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Pepa Hristova / OSTKREUZ

Deutschland zwischen Wachstum und Schrumpfung: Wanderungsbewegung in Deutschland

Wanderungsbewegungen beeinflussen die soziale und wirtschaftliche Zukunft von Regionen. Starke Unternehmen mit attraktiven Arbeitsplätzen sind ein wichtiger Faktor für die Anziehungskraft von Regionen.

Bevölkerungsbewegungen haben weitreichende Konsequenzen für die Bevölkerungsdynamik einer Region, deren Arbeitsmarktentwicklung sowie deren zukünftige Wirtschaftsleistung.

Die Studie hat folgende Themen zum Inhalt:

  • Begriffsklärungen und die Einordnung der Bedeutung von Wanderungen für Regionen
  • Darstellung der Wanderungsintensitäten im Zeitraum 2004 bis 2013, differenziert nach Binnen- und Außenwanderung und nach Altersgruppen
  • Analyse des Zusammenhangs zwischen Wanderungen und Wohlstand (z.B. Kaufkraft) und Partizipation (z.B. Arbeitslosenquote).
  • Handlungsempfehlungen für Regionen

Wichtige Ergebnisse hierzu sind:

  • Die ökonomische Situation in den Regionen ist ein entscheidender Faktor für die Anziehungskraft von Regionen. Starke Unternehmen mit attraktiven Arbeitsplätze beeinflussen Wanderungsbewegungen positiv.
  • Nettozuwanderung wird zu rund 20% von der Höhe des Einkommens (positiv) und der Arbeitslosenquote (negativ) in der jeweiligen Region erklärt.
  • Durchschnittliches Einkommensniveau und durchschnittliche Einkommen haben keinen positiven Effekt auf ein Wanderungssaldo in einer Region.
  • Außerhalb urbaner Zentren beschleunigen sich die Auswirkungen des demographischen Wandels.
  • Suburbane Räume besitzen gute Chancen. Sie gehören häufig zu den wachstumsstärksten Regionen hinsichtlich der Bevölkerungsentwicklung.
  • In vielen Fällen liegen Wachstum, Stagnation und Schrumpfung nah beieinander. Es bestehen kleinräumige Wanderungspräferenzen, die mit den lokalen Gegebenheiten verknüpft sind.
  • Bildungseinrichtungen ziehen Menschen der Altersgruppe 18- 30 Jahre an. Satelliten größerer Bildungseinrichtungen im ländlichen Raum tragen zur Stabilisierung dieser Räume bei.
  • Handlungsmöglichkeiten der Akteure vor Ort für einen produktiven Umgang mit Wanderungsbewegungen finden sich entlang dreier Themenfelder: (a) Abbremsung der ökomischen Abwärtsspirale und Verbesserung der ökonomischen Basis (b) Schaffung eines qualitätsvollen Umgangs mit Schrumpfungsprozessen; Erhalt der Wohn- und Aufenthaltsqualität und Erhöhung des unternehmerischen Engagements (c) Sensibilisierung für Schrumpfung und den demographischen Wandel der Bevölkerung.

Die Studie finden Sie hier

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