Kinderkonferenz

Kinderkonferenzen: "Zukunftsstimmen: Jetzt sind wir gefragt!"

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Inhalt

Kinder haben ein Recht darauf, gehört zu werden. Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention verpflichtet Staaten dazu, die Meinung von Kindern in allen sie betreffenden Angelegenheiten angemessen zu berücksichtigen. Beteiligung ist damit kein freiwilliges Zusatzangebot, sondern ein verankertes Kinderrecht. In der Praxis wird dieses Recht – insbesondere für jüngere Kinder unter 14 Jahren – jedoch häufig nicht eingelöst. Ihre Perspektiven werden selten systematisch erhoben und ihre Anliegen fließen häufig nicht oder nur indirekt in politische Entscheidungsprozesse ein.  

Mit unserem Peer-to-Peer-Konferenzformat „Zukunftsstimmen: Jetzt sind wir gefragt!“ schaffen wir Räume, in denen Kinder ihre Perspektiven, Wünsche und Bedarfe selbst formulieren und diese direkt an Entscheidungsträger:innen aus Politik, Schule und Verwaltung richten können. 

Im Projekt „Aufwachsen in Wohlbefinden“ verbreiten wir dieses erprobte Konferenzformat über Strukturen und Netzwerke in mehreren Bundesländern und möchten es als nachhaltiges Beteiligungsinstrument in Schulen und Kommunen verankern.

Was ist eine Kinderkonferenz?

Unsere Kinderkonferenzen sind ein niedrigschwelliges Beteiligungsformat für Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren bzw. Klassenstufe 1 bis 6.  

In Workshops arbeiten die Kinder zu Themen aus ihrer eigenen Lebenswelt – etwa zu Schule, Freizeit, Gesundheit, Kinderrechten oder ihrem Wohnumfeld. Jugendliche Moderator:innen (ab 16 Jahren) begleiten die Workshops im Peer-to-Peer-Ansatz und schaffen eine Atmosphäre auf Augenhöhe. 

Am Ende der Konferenz stellen die Kinder gemeinsam mit den Jugendlichen ihre Ergebnisse und Forderungen im Dialog mit eingeladenen Gästen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft vor. So wird Beteiligung konkret erfahrbar – und politische Rückmeldungen erfolgen unmittelbar.

Wirkung vor Ort

Kinderkonferenzen ermöglichen u. a.  

  • die Umsetzung von Kinderrechten in kommunalen Strukturen, 

  • Selbstwirksamkeitserfahrungen aller Teilnehmenden, 

  • unmittelbare Dialoge zwischen jungen Menschen und Entscheidungsträger:innen, 

  • konkrete Impulse für Schulen und Kommunen 

  • sowie die Sichtbarkeit der Bedarfe von Kindern.  

Langfristig tragen Kinderkonferenzen dazu bei, dass die strukturelle Beteiligung jüngerer Kinder zur Selbstverständlichkeit wird und dass ihre Perspektiven systematisch in politische Prozesse einfließen. Die Konferenzen sollen daher kein einmaligen Event, sondern Teil einer kommunalen Beteiligungsstrategie sein.  

Wir unterstützen Schulen und Kommunen dabei, die Ergebnisse der Veranstaltungen zu sichern, weiterzugeben und nachzuhalten. 

Unser Unterstützungsangebot

Damit Schulen und Kommunen das Format möglichst niedrigschwellig umsetzen können, stellen wir folgende Unterstützungsangebote bereit:  

  • die dreiteilige Handreichung „Junge Menschen beteiligen“, die wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnahen Handlungsempfehlungen verbindet  

  • Vordrucke (u. a. Schutzkonzept, Anmeldebögen, …), 

  • einen kompakten Praxisleitfaden zum Konferenzformat, 

  • geschulte jugendliche Moderator:innen einschließlich ihrer Honorierung, 

  • eine Konferenzkiste mit Materialien zur Durchführung, 

  • ein Budget für Umsetzungskosten (z. B. für Mittagessen, Snacks und Getränke) sowie 

  • fachliche Beratung zur nachhaltigen Verankerung vor Ort.