweiligen Rekrutierungsstand zu behalten.

Recruiting spreedsheet

Beispiel Event Informationen für Bürger:innen

Eine Übersicht über das Thema, den Veranstaltungsort, den Zeitrahmen und weitere wichtige Informationen zum Event gibt Bürger:innen Sicherheit und Orientierung. Unsere Vorlage hat sich in vielen Bürgerbeteiligungsprojekten bewährt.

Event at a glance

Beispiel Event Informationen für Bürger:innen (digital)

Einwahldaten, Thema des Events, der Zeitrahmen: Auch im digitalen Raum gibt unsere erprobte Vorlage Bürger:innen Sicherheit und Orientierung über ihr konkretes Bürgerbeteiligungsprojekt.

Event at a glance digital

Eckpunkte Vertragsgestaltung Dienstleister

Die Übersicht über die notwendigen Aufgaben, den Zeithorizont und die Arbeitsteilung für die Durchführung der Zufallsauswahl gibt Ihnen konkrete Eckpunkte zur Vertragsgestaltung mit einem potentiellen Dienstleister an die Hand.

Framework contract design for service providers

Deliberation

Das zweite Schlüsselelement qualitativer Bürgerbeteiligung ist Deliberation. Mit partizipativen Methoden tauschen die Bürger:innen unterschiedliche Erfahrungen und Ansichten aus und entwickeln gemeinsame Ideen und Vorschläge. Ein Großteil der Deliberation findet in gemischten Kleingruppen statt, unterstützt durch Moderator:innen, damit alle Bürger:innen zu Wort kommen. Faktenbasierte Informationen und Expert:innen helfen bei der Abwägung der Argumente.

In dieser Rubrik finden Sie von Vorlagen für detaillierte Ablaufpläne bis hin zu vorformulierten Moderationsbeiträgen und Auflockerungsübungen praxisnahe Unterstützung für die Durchführung ihres Bürgerdialogs.

5 Schritte für die Erarbeitung von Bürgervorschlägen

Dies ist ein Beispiel für die fünf Schritte zur Erarbeitung von Bürgervorschlägen. Leitfragen helfen bei der Strukturierung der Moderation.

5 Schritte für die Erarbeitung von Bürgervorschlägen

Faktoren für eine gute Prozess- und Ergebnisqualität

Sechs Faktoren sind grundlegend und sollten bei der Planung von (transnationalen) Bürgerdialogen berücksichtigt werden.

Faktoren für eine gute Prozess- und Ergebnisqualität

Beispiel Zeitplan offline Event

Ankunftszeiten, Technikcheck, Gruppengrößen, Anordnung von Tischen und Formulierungsvorschläge für die Moderation: Dieser standardisierte Ablaufplan liefert das Grundgerüst für die Planung und Durchführung eines individualisierten Bürgerdialogs.

Schedule example offline

Beispiel Zeitplan online Event

Von den technischen Rahmenbedingungen über die genaue Rollenverteilung bis hin zu Formulierungsvorschlägen für die Moderation: Dieser standardisierte Ablaufplan inkl. einer Auflistung der technischen wie konzeptionellen Rahmenbedingungen liefert das Grundgerüst für die Planung und Durchführung eines individualisierten Digitalen Bürgerdialogs.

Schedule example online

Beispiele für Kennenlernfragen

Das Eis brechen, sich kennen lernen, in das Thema einführen – hier finden Sie Beispiele für Aufwärmfragen im Rahmen eines Bürgerdialogs.

Example for Warm up questions 

Beispiel für einen mehrsprachigen Dialog in Präsenz - gegenseitiges Kennenlernen ohne Übersetzung

Besonders in mehrsprachigen Bürgerdialogen ist es wichtig, dass sich die Bürger:innen untereinander kennenlernen und ein Gefühl füreinander bekommen. Unsere Aufwärmfragen helfen dabei.

Example for a multilingual dialogue onsite - Getting to know each other without translation

Beispiele für Warm-up-Fragen in einem digitalen Dialog

Aufwärmfragen zum Kennenlernen sind auch im digitalen Raum hilfreich, um eine lockere und vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre herzustellen. Hier finden sie konkrete Beispiele.

Example for Warm up questions in a digital dialogue

Wirksamkeit und Evaluation

Das dritte Schlüsselelement ist Wirksamkeit. Der Bürgerdialog ist in einen politischen Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozess eingebettet. Politische Entscheidungsträger:innen sind von Anfang an eingebunden und diskutieren mit den Bürger:innen über deren Ideen und Vorschläge. Sie geben Feedback, klären, wie sie mit den Ergebnissen umgehen wollen und entscheiden letztlich über die Umsetzung der Bürgervorschläge.

In dieser Rubrik finden Sie Hinweise zur Wirksamkeit von Bürgerdialogen sowie Beispiele und Muster für Evaluationen.

