Gruppenbild Eurochild Conference

Eurochild Conference 2026 - Kinderrechte stärken, europaweit vernetzen

Ansprechpartner:innen

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Lena Budach
Project Manager
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Sarah Menne
Senior Project Manager

Inhalt

Am 16. und 17. Juni 2026 fand auf Zypern die Eurochild Conference statt. Mehr als 160 Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aus 31 Ländern tauschten sich zum Thema „Child Protection Systems“ aus.

Eurochild ist das größte europäische Netzwerk von Organisationen, die mit und für Kinder arbeiten. Im Fokus der diesjährigen Konferenz stand die Frage, wie Kinder trotz wachsender gesellschaftlicher Herausforderungen wie sozialer Ungleichheit, Kinderarmut, politischer Polarisierung sowie Kriegen und Krisen wirksam geschützt werden können. 

Kinderschutz als gemeinsame Verantwortung 

In zahlreichen Vorträgen, Workshops und Diskussionsformaten wurde deutlich, dass wirksame Kinderschutzsysteme nur dann funktionieren, wenn Familien, Politik, Fachkräfte, zivilgesellschaftliche Organisationen und lokale Gemeinschaften gemeinsam Verantwortung übernehmen. Die Teilnehmenden diskutierten, wie Risiken frühzeitig erkannt, Unterstützungsangebote besser koordiniert und an die Bedarfe angepasst sowie Kinderrechte stärker in politischen Entscheidungen berücksichtigt werden können. Dabei wurde deutlich, dass wirksamer Kinderschutz Prävention, Teilhabe und die gemeinsame Verantwortung aller Akteur:innen umfasst – mit dem Ziel, Gesellschaften zu schaffen, in denen Kinder sicher aufwachsen und ihre Potenziale entfalten können.  

Die Konferenz bot damit nicht nur Raum für den europäischen Fachaustausch, sondern setzte zugleich wichtige Impulse für die Weiterentwicklung von Kinderrechten und Beteiligungsstrukturen in Europa. 

Kinder und Jugendliche gestalten die Konferenz mit 

Diese Botschaft spiegelte sich auch im Programm wider: Der European Children’s Council, eine Gruppe von elf Jugendlichen aus verschiedenen europäischen Ländern, gestaltete mehrere Programmpunkte mit und brachte die Perspektiven junger Menschen in die fachlichen Diskussionen ein. Damit unterstrichen die Jugendlichen die Bedeutung echter Beteiligung als Bestandteil wirksamer Kinderschutzsysteme. 

Bertelsmann Stiftung stellt Format der Kinderkonferenzen vor 

Das Team „Aufwachsen in Wohlbefinden“ der Bertelsmann Stiftung war mit dem Workshop „Future Voices: Now it’s our turn! Turning Children’s Voices into Policy Action“ vertreten. Gemeinsam mit Finn Reinhart, einem ehemaligen Mitglied des JugendExpert:innenTeams (JEx-Team), stellte Lena Budach das gemeinsam entwickelte Peer-to-Peer-Konferenzformat vor. Bei einem Gallery Walk setzten sich die Teilnehmenden anhand praktischer Beispiele und Erkenntnissen aus vergangenen Kinder- und Jugendkonferenzen damit auseinander, wie eine wirkungsvolle Beteiligung von Kindern gestaltet und umgesetzt werden kann. Der Workshop zeigte, dass mit geeigneten Methoden und entsprechender Begleitung auch sehr junge Kinder, die z.B. noch die vor Ort gesprochene Sprache lernen, noch nicht lesen oder schreiben können, sowie einen zusätzlichen Unterstützungsbedarf haben, ihre Perspektiven aktiv einbringen können. 

Im Mittelpunkt der Session stand die Frage, wie Kinderstimmen nicht nur gehört, sondern in konkretes politisches Handeln übersetzt werden können. Vorgestellt wurde das aktuelle Skalierungsvorhaben in mehreren Bundesländern. Dazu gehören die systematische Einbindung lokaler Entscheidungsträger:innen in die Kinderkonferenzen sowie die Entwicklung eines Dashboards, das die Empfehlungen der Kinder sichtbar und für relevante Akteur:innen zugänglich machen soll. Das Dashboard wird in den Kommunalatlas integriert. Ziel ist es, die Perspektiven von Kindern dauerhaft in kommunale Entscheidungsprozesse einzubinden und so eine stärker an ihren Bedarfen orientierte Politik zu unterstützen. 

Die Diskussionen bestätigten eine gemeinsame Herausforderung: Während die Beteiligung von Kindern zunehmend in der Praxis verankert ist, erfordert die sinnvolle und wirkungsvolle Einbeziehung jüngerer Kinder häufig speziell auf sie zugeschnittene Methoden und eine entsprechende Begleitung. 

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Ausblick 

Die Ergebnisse der Konferenz und Workshops werden in den diesjährigen Eurochild Flagship Report einfließen. Der Bericht erscheint jährlich und analysiert die Umsetzung von Kinderrechten sowie aktuelle Entwicklungen in den europäischen Ländern.