German-Israeli Innovation Exchange Pitch Night
© Francesca Seidensticker/Founders Foundation

, Veranstaltung: German-Israeli Pitch Night

“Go far. Come close.” -  Die erste „German-Israeli Pitch Night“ präsentierte vor rund 200 Gästen innovative Startups aus Israel und Ostwestfalen und zeigte anhand konkreter Beispiele, wie beide Ökosysteme voneinander lernen können.

  • PDF

Auf Einladung der Founders Foundation, der israelischen Start-up Nation Central und der Bertelsmann Stiftung kamen vergangenen Dienstag israelische und ostwestfälische Startups zur ersten „German-Israeli Pitch Night“ in der Founders Foundation zusammen. Vor rund 200 Gästen aus Unternehmen, Startups und interessierter Öffentlichkeit präsentierten sie Zukunftstechnologien im Bereich Industrie 4.0 zur Digitalisierung der industriellen Produktion.

Derzeit existieren rund 230 Startups in Israel, die mit marktreifen Produkten im Bereich Industrie 4.0 neue Märkte erschließen wollen. Doch auch Ostwestfalen muss sich hier nicht verstecken. Die Region OWL ist Vorreiter bei Industrie 4.0. in Deutschland, besonders im Rahmen des NRW-geförderten Spitzenclusters „it´s OWL“. Über 50 Startups aus der Region wurden in den letzten Jahren in diesem Bereich auch dank der Ausbildungsmöglichkeiten und Unterstützung für Entrepreneure durch die Founders Foundation gegründet.

In kurzen Pitches konnten die Gäste unter anderem die Technologie eines Startups kennenlernen, das Industrierobotern Sinneswahrnehmungen ermöglicht, sowie einer Firma, die mit externen Sensoren Aktivitäten von Maschinen auswertet, ohne invasiv auf deren Daten zuzugreifen.

Neben dem inhaltlichen Austausch zu Zukunftsthemen im Bereich Industrie 4.0, die besonders für den deutschen Mittelstand relevant sind, diskutierten Eliran Elimelech (Start-up Nation Central), Sebastian Borek (Founders Foundation) und Stephan Vopel (Bertelsmann Stiftung), welche Potenziale die Innovationskooperation zwischen Deutschland und Israel eröffnet. So können deutsche Gründer vom Mut, Fehler zu machen und nicht perfektionierte Prototypen zu bauen, lernen, während israelische Gründer von deutscher Prozessintelligenz und Planungsstärke profitieren können. Und nicht nur die Gründer profitieren von einem Austausch, sondern auch die deutsch-israelischen Beziehungen.

Denn obwohl diese Beziehungen nach wie vor auf einem starken Fundament ruhen, das sich aus den Erfahrungen der Geschichte speist, werden gemeinsame Interessen bei der Bewältigung von Herausforderungen wie Digitalisierung, demografischem Wandel und Globalisierung immer wichtiger. Innovationskooperation hat das Potenzial, ein starkes Standbein der deutsch-israelischen Beziehungen für die Zukunft zu werden.

Die anregenden Diskussionen bis spät in die Nacht hinein zeigten, dass der Innovationsaustausch nicht nur einen Einblick in neueste Technologien erlaubt, sondern neue Brücken zwischen den Menschen baut. 

Projekte