In der öffentlichen Debatte rückt das Thema Nachhaltigkeit derzeit in den Hintergrund. Das wirkt sich auch auf die Haltung der Unternehmen aus. Bei 59 Prozent der Unternehmen aus Real- und Finanzwirtschaft verliert Nachhaltigkeit intern an Priorität. Im Vorjahr gaben dies nur rund 14 Prozent der Unternehmen an. Vor allem Großunternehmen und größere Mittelständler spüren die Debatten stark. Die abnehmende Dynamik zeigt sich auch in der Stagnation der Verantwortung für das Thema auf Vorstands- und Geschäftsführungsebene, hier gab es keine Veränderung zum Vorjahr. Auch der Anteil der Unternehmen, die dies "in Planung" haben, geht um sieben Prozentpunkte zurück.
Die stärksten Treiber der Nachhaltigkeitstransformation sind "zukünftige Arbeitnehmer:innen" sowie "die Geschäftsführung", gefolgt von der "Jungen Generation" und "Wettbewerbern". Auffallend ist, dass nahezu alle potenziellen Treiber in ihrer Intensität teilweise stark sinken (Arbeitnehmer:innen: -12 Prozentpunkte, Geschäftsführung: -7 Prozentpunkte). Besonders stark verändert hat sich aus Unternehmenssicht die Relevanz der Politik für den Transformationsprozess. In den vergangenen Jahren hatten die Unternehmen sie noch als wichtigen Treiber wahrgenommen. Im STM 2026 sinkt deren Bedeutung als Treiber erheblich um 31 Prozentpunkte. Gleichzeitig werden unsichere politische und regulatorische Rahmenbedingungen jetzt stärker als Hemmnis für die Transformation empfunden (+30 Prozentpunkte).


