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Demokratie bedeutet stetige Anpassung

Demokratie bedeutet stetige Anpassung an neue Herausforderungen und kontinuierlichen Wandel. Wie wirkt sich der enorme Zuwachs an Bürgerbeteiligung auf das repräsentative demokratische System aus? Warum gehen bestimmte Bevölkerungsgruppen immer weniger zur Wahl? Wie kann Generationengerechtigkeit gestärkt werden? Wir suchen Antworten auf diese und verwandte Fragen.

Ansprechpartner

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Dr. Robert Vehrkamp
Senior Advisor
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Christina Tillmann
Director

Projektteam

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Gaelle Beckmann
Program Assistant
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Lars Bischoff
Project Manager
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Sandra Stratos
Project Assistant

Gemeinsam mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) stellt die Bertelsmann Stiftung die deutsche Demokratie auf den Prüfstand.
Zur systematischen Identifizierung der demokratiepolitischen Reform- und Anpassungsbedarfe wird ein kontinuierliches Monitoring der Demokratie durchgeführt. Ziel ist die Erarbeitung eines inhaltlich differenzierten und methodisch innovativen Stärken- und Schwächenprofils der Demokratie in Deutschland. Der Demokratiemonitor untersucht dabei systematisch alle relevanten Bereiche, Institutionen und Handlungsfelder unserer Demokratie, bspw. Regierung, Parlamente, Parteien, Medien und Zivilgesellschaft, misst ihre Qualität und identifiziert Anpassungsbedarfe.

Für die Stärken-Schwächenanalyse wird mit der Durchführung eines umfangreichen Bürgerpanels eine neue empirische Grundlage geschaffen. Die Legitimitätszuschreibungen der Bürgerinnen und Bürger, als ein definierendes Merkmal der Demokratiequalität, fließt gemeinsam mit den Erkenntnissen einer umfassenden quantitativen Indikatorenanalyse in die Gesamtbewertung der Demokratiequalität in Deutschland ein. Das Projekt wird aktuell als „Monitoring der Demokratie“ weitergeführt.

Informationen und Publikationen zu unseren Themen Zeitgemäß wählen, Gespaltene Demokratie und Vielfältige Demokratie erhalten sie hier:

Zeitgemäß wählen:  Wege zur Steigerung der Wahlbeteiligung
Die große Mehrheit der Nichtwähler (59 Prozent) schließt eine Wahlteilnahme nicht per se aus und bleibt ansprechbar und mobilisierbar. Dazu bedarf es aber einer konzertierten Anstrengung und Strategie aller demokratischen Kräfte. Entlang der Kernfragen wer wählt, wie und nach welchen Regeln wir wählen, skizzieren wir Vorschläge, die helfen könnten, die Wahlbeteiligung wieder zu steigern.

Gespaltene Demokratie: Soziale Spaltung der Wahlbeteiligung
Zeichen wachsender Frustration, staatsbürgerlicher Protest oder lediglich Normalität einer gefestigten Demokratie? Hinter der tagespolitisch geprägten Debatte bleibt oft die strukturelle Dimension verborgen: Vor allem Angehörige sozial benachteiligter und bildungsferner Schichten ziehen sich übermäßig aus dem Politischen zurück.

Vielfältige Demokratie: Partizipation im Wandel
Es gilt herauszufinden, wie sich Bürgerbeteiligung auf unsere Demokratie auswirkt. Dabei werden sowohl direktdemokratische als auch dialogorientierte Verfahren untersucht. In umfangreichen Analysen unter Einbeziehung von Bürgern und politischen Eliten wird dieser Frage nachgegangen.