Kinder beim Fußballtraining

Wirksame Unterstützung vor Ort

Damit gutes Aufwachsen für alle Kinder und Jugendlichen möglich ist, benötigen sie und ihre Familien dort wo sie leben hochwertige Bildungsinstitutionen, eine gute Infrastruktur und niedrigschwellige Anlaufstellen.

Ansprechpartner:innen

Foto Antje Funcke
Antje Funcke
Senior Expert Familie und Bildung
Foto Tobias Lentzler
Tobias Lentzler
Project Manager
Foto Sarah Menne
Sarah Menne
Senior Project Manager
Foto Mirjam Stierle
Mirjam Stierle
Project Manager

Gute Bildungsinstitutionen

Kita und Schule gehören heute selbstverständlich zum Leben junger Menschen dazu. Sie nehmen viel Raum und Zeit von Kindern und Jugendlichen ein und prägen sie jetzt und für ihre Zukunft. Deshalb brauchen sie gute und verlässliche Kitas und Schulen, in denen sie sich wohlfühlen, beteiligt und individuell gesehen werden. Sie brauchen dort Menschen, denen sie vertrauen können und die sie begleiten. Kitas und Schulen müssen wichtige soziale Lebensorte für Kinder und Jugendliche sein.  

Der nach wie vor sehr enge Zusammenhang zwischen Herkunft und Bildungserfolg in Deutschland muss unbedingt verringert werden. Die Bundesländer, Kommunen und Einrichtungsträger müssen daher dringend in die Qualität der Bildungsinstitutionen investieren, in gute Konzepte für Inklusion, Ganztag und Digitalisierung, in die Gebäude und Ausstattung und vor allem in gute pädagogische Fachkräfte, Schulsozialarbeiter:innen, Schulpsycholog:innen etc.

Auch die Zugänge zu Ausbildung, Studium und Weiterbildungsmöglichkeiten müssen bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Wir brauchen eine Ausbildungsgarantie und ein Studium muss auch ohne Abitur möglich sein.

Freizeitangebote

Auch wenn Kinder und Jugendliche durch den Ausbau von Ganztagskitas und -schulen mehr Zeit in Institutionen verbringen als vorangegangene Generationen, spielt ihre freie Zeit, die sie selbst gewählt gestalten können, eine wichtige Rolle für ihr Aufwachsen. Dazu gehören u. a. sportliche Aktivitäten, der Besuch der Musikschule oder von Vereinen, von Angeboten der Offenen Jugendarbeit, das Chillen und Abhängen mit Freund:innen oder auch die Nutzung von Smartphones und Computern zum Chatten, Surfen und Spielen.

Selbst organisierte Freizeit braucht auch von ihnen eigenständig erreichbare Orte, an denen Kinder und Jugendliche willkommen sind, sich frei und sicher aufhalten und ihren Interessen nachgehen können. Wie diese aussehen sollten und welche Angebote sie sich wünschen, wissen Kinder und Jugendliche am besten. Deshalb versteht es sich von selbst, dass sie hier auch beteiligt werden. (Bespiele: jungbewegt und UWE)

Unterstützungssystem: Anlaufstellen für Kinder, Jugendliche und Eltern

Kinder, Jugendliche und Familien haben Ansprüche auf Unterstützung, wie das Teilhabegeld, Wohngeld u. a. Über solche Ansprüche müssen sie Bescheid wissen und Anträge müssen unbürokratisch und einfach gestellt werden können. Nicht immer läuft in Familien alles glatt. Kinder und Jugendliche, aber auch ihre Eltern brauchen Ansprechpartner:innen, an die sie sich vertrauensvoll mit ihren Sorgen und Nöten wenden können und die mit ihnen gemeinsam nach Lösungen suchen und sie unterstützen.

Daher sind Anlaufstellen in allen Stadtteilen, in Familienzentren, Schulen oder Stadtteilzentren notwendig, an die sich junge Menschen oder ihre Eltern wenden können – sei es mit der Beantragung von Leistungen oder dem Wunsch nach Beratung und Hilfe. Ziel sollte es sein, dass es für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern selbstverständlich ist, diese Anlaufstellen in Anspruch zu nehmen. Deshalb müssen sie niedrigschwellig und einfach zu erreichen sein. 

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