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Thomas Kunsch

, Offene Daten : Hackday in Moers

1. Hackday in Moers gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung - Erfahrungen im Umgang mit offenen Daten 

Was ist ein Hackday?

Hacking hat spätestens seit den 1980er Jahren mehrere Bedeutungen. Der Ursprung geht auf die Tätigkeit von Tüftlern zurück, die versuchen, einen Weg zu finden, mit einer Kaffeemaschine einen Toast zuzubereiten. Hacker versuchen, die Grenzen des Machbaren zu finden.

Was wird gemacht?

Auf einem Hackday kommen verschiedene Hacker zusammen, ganz egal ob altgedienter IT-Hacker oder Neuling und Alltags-Hacker. Jeder, der kreativ eine Lösung finden möchte, ist eingeladen, gemeinsam mit anderen eine Lösung für eine Problemstellung zu erarbeiten. Diese Problemstellung wird von den Teilnehmern selbst mitgebracht. Ziel ist es dabei, einen gesellschaftlichen Nutzen zu erbringen.

Offene Daten läuten einen Kulturwandel ein: Aktenschränke öffnen sich.
Anke Knopp

Offene Daten, was ist das?

Bei offenen Daten geht es im Kern um die Bereitstellung von Daten des öffentlichen Sektors, die von Politik und Verwaltung im Interesse der Allgemeinheit mit einer Nutzungslizenz zur weiteren freien Nutzung, zur Weiterverbreitung und zur Weiterverwendung zugänglich gemacht werden. Nutzen können diese Privatpersonen, Institutionen und Unternehmen. Ausgenommen hiervon sind personenbezogene Daten sowie Daten, die anderweitig schutzwürdig sind. Grob gesagt öffnen die Verwaltungen dazu ihre Aktenschränke und Schubladen und stellen der Öffentlichkeit Daten wie etwa Haushaltsdaten, Verkehrsdaten, Geodaten etc. zur Verfügung.

Diese Daten stehen bisher kaum zur Verfügung, schon gar nicht in mensch- und maschinenlesbarer Art. Die Idee ist, dass offene Daten Transparenz und auch Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft fördern. Übrigens ist das nicht allein ein kommunaler Weg, die Öffnung findet auch auf Bundes- und Landesebenen statt.

Ergebnisse und Erfahrungen

Der Einladung zum 1. Hackday in Moers sind rund 60 Hacker aus ganz Deutschland ins Rathaus Moers gefolgt.

Sie nutzten die offenen Daten aus der Stadtverwaltung Moers sowie Daten aus dem Wegweiser Kommune, um damit eine neue Wertschöpfung zu entwickeln. Am ersten Tag stand eine kurze Einführung in das Thema auf dem Programm. Bekannte Hacker gaben Einblicke in bereits erfolgreiche Projekte: Hier entstanden aus bisher simplen Zahlenkolonnen plötzlich Ideen. Details zum Einführungstag finden sich im Blog Wegweiser Kommune.

Wie Daten ein Eigenleben entwickeln

Offene Daten führen zu einem neuen Mehrwert. Die Ergebnisse des 1. Hackday in Moers können sich sehen lassen: ein LärmTool "wie laut oder leise ist Moers?", eine Kartenanwendung über die Baustellen der Stadt und weitere Informationen dazu sowie eine Visualisierung der Haushaltsdaten. Mehr Details zu den ersten Ergebnissen finden sich im Blog Wegweiser Kommune.

Praktisch für jede Kommune

Ein deutliches Fazit lautet: Jede Kommune kann offene Daten bereitstellen. Zum Gelingen tragen eine offene Verwaltung und die Öffentlichkeit bei, die diese Daten aus ihren Aktenschränken herausholen und in eine Wertschöpfung neuer Art überführen können. Dazu braucht es nicht nur Tüftler, die coden können, sondern auch Interessierte, die ein Gespür für Problemstellungen oder besondere Lösungsvorstellungen für die Entwicklung in Kommunen haben.

Wer mehr darüber wissen möchte, möge sich gerne melden.

Programm und Anmeldung

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