Die öffentliche Debatte über Demokratie konzentriert sich häufig auf aktuelle Krisen, wirtschaftliche Entwicklungen oder das Vertrauen in Institutionen. Weniger Aufmerksamkeit erhält eine andere Voraussetzung demokratischer Stabilität: die Erwartung, dass gesellschaftliche Entwicklung zum Besseren möglich ist.
Unsere repräsentative Befragung zeigt, dass viele Menschen diese Erwartung nicht teilen. Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland geht davon aus, dass es zukünftigen Generationen schlechter gehen wird als heute. Nur sieben Prozent erwarten eine Verbesserung.
Dieser Zukunftspessimismus steht in engem Zusammenhang mit politischen Einstellungen. Menschen mit optimistischen Zukunftserwartungen bewerten das Funktionieren der Demokratie deutlich positiver als Menschen mit pessimistischen Erwartungen – auch unter Berücksichtigung anderer Einflussfaktoren. Gleichzeitig unterstützen sie häufiger Parteien der politischen Mitte.


