Zwei Kinder sehen sich durch eine Papprolle an.
© Frank Springer

Kinderperspektiven: Achtung Kinderperspektiven! Mit Kindern KiTa-Qualität entwickeln

Was ist Kindern in der KiTa wichtig? Was wünschen sie sich und was brauchen sie, um sich dort wohl und sicher zu fühlen und sich bilden zu können? Einen Überblick über die Antworten zu diesen Fragen geben das Plakat „Achtung Kinderperspektiven! Mit Kindern KiTa-Qualität entwickeln“ sowie die Handreichung und die Begleitbroschüre zum Plakat.

Kinder haben ein Recht darauf, gesehen, gehört und gefragt zu werden. Sie haben ein Recht auf Beachtung und auf Achtung ihrer Menschenrechte und ein Recht „auf den heutigen Tag“ (J. Korczak). Kinder gestalten die Welt und die Interaktionen mit Erwachsenen und anderen Kindern aktiv mit. Unsere Aufgabe ist es, die verschiedenen Ausdrucksformen der Kinder aufmerksam wahrzunehmen, ihre Perspektiven zu verstehen, sie gegebenenfalls zu ‚übersetzen‘ und Kinder systematisch an der Entwicklung von Lebens- und KiTa-Qualität zu beteiligen. In dem Projekt „Kinder als Akteure der Qualitätsentwicklung in KiTas“ konnten knapp 200 Kinder aus verschiedenen KiTas in Deutschland mit Hilfe verschiedener Methoden ausdrücken, was für sie eine ‚gute‘ KiTa ausmacht. Das Projekt wurde von der Bertelsmann Stiftung in Auftrag gegeben und vom Institut für Demokratische Entwicklung und Soziale Integration durchgeführt.

Auf dem Plakat „Achtung Kinderperspektiven! Mit Kindern KiTa-Qualität entwickeln“ sind 23 Qualitätsdimensionen für eine KiTa aus der Perspektive von vier- bis sechsjährigen Kindern visualisiert, welche wiederum zu sieben Qualitätsbereichen zusammengefasst wurden. In der dazugehörigen Begleitbroschüre können Sie zudem nachlesen, was sich konkret hinter den Qualitätsdimensionen verbirgt: Was heißt es, wenn Kinder sich „Geheime Orte“ wünschen? Inwiefern wollen Kinder sich mit existenziellen Themen beschäftigen? Was ist unter „Non-Konformität und Spielen mit Normalität“ zu verstehen?

Die 23 Qualitätsdimensionen laden Sie dazu ein, für sich allein, aber vor allem auch gemeinsam mit allen Akteur*innen der KiTa darüber nachzudenken und zu diskutieren, welchen Stellenwert die jeweilige Qualitätsdimension aus Kindersicht in Ihrer KiTa bereits einnimmt. Gibt es aus Ihrer Sicht Veränderungsbedarf, und wenn ja, wie lässt er sich beschreiben? Was dies für die konkrete Gestaltung der pädagogischen Praxis bedeutet, liegt in Ihrer Verantwortung. KiTa-Qualität kann aber nur im Dialog, in einem die Perspektiven verschiedener Akteure einbeziehenden Format entwickelt werden, an dem – neben den Kindern – der Träger, die Leitung, die Pädagog*innen und die Eltern beteiligt sind.

Neben dem Plakat und der Broschüre, die die bereits erforschten Kinderperspektiven abbilden, können KiTa-Teams sich mit einem Methodenschatz selbst einen verstehenden Zugang zu den Perspektiven und Relevanzen der Kinder in ihren KiTas erarbeiten. Bei dem „Methodenschatz – mit Kindern KiTa-Qualität entwickeln“ (ab Ende 2019 unter http://www.achtung-kinderperspektiven.de/ bestellbar) handelt es sich um eine Sammlung vielfältiger und mit pädagogischen Fachkräften erprobter Methoden, um die Kinderperspektiven in einer KiTa aktiv selbst zu erheben, auszuwerten und zu dokumentieren. Diese methodischen Werkzeuge werden ergänzt durch Hinweise zu verschiedenen Dokumentationsmethoden sowie Reflexionsfragen zu den 23 Qualitätsdimensionen. So können den Kindern Möglichkeiten eröffnet werden, zu äußern, was für sie eine ‚gute‘ KiTa ausmacht.

Plakat: Achtung Kinderperspektiven! Mit Kindern KiTa-Qualität entwickeln

Handreichung: Achtung Kinderperspektiven! Mit Kindern KiTa-Qualität entwickeln

Begleitbroschüre: Achtung Kinderperspektiven! Mit Kindern KiTa-Qualität entwickeln

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