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Präventionsforschung: Europäische Vergleichsstudie

Die wissenschaftliche Begleitforschung des Modellvorhabens "Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor" hat von 2012-2015 wichtige Aspekte zur Wirkungsweise kommunaler Prävention untersucht, auch über kommunal verortete Ressourcen hinaus.

Rahmenbedingungen kommunaler Prävention im europäischen Vergleich

In der Modellphase von "Kein Kind zurücklassen!" sind die kommunalen Voraussetzungen für präventiv-koordinierendes Handeln untersucht worden.

Wichtige Erkenntnisse sind:

Prävention in Kommunen ist abhängig vom politischen Willen sowie den Kapazitäten und Fähigkeiten der handelnden Akteure. Darüber hinaus geht eine angespannte kommunale Finanzlage häufig mit einer hohen Quote belasteter Familien einher.

Eine Präventionskette, die entlang des Lebensverlaufes eines Kindes auf verbindliche Regelangebote zurückgreifen kann, stärkt präventives Handeln, auch in armutsgeprägten Quartieren. Um herauszufinden, ob und wie Präventionsketten in anderen Ländern Europas systematisch möglich sind, untersucht die europäische Vergleichsstudie in zwölf Ländern die Governance-Strukturen in den Bereichen Gesundheit, Soziales, Erziehung und Bildung. Partner ist das Deutsche Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung in Speyer. 

In der europäischen Vergleichsstudie konzentriert sich die Forschung jetzt auf folgende Fragestellungen

  • Wie definieren die einzelnen Länder Prävention, und welche Zielgruppen werden adressiert?
  • Welche Strukturen in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Erziehung und Soziales steigern die Verbindlichkeit bei der Umsetzung kommunaler Präventionsarbeit für Kinder und Jugendliche
  • Welche Institutionen implementieren präventive Maßnahmen, auf welcher Ebene sind sie staatlich angesiedelt, und wie sieht die Koordination aus?
  • Über welche Gesetze, Anreizstrukturen, Informationen und Vergleiche steuert die nationale Ebene präventive Aktivitäten in Kommunen?
  • Welche Finanzierungsmöglichkeiten stehen Kommunen für die Ausgestaltung von Präventionsketten zur Verfügung?
  • Mit welchen konkreten Angeboten werden ratsuchende Familien oder Familien in Belastungslagen erreicht?
  • Welche Learnings sind in den deutschen Kontext transferierbar?

Untersucht werden die Länder Dänemark, Deutschland, England, Finnland, Frankreich, Irland, Litauen, die Niederlande, Österreich, Schweden, Spanien und Tschechien.

Zu Frankreich, den Niederlanden und Österreich werden vertiefende Studien erarbeitet, die anhand von einzelnen Regionen und Städten die konkrete Umsetzung präventiven Handelns aufzeigen.

Europäische Netzwerke

In europäischen Netzwerken werden Ergebnisse und Empfehlungen der europäischen Vergleichsstudie diskutiert. Die Ergebnisse werden mit Beispielen aus der kommunalen Praxis der einzelnen Länder unterfüttert. Auch der Umgang mit schwierigen Themen, wie z.B. der Verortung erzieherischer Hilfen, werden neben Themen aus weiteren Modulen von "Kein Kind zurücklassen!" in Veranstaltungsformate eingespeist. Die Netzwerkarbeit knüpft an bereits vorhandene Aktivitäten auf europäischer Ebene an.

Die Durchführung der Untersuchung ist ESF-gefördert.

Projekte

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Externe Evaluation von „Lehrkräfte Plus“: Zwischenbericht: Weiterbildungsprogramm für geflüchtete Lehrkräfte in NRW ist auf gutem Wege

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Studie: Stagnierende Produktivität bei kleinen und mittleren Unternehmen gefährdet Deutschlands Wohlstand

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Europafilm: Unser Europafilm auf der Shortlist der European Excellence Awards