Personalmangel in Potsdams KiTas

In den Potsdamer KiTas finden mehr als drei Viertel aller Kinder im Alter von unter drei Jahren keine Betreuung, die den gesetzlichen Rahmenbedingungen entspricht. Das geht aus einer repräsentativen Studie der Bertelsmann Stiftung hervor, die heute veröffentlicht wird.

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Anette Stein
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Kathrin Bock-Famulla
Senior Expert Frühkindliche Bildung, Educational Governance und Bildungsfinanzierung

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Das Missverhältnis ergibt sich daraus, dass die Mehrzahl der Kinder deutlich länger in der KiTa bleibt als vom Gesetzgeber einkalkuliert. Das zeigt die repräsentative Studie der Bertelsmann Stiftung, die im Rahmen eines Modellprojektes in Brandenburg durchgeführt wurde und heute veröffentlicht wird. Demnach ist in Potsdamer KiTas im Durchschnitt eine vollzeitbeschäftigte Erzieherin für 7,2 Kinder unter drei Jahren zuständig. Das brandenburgische KiTa-Gesetz schreibt aber einen Personalschlüssel von eins zu sechs vor.

Für Potsdam und auch für Brandenburg insgesamt gilt: Der Ausbau der KiTa-Plätze ist weit vorangeschritten. Allerdings müssen Land und Kommunen die Finanzierungsbedingungen für die KiTas so schnell wie möglich so verändern, dass auch bei längeren Betreuungszeiten die gesetzlichen Personalschlüssel eingehalten werden können.

Anette Stein, Programmdirektorin der Bertelsmann Stiftung.