Quo vadis, deutscher Arbeitsmarkt? Die Beschäftigungssituation in Deutschland bleibt angespannt und insbesondere der sekundäre, industrielle Sektor ein Sorgenkind. So befindet sich der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im sekundären Sektor (Bergbau, Verarbeitendes Gewerbe, Energie, Bau) seit 2006 im Abwärtstrend. Waren 2006 noch knapp 32% der Beschäftigten im sekundären Sektor beschäftigt, sind es 2023 nur noch 27,1% gewesen.
Wenig überraschend zeigt der Anteil der im Dienstleistungssektor beschäftigten Personen einen umgekehrten Trend. Während im Jahr 2006 gut zwei Drittel (66,9%) aller Beschäftigten in Deutschland im tertiären Sektor (Handel, Gastgewerbe, Verkehr, Kredit, Dienstleistungen, Öffentliche Verwaltung, Soziales) tätig waren, sind es im Jahr 2023 schon fast drei Viertel (72,2%) gewesen. Die jüngsten Entwicklungen in der deutschen Industrie dürften diesen Trend hin zur Dienstleistungsgesellschaft weiter verstärken – oder zu einer weiteren Reduzierung von Arbeitsplätzen führen. Pendlersaldo unter allen 400 Kommunen.