Weltkugel

European Social Enterprise Monitor  (ESEM) - Launch eines programmübergreifend unterstützten Reports

European Social Enterprise Monitor (ESEM) als Zusammenführung der nationalen Untersuchungen zu Social Entrepreneurship wird auf europäischer Ebene vorgestellt. 

Der am 26. Mai 2021 vorgestellte European Social Enterprise Monitor 2020/21 ist der erste Monitor für Sozialunternehmen auf europäischer Ebene und bietet bisher ungenutzte Erkenntnisse und Potenziale.

Im September 2020 startete Euclid Network in enger Zusammenarbeit mit seinen Partnern die ESEM-Umfrage. Sozial- und umweltbewusste Unternehmer auf dem gesamten Kontinent hatten die Möglichkeit, ihre Erfahrungen als Sozialunternehmer und Sozialunternehmen in ihren jeweiligen Ländern zu teilen. Gleichzeitig flossen sie in einen gemeinsamen  Bericht auf europäischer Ebene ein und unterstützen damit ein besseres Verständnis des breiteren europäischen Ökosystems sozialer Unternehmen.

Foto Murali Nair
Murali Nair
Senior Project Manager
Foto Jakob Christof Kunzlmann
Jakob Christof Kunzlmann
Project Manager

Inhalt

Der ESEM baut auf dem Erfolg bereits bestehender Monitore für Sozialunternehmen in Deutschland, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich auf. Der Deutsche Social Entrepreneurship Monitor (DSEM) ist am 27. März 2021 erschienen und konnte durch die Bertelsmann Stiftung im Rahmen des Projekts „Unternehmensverantwortung regional wirksam machen“ unterstützt werden. Die nationalen Berichte haben detaillierte Daten über Sozialunternehmen und Start-ups geliefert, die zu wichtigen Veränderungen in der Politik und bei Investitionsentscheidungen geführt haben. Ohne die Unterstützung der BSt für den nationalen Bericht, wäre der europäische nicht möglich gewesen.

Der Bericht stellt sicher, dass Daten, die von Impact-Praktikern zur Verfügung gestellt werden, für Entscheidungsträger in der Politik, der Zivilgesellschaft und der breiteren Wirtschaft leicht zugänglich sind. Die Ergebnisse des ESEM zielen darauf ab, Finanzierungsmöglichkeiten und politische Maßnahmen auf nationaler wie auch auf europäischer Ebene stärker auf die Bedürfnisse von Sozialunternehmern auszurichten.

Das ESEM-Projekt wird von der Europäischen Kommission durch das EaSI-Programm unterstützt. Das Projektkonsortium wird von Euclid Network geleitet und besteht aus nationalen Netzwerken sozialer Unternehmen, Universitäten und Forschungszentren in acht europäischen Ländern.

Der Europäische Rat hielt am 7. Mai 2021 seinen ersten Sozialgipfel seit 2017 in Porto ab. Zum ersten Mal waren einige der wichtigsten Stakeholder im Bereich Sozialunternehmen, Innovation und Unternehmertum anwesend.  Der Vorstandsvorsitzende des Euclid-Netzwerks, Neven Marinovic, war mit den EU-Staats- und Regierungschefs, den Präsidenten der EU-Institutionen und Vertretern des EWSA und des Ausschusses der Regionen in Porto. Im Mittelpunkt des Gipfels standen Schlüsselfragen der Sozialpolitik in Europa. Das Ergebnis des Gipfels war die Annahme der Erklärung von Porto zu sozialen Fragen. Mehr noch als die Überwindung der wirtschaftlichen Schäden der Pandemie will der Europäische Rat die europäischen Bürger und unsere gemeinsamen Systeme auf den grünen und digitalen Übergang vorbereiten.

Die Beschäftigung mit dem Thema auf nationaler Ebene durch das Programm Unternehmen in der Gesellschaft und auf europäischer Ebene durch das Programm Nachhaltiges Wirtschaften zeigt, wie ein koordiniertes Vorgehen auf Einzelinitiativen aufbauen kann.

Die Bertelsmann Stiftung ist im Gespräch mit Euclid Network und Impact Hub, um das Social Entrepreneurship Ökosystem auf europäischer Ebene zu unterstützen. Dies baut auf den Impact Investing Projekten auf, in denen sich die Bertelsmann Stiftung bereits engagiert hat, wie der Uplink Plattform sowie der COVID Response Alliance des Weltwirtschaftsforums.