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Wegweiser Kommune beim DatenDialog: Wertvolle Expertentipps für eine bessere User-Experience

Mehr als 300 Indikatoren aus über 3.000 Kommunen: Das Portal Wegweiser Kommune der Bertelsmann Stiftung liefert umfangreiche Daten zur Entwicklung von Städten, Gemeinden und Landkreisen in ganz Deutschland. Um die Auffindbarkeit und Nutzung des Datenportals zu optimieren, nahm das Projektteam Ende 2025 am DatenDialog teil.

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Inhalt

Das Datenportal der Bertelsmann Stiftung stellt umfangreiche Informationen zur Entwicklung von Kommunen in Deutschland bereit. Dazu zählen Themen wie Demografie, Bildung, Arbeitsmarkt oder sozialen Entwicklungen. Hinter dem Portal stehen mehr als 300 Indikatoren, die Kommunen bei Analyse, Planung und Vergleich unterstützen können.

Genau diese Vielfalt kann die Nutzung jedoch auch erschweren. Viele Informationen sind vorhanden, werden aber nicht immer entdeckt oder genutzt. Deswegen stellt sich das Projektteam regelmäßig die Frage: Wie finden Nutzer:innen die für sie relevanten Informationen schneller und einfacher?

Ein Datenportal mit großem Potenzial

Beim DatenDialog zeigte das Team zunächst das Portal und seine Herausforderungen. „Wir wollten ausprobieren, was passiert, wenn wir unser Problem nach außen spielen“, sagt Hendrik Jütte, Projektmanager im Zentrum für Datenmanagement.

Schnell verlagerte sich die Diskussion auf die Nutzerperspektive: Welche Klickpfade funktionieren? Wo verlieren Menschen die Orientierung? Und wie könnte die Startseite des Portals verbessert werden?

Von der Idee zum Prototyp

Besonders beeindruckt war Hendrik Jütte davon, wie schnell die Data Volunteers von der Analyse zur Umsetzung kamen. Einige Teilnehmer:innen entwickelten mithilfe von KI-gestützten Werkzeugen direkt erste Entwürfe für das Frontend und Konzepte für eine bedienungsfreundlichere Navigation.

Die Data Volunteers entwickelten Vorschläge, um Entwicklungen in Kommunen leichter sichtbar und vergleichbar zu machen. Welche Lebensbereiche entwickeln sich in meiner Kommune positiv? Wo gibt es Herausforderungen für meine Kommunen? Und welche zusätzlichen Daten könnten helfen, kommunale Entwicklungen besser einzuordnen?

Zu den diskutierten Verbesserungsvorschlägen gehörten beispielsweise stärkere Einbindungen von Pendlerdaten, Arbeitsmarktinformationen oder weiteren sozioökonomischen Kennzahlen. Auch neue Formate wie kommunenspezifische FAQ-Bereiche wurden vorgeschlagen.

Am Ende entstanden drei konkrete Entwürfe. „Einen Entwurf habe ich direkt mitgenommen“, berichtet Jütte.

Die Ergebnisse aus dem DatenDialog wurden in einem Miro-Board dokumentiert, weiter ausgearbeitet und anschließend mit dem technischen Dienstleister des Wegweiser Kommune besprochen. Daraus entstanden konkrete nächste Schritte für die Weiterentwicklung der Plattform.

„Wir haben jetzt eine Bestätigung und eine Grundlage für unsere weitere Arbeit“, sagt Jütte.

Parallel führt das Team aktuell Nutzerbefragungen durch und wertet Nutzungsdaten aus. Die Rückmeldungen aus dem DatenDialog bilden dabei eine von mehreren Perspektiven. Ergänzt werden sie durch direkte Nutzermeinungen sowie Analysen von Tracking-Daten. Gemeinsam sollen diese Erkenntnisse helfen, die zukünftige Entwicklung des Portals datenbasiert auszurichten.

Als besonders wertvoll nannte Hendrik Jütte den externen Blick beim DatenDialog. „Uns fehlte einfach die Perspektive“, sagt Jütte rückblickend. Die Mischung aus Data Scientists, KI-Expertinnen und UX-orientierten Fachleuten habe neue Denkanstöße gebracht. „Du bekommst 100 verschiedene Perspektiven auf ein Thema“, beschreibt er.

Mehr Effizienz durch DatenDialog

Ohne den DatenDialog wäre das Projekt nach Einschätzung von Jütte deutlich langsamer vorangekommen. Die Entwicklung eigener Konzepte oder externe Beratungen hätten mehr Zeit und Ressourcen erfordert. „Ich kam mit einem Problem an, und sie haben eine Lösung gezeigt“, sagt er. Der DatenDialog liefert keine fertigen Produkte, aber er hilft dabei, Potenziale sichtbar zu machen, Ideen zu testen und konkrete nächste Schritte zu entwickeln.