Kinder

Aufwachsen in Wohlbefinden

Alle Kinder haben ein Recht darauf, gut und gesund aufzuwachsen, zu lernen, ihren Interessen nachzugehen, mitreden und mitentscheiden zu dürfen. 

Doch für viele Kinder in Deutschland – besonders in sozial benachteiligten Lebenslagen – sind gute Bildungs- und Teilhabechancen, Selbstwirksamkeit und echte Mitsprache noch immer nicht selbstverständlich. 

Unterstützung kommt zu oft nicht dort an, wo sie gebraucht wird, Zuständigkeiten greifen nicht ineinander und die Perspektiven von Kindern werden zu selten systematisch gehört. Genau hier setzt das Projekt Aufwachsen in Wohlbefinden an, indem es folgende Themen bearbeitet.

Foto Antje Funcke
Antje Funcke
Senior Expert Familie und Bildung
Foto Sarah Menne
Sarah Menne
Senior Project Manager
Foto Simone Aistermann
Simone Aistermann
Project Manager
Foto Lena Budach
Lena Budach
Project Manager
Foto Ruth Kordtomeikel-Hiller
Ruth Kordtomeikel-Hiller
Project Assistant
Foto Stephanie Swinburne
Stephanie Swinburne
Project Assistant

Inhalt

Bildungs- und Teilhabepaket

Das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) soll dazu dienen, dass Kinder in Familien mit geringem Einkommen Zugang zu Bildung und Freizeit erhalten – etwa durch kostenfreies Mittagessen an Schulen, Geld für Schulmaterialien, Hobbies oder Nachhilfe. Doch diese Leistungen kommen viel zu selten an – viele Familien kennen sie nicht oder ihnen ist der bürokratische Aufwand bei der Beantragung zu hoch. Zudem sind die Leistungen nicht ausreichend empirisch fundiert, so dass sie die tatsächlichen Bedarfe für Bildung und Teilhabe von Kindern nicht decken. 

Gemeinsam mit Expert:innen aus Kommunen, Verwaltung, Startups und Wissenschaft entwickeln wir praxistaugliche Lösungsvorschläge, die die Inanspruchnahme des BuT steigern. Dabei schließen wir an die Vorschläge der Sozialstaatskommission an.  

Kinderkonferenzen „Zukunftsstimmen: Jetzt sind wir gefragt!“ 

Mit der Skalierung unseres Kinderkonferenzformats „Zukunftsstimmen: Jetzt sind wir gefragt!“ für unter 14-Jährige schaffen wir niedrigschwellige Zugänge zu Beteiligung in Schulen und Kommunen. Kern der Konferenzen ist ein Peer-to-Peer-Ansatz: Jugendliche moderieren die Konferenzen und erarbeiten in vertrauensvollen, an der Lebenswelt der teilnehmenden Kinder anknüpfenden Workshops ihre Bedarfe, Sorgen und Forderungen. Diese können die Kinder am Ende der Konferenz direkt an Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung und Schule adressieren. 

Entscheidungsträger:innen können durch die Konferenzen konkrete Einblicke in die Lebensrealitäten von Kindern vor Ort gewinnen und Impulse für ihr Handeln mitnehmen. Kinder erleben, dass ihre Stimmen gehört werden. Damit die Umsetzung der Ideen der Kinder vor Ort nachverfolgt werden kann, werden die Ergebnisse der Konferenzen transparent in einem Dashboard festgehalten. 

Mentoring

Mentoringprogramme unterstützen Kinder aus benachteiligten Lebenslagen wirksam, indem sie ihnen Erfahrungs- und Teilhabespielräume eröffnen. Zivilgesellschaft und Unternehmen vor Ort können so dazu beitragen, dass Kinder gut aufwachsen können. Wir wollen dazu beitragen, dass Mentoring mehr Kinder erreicht.

Soziale Orte für Kinder

Kinder brauchen in ihrem unmittelbaren Umfeld Orte der Begegnung, die ihnen Entfaltungs- und Erfahrungsräume außerhalb von Bildungsinstitutionen eröffnen. Diese Orte tragen maßgeblich zu ihrer Persönlichkeitsentwicklung bei. Sie sind Orte gelebter Werte und Demokratie. Wir wollen gute Beispiele sozialer Orte für Kinder in Deutschland und international aufzeigen und ihre Verbreitung fördern. 

Fazit

Insgesamt verbindet das Projekt Aufwachsen in Wohlbefinden Daten, Praxis und Beteiligung zu einem Ansatz, der nicht nur Probleme beschreibt, sondern Veränderungen anstößt – in Kommunen und Schulen, im Zusammenspiel von Ländern und Bund sowie gemeinsam mit Zivilgesellschaft und Fachpraxis unter aktiver Beteiligung von Kindern und Jugendlichen.