gezeichnetes Bild von 2 Menschen, die vor einer Plan-Wand stehen

Online Forum - Teilhabe und Arbeit: Unterstützung von Unternehmen zur Integration

Fachkräftezuwanderung und Arbeitsintegration sind für Deutschlands Zukunft zunehmend existenziell. Durch den Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge, die schrumpfende Erwerbsbevölkerung und den „Missmatch“ der Qualifikationen fehlen dem Arbeitsmarkt trotz wirtschaftlicher Flaute mehrere hunderttausend Fach- und Arbeitskräfte pro Jahr. Ausländische Beschäftigte federn den demografischen Wandel ab. Doch schätzungsweise ein Viertel der Fach- und Arbeitskräfte trägt sich mit Abwanderungsgedanken. Denn mit dem Arbeitsvertrag ist es nicht getan. Welche Behördengänge sind nötig? Wie finde ich einen Platz in Kita oder Schule für die Kinder? Wie komme ich in der Firma klar und finde Kontakte? Die zugewanderten Beschäftigten haben vielfältige Bedürfnisse. Hier ist auch konkrete Unterstützung der Unternehmen gefragt, die aber ausgelastet sind. Was kann man da tun?

Ansprechpartnerin

Content

Als konkretes Beispiel stellten Ulrich Halstenbach und Esther Königes WorkStadt aus Wuppertal vor:  It's time to make the Unterschied. WorkStadt bietet Unternehmen kulturelle und organisatorische Unterstützung für ihre internationalen Mitarbeitenden und baut mit seinen Partnern ein Ökosystem an Lösungen und Initiativen auf. Mit dem Ziel: nicht nur internationale Mitarbeitende zu unterstützen, sondern auch langfristig zu binden. Im Zentrum steht ein klarer Ansatz: Zuhören und Vernetzen! Denn die Herausforderungen sind oft weniger die großen Fragen, sondern die ‘Little Things’ im Alltag, die darüber entscheiden, ob Menschen bleiben oder gehen. 

WorkStadt setzt genau hier an. Mit Formaten wie der EmployeeJourney wird nachvollzogen, wie internationale Fachkräfte in Wuppertal ankommen und wo es noch Unsicherheiten gibt. Peer-to-Peer-Angebote, Austauschformate wie Chatty Feierabend oder Q&A- Strukturen über Chats-Plattformen ermöglichen direkte und gegenseitige Unterstützung und schnelle Lösungen. Der Ansatz ist eine Win-Win-Situation und die Kundschaft reicht von der Zahnarztpraxis über KMU bis hin zum Konzern. zur Präsentation

Internationale Großunternehmen wie Aptiv Services Deutschland GmbH, mit dem Hauptsitz in Wuppertal, profitieren davon. Sie werden entlastet, während gleichzeitig ein Umfeld entsteht, in dem sich internationale Mitarbeitende willkommen führen und Perspektiven entwickeln. Lisa Wittwer, HR Managerin, berichtete über die erfolgreiche Kooperation mit WorkStadt. Dabei werde Unterstützung oft nicht bei Sprachbarrieren oder fachlichen Themen benötigt. Herausforderungen entstünden vielmehr bei privaten Angelegenheiten, wenn passende Ansprechpartner fehlen. Dies führe schnell zu einem (beispielsweise aufgrund von Datenschutz-Fragen) schwierigen Austausch zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer:in. Angebote wie die von WorkStadt helfen dabei, hier zu entlasten und gleichzeitig eine professionelle Distanz zu wahren für eine gute Arbeitsatmosphäre. zur Übersicht

Der Austausch zeigte, dass die Kooperation von Kommunen und zivilgesellschaftlichen Organisationen mit Unternehmen bei der Integration von Geflüchteten eine wichtige Unterstützung sein kann, allerdings auch rechtliche Fragestellungen zu beachten sind. 

Der nächste Online-Austausch findet am 22. April statt, fortsetzend mit dem Ziel, mehr Raum für Austausch, Reflexion und gemeinsames Kennenlernen zu schaffen.

Das Forum findet einmal monatlich, in der Regel mittwochs, von 12:30 bis 13:30 Uhr online über Zoom statt. Wenn Sie eine Einladung per E-Mail bekommen möchten, können Sie sich direkt über diesen Link für den Verteiler anmelden: Forum Teilhabe und Arbeit