BuT

Bildungs- und Teilhabepaket

Ansprechpartner

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Antje Funcke
Senior Expert Familie und Bildung
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Sarah Menne
Senior Project Manager
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Ruth Kordtomeikel-Hiller
Project Assistant

Inhalt

Das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) soll Kindern und Jugendlichen aus Familien mit geringem Einkommen faire Chancen auf Bildung und Teilhabe eröffnen. In der Praxis bleibt dieses Ziel jedoch häufig unerreicht: Zugangshürden und viel Bürokratie verhindern die Inanspruchnahme.

Das Bildungs- und Teilhabepaket: 15 Jahre viel Bürokratie bei wenig Teilhabe

Das 2011 eingeführte BuT soll Kinder und Jugendliche aus Familien, die Grundsicherungsleistungen nach dem SGB II, Wohngeld, Kinderzuschlag oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen bei Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe unterstützen. Es umfasst 

  • das kostenlose Mittagessen in Kitas, Kindertagespflege und Schulen, 

  • das Schulstarterpaket, 

  • die Übernahme von Kosten für Ausflüge und Klassenfahrten, 

  • die Schulbeförderung,  

  • Lernförderung sowie 

  • einen monatlichen Betrag (15 Euro) für die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben.  

Trotz dieses wichtigen Anspruchs erreicht das BuT viele Berechtigte bis heute nicht. Die Inanspruchnahme ist nach wie vor gering – wirklich gute Daten dazu fehlen allerdings. Zuständigkeiten und Verfahren sind über verschiedene Rechtskreise und Behörden zersplittert, kommunale Anträge und Verwaltungsverfahren unterscheiden sich stark. Und schließlich ist das BuT nicht empirisch unterfüttert, so dass die Leistungen die tatsächlichen Bedarfe von Kindern und Jugendlichen oft nicht verlässlich abdecken. 

Verbesserungen des BuT sind dringend notwendig

Wir setzen uns deshalb für eine Reform des BuT ein, die Leistungen einfacher zugänglich, bedarfsgerechter und wirksamer macht. Ziel ist es, den Non-Take-Up deutlich zu senken, Bildungs- und Teilhabechancen bundesweit gerechter zu gestalten und die Verwaltung durch klare, einheitlichere und digitaltaugliche Verfahren zu entlasten. Die Empfehlungen der Sozialstaatskommission eröffnen dafür ein wichtiges Gelegenheitsfenster.  

Mit einer Workshopreihe mit Expert:innen aus Kommunen, Verwaltung, Startups und Wissenschaft entwickeln wir konkrete, praxistaugliche Reformimpulse, die politische Entscheidungsträger:innen und Ministerien bei einer wirksamen Weiterentwicklung des BuT unterstützen sollen. Zudem plädieren wir für eine bessere Datengrundlage, für eine bedarfsgerechte Ausgestaltung sowie für eine wirksame Steuerung und Weiterentwicklung des BuT.