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Dr. Anke Knopp

, Digital trifft Kommune : Smart City Wien

Den globalen Herausforderungen aktiv vor Ort begegnen - wie das geht, zeigt Wien. 

Wien hat die Nase vorn

Der Begriff "Smart City" ist zu einer festen Größe im Sprachgebrauch geworden, wenn die Zukunft von Kommunen thematisiert wird. Was aber macht eine solche "smarte", also intelligente Stadt aus? Wer dazu Informationen sucht, kommt an Wien nicht vorbei.

Wien ist eine der führenden Städte in Europa und auch weltweit, wenn es um ein digitales Stadtkonzept mit seinen zahlreichen Facetten wie Open Data, Open Government, eine digitale Agenda sowie den Dialog mit den Bürgern der Stadt geht. Längst ist das umfassende digitale Konzept der Stadt zu Smart City so gefragt, dass es in der Lage wäre, der Mozartkugel den Rang abzulaufen. Gerade hat die Digitale Agenda der Stadt den Publikumspreis von Politik.de in Deutschland erhalten.

Die intelligente Stadt

Die Idee

Die Idee geht zurück auf den Wiener Bürgermeister, Dr. Michael Häupl. Er und damit Wien hat sehr früh die Notwendigkeiten erkannt, die globalen Herausforderungen mitzudenken und auf Handlungsmöglichkeiten der Stadt hin zu konkretisieren. Der Wiener Weg als Smart City beruht in einem ersten Schritt auf einem sparsamen Umgang mit Ressourcen, um etwa CO2-Emmissionen und die Abhängigkeiten von knapper werdenden Ressourcen zu reduzieren. Gleichzeitig verfolgt man das Ziel, eine hohe Lebensqualität zu halten und die soziale Teilhabe weiter zu steigern. Das in einer Stadt, die stetig wächst: Derzeit leben rund 1,8 Millionen Menschen in Wien. Wien setzt auf Veränderung durch Innovation und eine aktive Gestaltung.

Die Stadt Wien will auch in den nächsten Jahrzehnten höchste Lebensqualität, optimale Versorgung und Infrastruktur sowie eine ressourceneffiziente Klimapolitik für alle Menschen in der Stadt sicherstellen.
Smart City Wien

Grundlage Rahmenstrategie

Was heißt das konkret für die Stadt? Diese Frage bewegt nicht nur die Wiener, sondern viele Kommunen auch in Deutschland. Deshalb fragen viele Interessierte in Wien nach. Auch wir haben Wien besucht, um das Know-How aus Wien in unsere Projektarbeit einzubeziehen. In unserem Fokus standen die Gestaltung des demographischen Wandels und die kommunale Daseinsvorsorge, die sich die Möglichkeiten der Digitalisierung zu Eigen machen.

Die Antwort der Verwaltung in Wien lautet: Auf diese Frage gibt es nicht “die eine” Antwort, es werden immer viele Antworten sein. Die Vielfalt der Ansätze macht Smart City aus, die hat Wien jetzt in einer einzigartigen Rahmenstrategie gebündelt und verbindlich politisch beshlossen hat. Damit hat sich Wien eine Wirkungsstrategie erarbeitet, die das Denken und Handeln insgesamt in Richtung intelligente Stadt führt, aber allen Mitwirkenden dabei ihren eigenen Weg finden lässt. 

Bürger wirken mit

Auch die Bürger werden in einem sehr ambitionierten Prozess immer wieder mit ins Boot geholt. Gerade läuft etwa die Bewertung der Digitalen Agenda Wien, an denen sich die Bürgerinnen und Bürger direkt beteiligen können. Der Entwurf ist in einem breiten Beteiligungsprozess entstanden und steht in einer nächsten Runde jetzt wiederum zur Diskussion. Auch jetzt können die Wienerinnen und Wiener teilhaben und den Umgang der Stadt Wien mit digitalen Technologien und den sich daraus ergebenden Herausforderungen mitgestalten. 

Wir freuen uns auf einen weiteren Austausch mit Wien und den Aktiven. 

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