Wirksamkeit von Bürgerdialogen: 3 Kriterien zur Auswahl des richtigen Themas

Das Thema eines Bürgerdialogs sollte relevant sein und im Einflussbereich der beteiligten Politiker:innen liegen, damit die Ergebnisse von Bürgerdialogen wirksam werden. Drei Kriterien helfen, das richtige Thema für einen Bürgerdialog zu finden.

Wirksamkeit von Bürgerdialogen: 3 Kriterien zur Auswahl des richtigen Themas

Beispiele für Vorab-Evaluationsfragen

Befragungen der Teilnehmer:innen im Vorfeld der Veranstaltungen oder des Projektes ermöglichen es, Rückschlüsse auf Veränderungen von Einstellungen oder Sichtweisen zu ziehen. Hier finden Sie eine Auswahl möglicher Fragen, die vor einer Veranstaltung gestellt werden können.

Example prelimanary survey questions

Beispiel eines Bewertungsbogens für eine Veranstaltung vor Ort

Hier finden Sie einen beispielhaften Evaluationsbogen für in Präsenz stattfindende Bürgerdialoge.

Example evaluation sheet onsite event

Beispiel eines Bewertungsbogens für eine Online-Veranstaltung

Hier finden Sie beispielhafte Evaluationsfragen für digital stattfindende Bürgerdialoge.

Example evaluation sheet digital event

Beispielhafter Feedback-Fragebogen für Moderatoren

Hier finden Sie beispielhafte Fragen zur Nachbetrachtung ihres Evens durch die involvierten Moderator:innen.

Example for feedback questionnaire for moderators

Beispielhafter Feedback-Fragebogen für Übersetzer

Hier finden Sie beispielhafte Fragen zur Nachbetrachtung ihres Evens durch die involvierten Übersetzer:innen.

Example for feedback questionnaire for interpreters

Beispiel: Mehrsprachiger digitaler Dialog - Evaluation in fünf Sprachen

Hier finden Sie Folien mit beispielhaften Evaluationsfragen in fünf Sprachen: DE; DK;EN;IT;LT

Example multilingual digital dialogue - Citizens evaluation in five languages

Muster für Programmumsetzung

In dieser Rubrik finden Sie: Präsentationen und Vorlagen, mit denen die Bürger:innen durch on- und offline Events geleitet werden, Technik-Tipps und Anleitungen für Bürger:innen zur Nutzung von Online-Tools und weitere Informationen zur Organisation und Programmumsetzung.

Beispiel: Regiefolien für mehrsprachigen digitalen Bürgerdialog

Hier finden sie eine Sammlung von Regiefolien um Bürger:innen durch einen mehrsprachigen digitalen Bürgerdialog zu führen.

Example: Directional slides for guiding citizens

Beispiel: Regiefolien für mehrsprachigen Bürgerdialog in Präsenz

Hier finden sie eine Sammlung von Regiefolien, um Bürger:innen durch einen mehrsprachigen Präsenz-Bürgerdialog zu führen.

Example for an onsite event

Beispiel für Diskussionsregeln in Kleingruppen

Hier finden Sie vier einfache Regeln als Grundlage und Verhaltenskodex für die Diskussionen in den Kleingruppen. 

Example: Dialogue rules

Beispielhaftes Arbeitsblatt für Kleingruppenarbeit

Hier finden Sie ein beispielhaftes Arbeitsblatt für die Arbeit in Kleingruppen anhand der Themen Digitalen, Soziales und Globales Europa.

Example: Worksheet for three topics

Beispiel: IT-Anleitungen für einen transnationalen digitalen Bürgerdialog

Die größte Hürde für die Teilnahme an einem Digitalen Bürgerdialog stellt aus Sicht der Bürger:innen die praktische Einwahl in ein konkretes Meeting dar. Die Schritt-für-Schritt Anleitung leitet die Bürger:innen Punkt für Punkt zur Teilnahme.

Example: IT instructions for Transnational Digital Citizens' Dialogue

Beispielhafte E-Mail mit Zoom-Links für Bürger:innen

Eine klare Kommunikation der unterschiedlichen Teilnahmelinks ist elementar für den möglichst leichten Zugang zum Dialog. Die beispielhafte E-Mail zum Versand unterschiedlicher Zoom-Links stellt dies plastisch dar.

Example: E-Mail Zoom links for citizens

Formular für Reisekostenrückerstattung

Bei Präsenzdialogen fallen oftmals Reisekosten für die Teilnehmer:innen an. Um die Erstattung der Kosten zu erleichtern und Fehler zu vermeiden, ist ein einfaches Formular zur Reisekostenrückerstattung hilfreich.

Example: Travel reimbursement

Leitfäden und Berichte