Thomas Steidel schneidet einer Kundin die Haare.
Besim Mazhiqi

Selbstständig: Das Schauspiel des Alltags

In einer Marktwirtschaft gibt es Arbeitnehmer und Unternehmer. Während die erste Gruppe im Fokus der Öffentlichkeit steht, sind die Selbstständigen eine häufig übersehene Spezies. Um auf sich aufmerksam zu machen oder Rechte einzufordern, haben sie vielfach keine Zeit.

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Thomas Steidel, 52, betreibt einen Friseursalon in Sinsheim bei Heidelberg. Tag für Tag verbringt er dort zwölf Stunden mit Zuhören, Erzählen, Lachen, Schmeicheln – und auch Haareschneiden. Gute Laune gehört eben zum Geschäft. Auch bei Beate Gozdan, 50, Oralchirurgin mit Leib und Seele. Sie will nicht nur ihren Patienten ein gutes Gefühl geben, sondern auch ihren Mitarbeitern. Trotz aller Hektik, die in der belebten Praxis herrscht.

Was beide miteinander verbindet, sind neben der Selbstständigkeit ihr Fleiß und ihr Organisationstalent. Eigenschaften, ohne die man als Unternehmer nicht bestehen kann. Zwar machen sie nur knapp elf Prozent aller Beschäftigten aus, doch mit ihrer Schaffenskraft sind sie eine tragende Gruppe in der Sozialen Marktwirtschaft. Übrigens: Die Motivation zur Selbstständigkeit ist nicht an erster Stelle das Geld. Die Einkommen von Gozdan und Steidel unterscheiden sich sehr stark. Vielmehr ist es der Wunsch nach Freiheit und Verantwortung.

 

Reference

60_Jahre_Soziale_Marktwirtschaft(© Besim Mazhiqi)

Sozialunternehmer: Die neuen Hoffnungsträger