Zwei ineinander greifende Zahnräder in Nahaufnahme.

Gemeinsam für die Gesellschaft

Soziale Innovationen lassen sich besonders wirkungsvoll realisieren, wenn die Expertise aus den unterschiedlichsten Bereichen eingebracht wird. Das Beispiel von BASF und der Initiative "Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar" zeigt, wie eine Kooperation zwischen Unternehmen, Politik und Wissenschaft zu einem Erfolgsmodell für regionale Entwicklung werden kann.

Foto Jakob Christof Kunzlmann
Jakob Christof Kunzlmann
Project Manager

Die Gesellschaft befindet sich in ständigem Wandel – und der vollzieht sich nicht zuletzt durch Megatrends wie Globalisierung, Digitalisierung und Mobilität immer schneller. Unternehmen als Teil der Gesellschaft können diese mitgestalten, ihre Expertise einbringen und gesellschaftlichen Fortschritt fördern.

Veränderungen aktiv angehen

Insbesondere die Veränderungen, von denen sie selbst unmittelbar betroffen sind, sollten Unternehmen mitgestalten, so Prof. René Schmidpeter von der Cologne Business School in einem Interview, das in Vorbereitung des diesjährigen Reinhard Mohn Preises geführt wurde. Denn wenn sich Unternehmen in gesellschaftliche Innovationsprozesse einbringen – sozial innovativ tätig werden –kann darüber ein Mehrwert sowohl für das Unternehmen als auch für die Gesellschaft erzielt werden. Dies kann in verschiedensten Themenfeldern geschehen: demographischer Wandel, internationale Wertschöpfungsketten, Digitalisierung oder regionale Entwicklung.

Gute Unternehmer blicken über ihren Tellerrand hinaus

Innovativ und in Kooperation mit Partnern und Stakeholdern – so agieren verantwortliche Unternehmer heute. Im Blick haben sie dabei die gemeinsame Suche nach besseren Lösungen, die auch wirtschaftlich umsetzbar sind. Ein guter Unternehmer sieht also nicht nur das eigene Unternehmen, sondern darüber hinaus auch die großen gesellschaftlichen Herausforderungen.

BASF gibt den entscheidenden Anstoß

Wie eine erfolgreiche Kooperation in der Praxis aussehen kann, zeigt die Rolle von BASF bei der Initiative "Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar". Motivation des damaligen BASF-Vorstandes Eggert Voscherau war es, die Region zu einem attraktiven Standort für Fach- und Führungskräfte zu entwickeln. In Zusammenarbeit mit führenden Persönlichkeiten aus Politik und Wissenschaft sowie weiteren Unternehmen wurden 2003 wichtige gemeinsame Ziele, wie zum Beispiel eine gestärkte Wettbewerbsfähigkeit, erhöhte Internationalität, exzellente Bildungseinrichtungen und eine leistungsfähige Verwaltung festgelegt.

Modell der kooperativen Regionalentwicklung: ein voller Erfolg

Darauf aufbauend wurde bereits 2005 die Zukunftsinitiative als "Europäische Metropolregion" ausgezeichnet. Ein neuer Staatsvertrag zwischen Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen stärkt seitdem die Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinweg. Die Koordination der vielseitigen Aktivitäten übernimmt heute die Rhein-Neckar GmbH. Die Stadt- und Landkreise, Unternehmen, Akteure aus Wissenschaft, Kultur und Politik sind auch weiterhin durch institutionalisierte Strukturen an der strategischen Ausrichtung beteiligt.