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Wir müssen uns mehr um die soziale und ökologische Dimension der Globalisierung kümmern

Aufgrund der Corona-Krise werden die negativen Nebenwirkungen der Globalisierung wieder stärker diskutiert. Unsere Globalisierungsumfrage 2020 zeigt, dass sich die öffentliche Meinung über internationalen Handel und ausländische Direktinvestitionen bereits vor dem Ausbruch der Pandemie eingetrübt hat. Die Besorgnis über mögliche ökologische oder soziale Auswirkungen, wie etwa zunehmende Umweltverschmutzung oder steigende Ungleichheit, hat zugenommen.

Inhalt

YouGov führte die Umfrage für uns in 15 Schwellenländern und entwickelten Volkswirtschaften von Ende Februar bis Mitte März 2020 durch. Da die Ergebnisse damit in die Anfangsphase der Corona-Krise fallen, mögen sie auf den ersten Blick heute nicht mehr aussagekräftig sein. Wir glauben jedoch, dass sie einige klare Grundtendenzen widerspiegeln, die uns mit ziemlicher Sicherheit über die Pandemie hinaus begleiten werden. Außerdem könnten sie interessante Vergleichswerte zu Umfragedaten darstellen, die während oder nach der Krise erhoben werden.

Unsere drei Hauptergebnisse sind: Im Vergleich zu den Ergebnissen unserer Umfrage von 2018 stellen wir erstens fest, dass die Unterstützung für Globalisierung und internationalen Handel zwar immer noch insgesamt positiv, aber doch zurückgegangen ist.

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Zweitens besteht ein weit verbreitetes Gefühl, dass mögliche oder tatsächliche negative Auswirkungen der Globalisierung, wie etwa die zunehmende Ungleichheit oder Umweltprobleme, adressiert werden müssen.

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Während die Haltung zu Globalisierung, internationalen Handel und ausländischen Direktinvestitionen in Schwellenländern immer noch recht positiv ist, steht sie drittens in entwickelten Volkswirtschaften, insbesondere in Frankreich, auf wackligen Füßen.

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Statt zu versuchen, die Globalisierung auf den Status quo ante der Vor-Corona-Ära zurückzudrehen, sollten wir diese Krise als Gelegenheit nutzen, um einige grundlegende Bedenken gegenüber ihren Auswirkungen ernst zu nehmen. Dazu gehören insbesondere Schritte, um die Umweltkosten der Globalisierung zu internalisieren oder Gewinne aus der Globalisierung breiter zu verteilen.