5 aus Papier ausgeschnittene Personen in unterschiedlichen Farben stehen in einer Reihe und halten sich an den Händen, sie stehen auf lose verteilten Holzpuzzleteilen, zwei menschliche Hände sind im Hintegrund zu sehen

Fachtag "Gemeinsam Verantwortung tragen – Wohlbefinden und Schutz von Kindern in Kitas sichern"

Praxis, Verwaltung, Wissenschaft und Politik im Dialog

Donnerstag, den 25. Juni 2026
10:00 Uhr bis 16:00 Uhr (Ankommen ab 9:30 Uhr)
Veranstaltungszentrum Rotation (Goseriede 10, 30159 Hannover)

Ansprechpartnerinnen

Foto Kathrin Bock-Famulla
Kathrin Bock-Famulla
Senior Expert Frühkindliche Bildung, Educational Governance und Bildungsfinanzierung
Foto Noemi Dobelmann
Noemi Dobelmann
Project Manager

Content

Die Rechte und Bedürfnisse von Kindern auf Schutz, Beteiligung und Förderung in Kitas werden dann verwirklicht, wenn die Kinder

  • die Einrichtungen als sicheren Lebens-, Lern – und Schutzraum erleben,
  • dort in verlässlichen Beziehungen Selbstvertrauen entwickeln, sich als wirksam und anerkannt erfahren,
  • Freude am Lernen entfalten können, 
  • in der Gemeinschaft Empathie, Rücksichtnahme und Solidarität erleben,
  • gemeinsame Werte entwickeln und in demokratischen Strukturen zum Leben erwecken. 

Das sind wichtige Grundlagen für ihr gesamtes Leben, ihre Bildungs- und Erwerbsbiografie und für ein gelingendes Zusammenleben in unserer Gesellschaft.

Jedoch stehen das Wohlbefinden und der Schutz von Kindern in Kitas unter Druck. 

Auch unsere Ergebnisse aus dem Projekt „Psychosoziale Belastung und Kinderschutz in der KiTa – Fachkräfte schauen hin!" gemeinsam mit der Jusuts-Liebig-Universität Gießen zeigen, dass unangemessenes Verhalten gegenüber Kindern keine Einzelfälle darstellt. Damit verbunden ist eine Überlastung der pädagogischen Fachkräfte, ein fehlender Konsens darüber, wo unangemessenes Verhalten beginnt und damit verbundene Teamkonflikte. Teamarbeit im Sinne einer Leitung, die Anliegen ernst nimmt und zeitnah reagiert, einer Fehler-  und Feedbackkultur sowie gelebten Kinderschutzkonzepten ist dabei entscheidend, um diese Situation zu verbessern.

Was wir aus diesen Ergebnissen ableiten können, präsentieren wir neben den aktuellen empirischen Erkenntnisse aus den Projekten „Arbeitsbedingungen und verletzendes Verhalten im Alltag der Sozialen Arbeit (AVASA)“ (Alsago, Buballa, Meyer) und „Verletzendes Verhalten in Kitas“ (Boll, Remsperger-Kehm) auf einem Fachtag von ver.di, den Hochschulen Fulda und Rhein-Waal sowie dem dem Institut für Beziehungs- und Veränderungscoaching im Kinderschutz. 

Anhand der gebündelten Erkenntnisse soll ein Dialog auf allen Ebenen - von der Praxis über Träger und Verwaltung bis hin zur Politik auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene - angestoßen werden, um Handlungsmöglichkeiten zu identifizieren, Verantwortung gemeinsam zu denken und Veränderung anzustoßen.

Wir freuen uns, mit Ihnen in die Diskussion zu kommen!

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