Innenstadt Musterdatenkatalog

Erfolgreicher Transfer des Musterdatenkatalogs für Kommunen zu GovData

Die Bertelsmann Stiftung übergibt den kommunalen Musterdatenkatalog für Open Data an die FITKO. Damit wird der Katalog künftig direkt im Umfeld des nationalen Open-Data-Portals GovData weitergeführt. Der Musterdatenkatalog verschafft einen Überblick darüber, welche offenen Daten von Kommunen in Deutschland bereitgestellt werden. 

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Mario Wiedemann
Senior Project Manager

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Die aktuelle Version des kommunalen Musterdatenkatalogs umfasst rund 36.000 offene Datensätze aus über 500 Kommunen in Deutschland. Mit dieser Menge an Datensätzen lassen sich unterschiedliche Erkenntnisse gewinnen: Zu welchen Themen veröffentlichen Kommunen die meisten offenen Daten? Welche Regionen in Deutschland sind im Katalog besonders häufig vertreten? Zu welchen Themen könnten Kommunen, die bisher noch wenig Erfahrung mit Open Data haben, Daten veröffentlichen?

Mario Wiedemann, Leiter des Projekts Daten für die Gesellschaft in der Bertelsmann Stiftung, betont: “Der Musterdatenkatalog dient nicht nur als Übersicht, sondern auch als Instrument für strategische Entscheidungen im kommunalen Open-Data-Bereich. Kommunen können ihre Open-Data-Angebote besser einordnen, Potenziale erkennen und sich mit anderen Kommunen vergleichen.”

"Inspiration für Neulinge - Benchmark für alle"

Der Musterdatenkatalog unterstützte Kommunen in den vergangenen Jahren bei verschiedenen Vorhaben rund um Open Data. Die Open Data Informationsstelle der Stadt Berlin beispielsweise hat den Katalog als Grundlage für eine Liste der 100 relevantesten offenen Datensätzefür die Berliner Stadtgesellschaft genutzt. Dazu wurde eine frühere Version des Musterdatenkatalogs mit rund 300 Musterdatensätzen anhand diverser Kriterien auf 100 Datensätze verdichtet. 

Thomas Tursics, Leiter von GovData bei der FITKO, bestätigt die Wirkung: “Der Musterdatenkatalog ist Inspiration für Neulinge, Kompass für Profis und Benchmark für alle: Er macht Potenziale sichtbar und ermöglicht den direkten Vergleich, damit Städte und Gemeinden voneinander lernen und noch besser werden können.”

Zahlreiche Informationsangebote zu Open Data weisen im Internet auf den Musterdatenkatalog hin. Außerdem wird er von GovData in seinen Erläuterungen zum Metadatenstandard DCAT-AP.de Kommunen zur Nutzung empfohlen. Gerade kleinere Kommunen erhalten eine Orientierung, welche Datensätze mit vertretbarem Aufwand veröffentlicht werden können.

Der Transfer von der Bertelsmann Stiftung zu GovData eröffnet nun die Möglichkeit, den Katalog noch strukturierter ins deutsche Open-Data-Ökosystem der Verwaltung einzubauen, da GovData hier einer der zentralen Akteure ist. 

Der Leiter des Produktmanagements bei der FITKO, Stephan Bartholmei, erklärt die Motivation zur Übernahme: “Die FITKO rückt noch näher an die kommunale Basis. Der Musterdatenkatalog ist kein theoretisches Konzept, sondern ein Werkzeug aus der Praxis für die Praxis. Unser Ziel ist es, die Hürden für Open Data so tief wie möglich zu hängen, damit jede Kommune – egal welcher Größe – ihre Verwaltungsdaten öffnen kann.”

Die Entwicklung des Musterdatenkatalogs

Der Musterdatenkatalog für Open Data wurde 2019 von der Bertelsmann Stiftung und GovData zunächst als Prototyp veröffentlicht. Dieser bildete die Grundlage für die anschließende Entwicklung eines Katalogs für Kommunen aus Nordrhein-Westfalen durch die Projektpartner:innen Bertelsmann Stiftung, GovData, KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung und Open Knowledge Foundation Deutschland. Im Jahr 2021 folgte eine bundesweite Version mit zunächst rund 120 Kommunen.

Der Musterdatenkatalog für Open Data aus Kommunen wird zweimal im Jahr aktualisiert. In der aktuellen Version 6 wurden offene Daten aus Kommunen berücksichtigt, die bis zum Juni 2025 über govdata.de auffindbar waren. Daten, die nach diesem Stichtag veröffentlicht wurden, werden nach einer weiteren Aktualisierung Eingang in den Katalog finden.

Der Musterdatenkatalog wird unter musterdatenkatalog.de abrufbar sein. Über ein Datentool auf der Webseite ist es möglich, sich die vorhandenen offenen Datensätze von ausgewählten Kommunen anzeigen zu lassen sowie das noch vorhandene Potenzial an offenen Daten. 

Mit dem Transfer zur FITKO und GovData wird der Musterdatenkatalog künftig noch stärker zur Orientierung und Weiterentwicklung kommunaler Open-Data-Angebote in Deutschland beitragen.