Die Rechte und Bedürfnisse von Kindern auf Schutz, Beteiligung und Förderung in Kitas werden dann verwirklicht, wenn die Kinder
- die Einrichtungen als sicheren Lebens-, Lern – und Schutzraum erleben,
- dort in verlässlichen Beziehungen Selbstvertrauen entwickeln, sich als wirksam und anerkannt erfahren,
- Freude am Lernen entfalten können,
- in der Gemeinschaft Empathie, Rücksichtnahme und Solidarität erleben,
- gemeinsame Werte entwickeln und in demokratischen Strukturen zum Leben erwecken.
Das sind wichtige Grundlagen für ihr gesamtes Leben, ihre Bildungs- und Erwerbsbiografie und für ein gelingendes Zusammenleben in unserer Gesellschaft.
Jedoch stehen das Wohlbefinden und der Schutz von Kindern in Kitas unter Druck. Aktuelle Studien zeigen, dass verletzendes Verhalten und auch Kindeswohlgefährdungen in Kitas keine Einzelfälle sind: Verschiedene Ursachen, darunter unzureichende Rahmenbedingungen, erschweren vielerorts eine professionelle pädagogische Praxis. Damit verbunden ist eine Überlastung der pädagogischen Fachkräfte und die Herausforderung, Kinder so zu begleiten, zu schützen und zu fördern, wie es ihren Rechten entspricht.
Gelingendes Aufwachsen in Kitas braucht nachhaltige, abgestimmte und mutige Schritte auf allen Ebenen.
Von der Praxis über Träger und Verwaltung bis hin zur Politik auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene – jede Ebene ist an der Gestaltung von Handlungsspielräumen beteiligt. Daher ist es wichtig, miteinander ins Gespräch zu kommen, Handlungsmöglichkeiten zu identifizieren, Verantwortung gemeinsam zu denken und Veränderung anzustoßen.
Mit unserem Fachtag laden wir Sie dazu ein, genau das zu tun.
Diskussionsgrundlage bieten die aktuellen empirischen Erkenntnisse aus den Projekten
- „Arbeitsbedingungen und verletzendes Verhalten im Alltag der Sozialen Arbeit (AVASA)“ (Alsago, Buballa, Meyer),
- „Verletzendes Verhalten in Kitas“ (Boll, Remsperger-Kehm) und
- „Psychosoziale Belastung und Kinderschutz in der KiTa – Fachkräfte schauen hin!“ (Bock-Famulla, Dobelmann, Lagemann).
Eine Podiumsdiskussion und Workshops eröffnen die Möglichkeit, Herausforderungen zu identifizieren, Perspektiven auszutauschen und konkrete Handlungsbedarfe für Prävention und Intervention zu identifizieren, um auf allen Ebenen an Lösungen weiterzuarbeiten.
Wir wünschen uns einen partizipativen Dialog, der professionelles und verantwortungsvolles Handeln stärkt, ein kompetentes System, das gemeinsam Verantwortung übernimmt und Veränderungen von innen heraus gestaltet.
Wir freuen uns, wenn Sie Ihre Perspektive einbringen und diesen Dialog mitgestalten.
Das genaue Programm folgt zeitnah.
Der Teilnahmebeitrag beträgt 10,00€.
Anmelden können Sie sich über die Seite von ver.di unter diesem Link: KoMaSys WEB-Anmeldung - Anmeldedaten
Herzliche Grüße
Elke Alsago, Kathrin Bock-Famulla, Astrid Boll, Wiebke Buballa, Noemi Dobelmann, Marina Lagemann, Nikolaus Meyer & Regina Remsperger-Kehm


