Schwerpunt der Session: Strategie/ Workshop, Datenaufbereitung, KI / ML, Coding / Prototyping
Die technische Plattform steht (www.mittendrin.in). Die größte Herausforderung besteht heute nicht mehr im Aufbau neuer Funktionen, sondern darin, bereits vorhandene Informationen möglichst einfach und skalierbar in die Plattform zu übernehmen. Viele Angebote existieren bereits – beispielsweise auf Webseiten, in kommunalen Veranstaltungskalendern, Excel-Dateien, PDFs, Flyern oder Plakaten. Gleichzeitig verfügen viele Anbieter nur über begrenzte personelle Ressourcen, um dieselben Informationen zusätzlich manuell in unsere Plattform einzupflegen. Wir suchen deshalb nach einem möglichst universellen Workflow, mit dem Daten aus unterschiedlichen externen Datenquellen automatisiert oder teilautomatisiert erfasst, strukturiert, redaktionell geprüft und anschließend in mittendrin.in übernommen werden können. Dabei denken wir nicht nur an bestehende digitale Datenquellen wie Webseiten, Veranstaltungskalender oder Excel-Dateien. Ebenso spannend erscheint uns die Frage, wie auch engagierte Bürgerinnen und Bürger unkompliziert dazu beitragen können, gute Angebote sichtbar zu machen – beispielsweise durch das Hochladen eines Flyers, einer PDF, eines Fotos oder eines Links, aus denen relevante Informationen möglichst automatisiert übernommen werden. Ebenso interessiert uns, wie Daten langfristig zwischen mittendrin.in und externen Datenquellen möglichst einfach, nachhaltig und aktuell ausgetauscht bzw. synchronisiert werden können.
Was ist das Ziel eurer Forschung?
Wir möchten einen skalierbaren und ressourcenschonenden Workflow entwickeln, mit dem bereits vorhandene Informationen aus unterschiedlichsten Quellen (z. B. Webseiten, Veranstaltungskalendern, Excel-Dateien, Flyern oder PDFs) möglichst einfach in strukturierte Daten für mittendrin.in überführt werden können. Dabei interessieren uns insbesondere das Zusammenspiel von KI-gestützter Datenaufbereitung, Datenmapping, redaktioneller Qualitätssicherung sowie der nachhaltige Austausch und die Synchronisierung von Daten mit externen Quellen.
Was ist das gesellschaftliche Problem, was ihr mit eurem Projekt bearbeitet?
In Brandenburg existieren bereits unzählige wertvolle Angebote für ältere Menschen. Sie bleiben jedoch häufig schwer auffindbar, weil Informationen dezentral auf viele Webseiten, Flyer, Veranstaltungskalender oder Broschüren verteilt sind. Gleichzeitig verfügen viele Kommunen, Vereine und Initiativen nicht über die personellen Ressourcen, dieselben Informationen mehrfach zu pflegen. Dadurch bleiben bestehende Angebote oft unsichtbar, obwohl sie längst vorhanden sind und dringend gebraucht werden. Wir möchten bestehendes Wissen über soziale Angebote sichtbar machen, statt immer neue Daten zu erzeugen.
Was ist die Wirkung, die ihr erreichen wollt?
Wir möchten erreichen, dass bestehende Informationen künftig einfacher, schneller und nachhaltiger dort sichtbar werden, wo ältere Menschen nach Angeboten suchen. Dadurch sollen mehr Menschen passende Angebote finden, mehr Organisationen sichtbar werden und soziale Teilhabe, Selbstwirksamkeit und digitale Chancengleichheit gestärkt werden. Langfristig möchten wir eine nachhaltige digitale Infrastruktur schaffen, die bestehende regionale Angebote bündelt, Doppelstrukturen vermeidet und perspektivisch auch auf weitere Regionen übertragbar ist. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen – insbesondere zu Ziel 10 „Weniger Ungleichheiten“ – indem es den Zugang zu Informationen und gesellschaftlicher Teilhabe verbessert.
Was versprecht ihr euch von der Diskussion mit den Volunteers beim DatenDialog?
Wir wünschen uns neue Perspektiven auf unsere Datenherausforderung sowie konkrete Ideen für skalierbare Workflows zur Erfassung, Aufbereitung, Prüfung und Synchronisierung von Daten. Besonders interessieren uns Ansätze, wie KI-gestützte Verfahren, strukturierte Importprozesse und redaktionelle Qualitätskontrolle sinnvoll kombiniert werden können, um bestehende Informationen aus unterschiedlichsten Quellen möglichst ressourcenschonend nutzbar zu machen. Idealerweise entstehen erste konzeptionelle Workflows oder Prototypen, die zeigen, wie Informationen aus Webseiten, Veranstaltungskalendern, Excel-Dateien, Flyern oder PDFs sowie perspektivisch auch von engagierten Bürgerinnen und Bürgern mit möglichst geringem Aufwand in unsere Plattform übernommen und dauerhaft aktuell gehalten werden können. Wir hoffen, dadurch einen wichtigen Schritt hin zu einer digitalen Infrastruktur zu machen, die bestehendes Wissen über soziale Angebote gemeinschaftlich sichtbar macht und langfristig mehr Teilhabe ermöglicht.