Family in the kitchen 42-15215416
A. Green/Corbis

Projektbeschreibung: Familie und Bildung: Politik vom Kind aus denken

Die Familie ist der zentrale Ort des Aufwachsens für Kinder - egal in welcher der vielfältigen Familienformen sie leben. Sie hat zusammen mit dem Sozial- und Lebensraum sowie guten Bildungsinstitutionen entscheidenden Einfluss auf das Aufwachsen, die Entwicklung und die Bildung von Kindern.

Um den nach wie vor engen Zusammenhang zwischen familiärer Herkunft und Bildungserfolg in Deutschland zu durchbrechen, muss die Familie als Lebens- und Bildungsort von Kindern wertgeschätzt und anerkannt werden. Ziel muss es sein, Kindern ein Aufwachsen in finanzieller Sicherheit in ihren Familien zu ermöglichen und Familien passgenau und bedarfsgerecht zu unterstützen. Dazu gehören auch der weitere Ausbau qualitativ guter Kitas und (Ganztags-)Schulen. So können allen Kindern faire Bildungs- und Teilhabechancen eröffnet werden.

Kinder in den Mittelpunkt stellen

In der Familien-, Sozial- und Bildungspolitik müssen das Wohl und die Bedarfe von Kindern wieder stärker in den Mittelpunkt rücken. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Mütter und Väter ist ein wichtiges und zentrales Anliegen von Familien heute. Allerdings stehen bei den damit verbundenen Maßnahmen meist die Interessen und (finanziellen) Verpflichtungen der Erwachsenen (Mütter, Väter, Arbeitgeber etc.) im Vordergrund und weniger die Ansprüche und Interessen von Kindern. Die Rechte, Schutzbedürfnisse und altersgerechten Bedarfe von Kindern sollten aber Ausgangspunkt einer Politik sein, die allen Kindern gutes Aufwachsen und faire Bildungs- und Teilhabechancen ermöglicht.

Drei Generationen am Tisch

Visionen einer kindorientierten Familienpolitik

Gemeinsam mit unserem Expertenbeirat entwickeln wir daher eine Vision einer solchen neuen, kindorientierten Familienpolitik.

Was es für uns bedeutet, vom Kind aus zu denken:

  1. Kinder als eigenständige Subjekte mit eigenen Rechten und Interessen in den Mittelpunkt stellen.
  2. Kinder und Jugendliche selbst nach ihren Bedarfen und Wünschen fragen.
  3. Sie als zeitliche Taktgeber, ihre Bedarfe an Zeit für sich und mit der Familie ernst nehmen.
  4. Kinder- und Familienarmut wirksam bekämpfen durch ein neues Konzept der Existenzsicherung, das allen Kindern die Chance auf Teilhabe eröffnet.
  5. Eine passgenaue und bedarfsgerechte Unterstützungslandschaft für Kinder und Familien aufbauen.
  6. Allen Kindern Zugänge zu guter Bildung, Gesundheit, Freizeit, Gleichaltrigen und Kultur ermöglichen.
  7. Rahmenbedingungen schaffen für gute Interaktionen zwischen Eltern, Kindern und Kita und Schule.
  8. Die vielfältige Lebenswirklichkeit von Familien und Kindern heute anerkennen.
  9. Politische Maßnahmen regelmäßig auf ihre Auswirkungen auf Kinder und deren Wohlergehen überprüfen.
  10.  Das Aufwachsen von Kindern in privater und öffentlicher Verantwortung insgesamt neu austarieren.

 

 

 

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