Bunte Bauhelme hängen an einer Betonwand

Germanomics oder wie wir die Soziale Marktwirtschaft fit machen für die 20er Jahre

Vor welchen Herausforderungen steht die Soziale Marktwirtschaft am Beginn der 20er Jahre? Unser Dokumentarfilm Germanomics gibt Antworten und zeigt zentrale Reformfelder für die kommenden Jahre auf. Am 10. August diskutieren wir online mit Wirtschaftsexpert:innen darüber – diskutieren Sie mit!

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Foto Armando García Schmidt
Armando García Schmidt
Senior Project Manager

Inhalt

Die Soziale Marktwirtschaft ist sehr leistungsfähig. Die Integration Mittel- und Osteuropas und Chinas in den Weltmarkt, technologische Sprünge, Weltwirtschaftskrisen – nichts scheint das deutsche Wirtschaftssystem von seiner Erfolgsspur abzubringen. Und doch: Von vielen unbemerkt haben sich in den zurückliegenden Jahrzehnten grundlegende Parameter verschoben.

Abnehmende Unternehmensdynamik, zunehmende Konzentrationsprozesse, Druck auf dem Mittelstand und zunehmende soziale Ungleichheiten. Dies sind nur einige der Symptome, die schon vor Beginn der Corona-Krise erkennbar waren. Doch was sind die Treiber dahinter? Was für Gefahren ergeben sich daraus für Dynamik der Wirtschaft und Zusammenhalt der Gesellschaft? Und wie kann man den Herausforderungen begegnen?

Zu diesen Fragen wurden in unserem Auftrag rund 20 Expert:innen und Verantwortungsträger:innen interviewt. Darunter sind Johannes Becker (Universität Münster), Anke Hassel (Hertie School), Claudia Kemfert (DIW), Tom Krebs (Universität Mannheim), Jens Südekum (Universität Düsseldorf) und Klaus-Hinrich Vater (Vater GmbH). Sie alle forschen zu den Veränderungsdynamiken unserer Wirtschafts- und Sozialordnung oder tragen Verantwortung in mittelständischen Unternehmen. Der Dokumentarfilm Germanomics lässt sie zu Wort kommen.

Fazit

Das Fazit der Interviewten ist eindeutig: Die Soziale Marktwirtschaft ist eine Erfolgsgeschichte. Sie steht jedoch vor großen Reformnotwendigkeiten. Sollten die Herausforderungen nicht angegangen werden, kann Deutschland in den 20er Jahren den Anschluss an die international führenden Wirtschaftsmächte verlieren. Auch soziale Ungleichheit kann sprunghaft zunehmen, warnen die Expert:innen.

Die Befragten betonen, dass es keine einfachen Lösungen gibt. Doch sie zeigen Reformoptionen auf. Die Expert:innen liefern damit einen Anstoß für eine sachangemessene und lösungsorientierte Debatte. Nur durch dauernde Anpassung kann die Soziale Marktwirtschaft zukunftsfähig bleiben. Sie ist es allemal wert, stellt nicht nur Andreas Peichl vom ifo-Institut fest: „Ich kann mir kein Land vorstellen, in dem ich lieber leben würde. Wir müssen nur aufpassen, dass wir diese gute Position nicht verspielen“.

Anderthalb Stunden Soziale Marktwirtschaft, mit der Aussicht auf ein Happy End. Wie sich das für großes Kino gehört.

Hintergrund

Der Film „Germanomics“ ist ein Dokumentarfilm, der auf Interviews mit Expert:innen beruht. Der Film ist im Auftrag der Bertelsmann Stiftung von dem Wirtschaftsjournalisten Philipp Stachelsky (Buch) und dem Dokumentarfilmer Mike Friedrich (Regie) produziert worden. Philipp Stachelsky hat das Internetportal Makronom begründet.

Die in den Interviews geäußerten Positionen geben die Meinung der jeweils interviewten Person und nicht notwendigerweise der Bertelsmann Stiftung wieder.

Germanomics hat eine Spiellänge von knapp 80 Minuten und ist komplett kostenlos und in voller Länge auf YouTube zu sehen. Es steht Blogbetreibern und Medienschaffenden frei, den Film auf eigenen Webseiten einzubinden. Erlaubt ist ausdrücklich auch eine Verwendung für Vorführungen zu nicht-kommerziellen Zwecken.

Vor welchen Herausforderungen steht die soziale Marktwirtschaft? Diskutieren Sie am Dienstag, 10. August 2021, per Zoom ab 10.30 Uhr mit Johannes Becker (Universität Münster), Sebastian Dullien (Hans-Böckler-Stiftung), Philippa Sigl-Glöckner (Dezernat Zukunft) und Filmemacher Mike Friedrich. Die Moderation hat Alexandra Borchardt übernommen. Zur Anmeldung geht es hier.