Bundeskanzler Merz betonte in seiner Rede die Bedeutung des EuroStack als Kernstück der digitalen Strategie Europas. Erfreulich ist, dass diese Idee zunehmend politischen Schwung entfaltet. Zu Beginn dieses Jahres haben wir gemeinsam mit der Stiftung Mercator, CEPS und UCL IIPP einen Bericht veröffentlicht, der den EuroStack als Eckpfeiler europäischer digitaler Souveränität beschreibt. Er zeigt, wie Europa seine technologische Unabhängigkeit durch Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und widerstandsfähige Infrastrukturen stärken kann.
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Gipfel in Berlin bekräftigt Europas Anspruch auf technologische Eigenständigkeit
Vorständin Daniela Schwarzer moderierte auf dem European Digital Sovereignty Summit in Berlin eine hochkarätig besetzte Diskussion mit Präsident Emmanuel Macron, Bundeskanzler Friedrich Merz und Henna Virkkunen, Exekutivvizepräsidentin der Europäischen Kommission für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie, sowie führenden Köpfen der europäischen Technologiebranche.
Inhalt
Der gemeinsam von Deutschland und Frankreich ausgerichtete Gipfel hat die digitale Souveränität fest auf die höchste politische Agenda gesetzt. Europa steht weiterhin vor großen technologischen Abhängigkeiten: Rund 80 Prozent der digitalen Infrastruktur und Dienstleistungen stammen von Anbietern außerhalb Europas. Dies schafft Verwundbarkeiten in kritischen Bereichen, das reicht von künstlicher Intelligenz und Cloud Computing bis zu Halbleitern. Die Herausforderung ist immens und erfordert entschlossenes, koordiniertes Handeln. Die deutsch-französische Zusammenarbeit spielt dabei eine Schlüsselrolle und muss in einem gesamteuropäischen Rahmen verankert werden, um politischen Willen in konkrete technologische Fortschritte zu übersetzen.
Auf dieser Dynamik aufbauend haben wir am Vorabend das European Network for Technological Resilience and Sovereignty mit 17 Partnern ins Leben gerufen. Das Netzwerk soll den europäischen Austausch zu technologischer Resilienz und Souveränität weiter vorantreiben. Wir laden interessierte Institutionen und Expert:innen ein, ihr Interesse an einer Mitgliedschaft zu bekunden. In den kommenden Monaten sind Koordinationsveranstaltungen, Workshops und ein umfassender Statusbericht geplant, um laufende Debatten und Initiativen in Europa zu erfassen und gezielt zu bündeln.


