Wie geht's weiter mit der sogenannten Europäischen Nachbarschaftspolitik der EU? Darüber sprachen wir am 14. Juli in Berlin mit Sven Mikser und Carmelo Abela, den Außenministern Estlands und Maltas, und weiteren Experten aus Politik und Zivilgesellschaft.
Mit der 2004 gestarteten Europäischen Nachbarschaftspolitik sollen die EU-Anrainer im Süden und Osten dabei unterstützt werden, Stabilität, Sicherheit und Wohlstand zu schaffen. Doch diese Herausforderung wirkt so groß und vielfältig wie das offizielle Grenzgebiet der Europäischen Union selbst: Es reicht von der Ukraine über Syrien bis nach Libyen und Marokko und entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem Feld von Krisen und Konflikten.
So muss die EU mit Bürgerkriegen wie in der Ost-Ukraine, instabilen Staaten wie Libyen oder Migrationsbewegungen aus dem Nahen Osten und Nordafrika umgehen. Erschwerend kommt hinzu, dass Russland und die sich als Schutzmächte der sunnitischen und schiitischen Muslime verstehenden Iran und Saudi-Arabien im europäischen Grenzgebiet eine wichtige Rolle spielen. Instabilität in der Nachbarschaft wirkt unmittelbar auf die EU zurück – das merken wir tagtäglich.


