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8. DatenDialog in Frankfurt/ Main

Der 8. DatenDialog wartete in Frankfurt am Main mit einem Teilnehmerrekord auf. 70 Personen nahmen an dem beliebten Veranstaltungsformat zum Thema Daten teil.

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Inhalt

Der inzwischen 8. DatenDialog hielt wieder zahlreiche spannende Datenherausforderungen aus der Zivilgesellschaft bereit. An den anderthalb Tagen arbeiteten Organisationen gemeinsam mit den CorrelAid Volunteers unter anderem an einem Demokratieindex der Bertelsmann Stiftung, an einer intelligenten Kombination von Park- & Verkehrszeichendaten sowie an einer Web-Anwendung zur Aufarbeitung der Berliner Kolonialgeschichte. Der DatenDialog wird gemeinsam vom Data Science Lab der Bertelsmann Stiftung und CorrelAid e.V. durchgeführt. Zu Beginn stellen ausgewählte Initiativen eine Herausforderung vor, die auf Daten basiert. Anschließend erarbeiten sie gemeinsam mit den Volunteers aus dem CorrelAid-Netzwerk erste Lösungsansätze. Bei der Veranstaltung am 20. und 21. März 2026 brachten sieben Projekte ihre Datenherausforderungen ein. 

Neue Volunteers in Frankfurt am Main

Auch neue Data Volunteers aus dem CorrelAid Netzwerk waren dabei. „Es ist mein allererster Datendialog und ich bin hergekommen, um CorrelAid ein bisschen näher kennenzulernen. Sonst läuft alles nur online ab. Und das ist die Gelegenheit die Leute auch mal vor Ort kennenzulernen“, berichtete Data Volunteer Mareike Böckel, die sich ehrenamtlich in dem Netzwerk engagiert. Unter den Datenherausforderungen waren unter anderem zwei Projekte der Bertelsmann Stiftung. Der Transformationsindex der Bertelsmann Stiftung zeichnet in einem Bericht, der alle zwei Jahre erscheint, ein Bild über die Demokratie auf der Welt. Dabei werden verschiedene Indikatoren wie freie Wahlen, Versammlungsfreiheit, Presse- und Meinungsfreiheit, Gewaltenteilung und Bürgerrechte gemessen. Die 5.500 Seiten Text sollen aber noch besser von den jeweiligen Zielgruppen wie Politiker, Journalisten oder Wissenschaftler genutzt werden. Als neue Ansätze wurden unter anderem herausgearbeitet, dass die User Experience verständlicher, greifbarer uns intuitiver gestaltet werden sollte. Auch die Handlungsempfehlungen für Politik könnten präsenter werden.

Wegweiser Kommune mit Datenherausforderung zu „Working Poor“

Auch das kommunale Datenportal Wegweiser Kommune der Bertelsmann Stiftung bildete eine Datenherausforderung. „Der Wegweiser bietet einen unglaublichen Datenschatz“, berichtete Projektmanager Hendrik Jütte. Seine Gruppe prüfte, inwieweit aus dem Datenportal neue Ansätze zum Phänomen „Working Poor“ (Person ist trotz Erwerbstätigkeit arm oder von Armut bedroht) entwickelt werden können. Die Gesellschaft für Klima und Demokratie brachte zwei Datenherausforderungen ein. Zum einen ging es um kommunale Klimaräte. Ziel war es, eine deutschlandweite Übersicht über Initiativen, deren Namen, Organisationsformen und Arbeitsweisen zu erlangen. In der zweiten Datenherausforderung arbeitete das Team an einer zentralen Plattform, die über das Instrument „Einwohnerantrag“ informiert und Menschen aktiviert, ihre Klimathemen auf die kommunale Agenda zu setzen.

Nahverkehrsgesellschaft zum zweiten Mal dabei

Die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg war zum zweiten Mal mit einer Datenherausforderung dabei. Diesmal stand die intelligente Kombination von Park- & Verkehrszeichendaten im Fokus. Ziel war die Erhebung und Bereitstellung von Daten zu Straßen-Parkplätzen. Der Verein Decolonize Berlin hat die App „We want them back“ entwickelt, mit der Personen nach Vorfahren und dem Standort der Gebeine suchen können. In zwei Sessions prüften die Projektverantwortlichen gemeinsam mit CorrelAid Volunteers, wie die App optimiert werden kann und ob es Wege für eine einfacheres Datenmanagement gibt. Die Initiative „Der Verfassungsfreund“ will Bürgern eine Ersteinschätzung ermöglichen, ob staatliches Handeln grundrechtskonform ist, zum Beispiel im Bereich Glaubens- und Religionsfreiheit. In dieser Datenherausforderung beschäftigten sich die Teilnehmer:innen unter anderem mit der Konzeptionierung der Anwendung und der Recherche nach geeigneten und nutzbaren Quellen.

Netzwerkabend mit neuen und bekannten Gesichtern

Der DatenDialog in Frankfurt dient natürlich auch dazu, neue Kontakte zu knüpfen und bisherige Kontakte auszubauen. Einige der Teilnehmer:innen sind inzwischen zu „Dauerteilnehmer:innen“ geworden, andere waren neu dabei. Deshalb gab es am Vorabend einen Netzwerkabend. Die Projekte stellten sich kurz vor und anschließend folgte das SpeedDialog-Format, bei dem die Teilnehmer:innen in mehreren Runden zusammengewürfelt wurden und sich kennenlernten.

Wir danken allen CorrelAid Volunteers für ihre Teilnahme und dem CorrelAid e.V. für die fruchtbare Kooperation.

Veranstaltungsfilm

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