Glückliche Mitarbeiterin vor Pinnwand
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Motivation: „Sie ahnen nicht, wie viel Lob Mitarbeiter ertragen können …!“

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Dieses Bonmot anlässlich des Symposions „Führung und Verantwortung – zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ des Reinhard-Mohn-Instituts an der Universität Witten-Herdecke illustrierte die Bedeutung von Wertschätzung gegenüber Mitarbeitern auf Erfolg und Resilienz von Organisationen.

Auf der Veranstaltung mit rund 100 Wissenschaftlern und hochrangigen Vertretern aus der Wirtschaft stellten das Reinhard-Mohn-Institut und das Kompetenzzentrum die Ergebnisse ihrer Unternehmenskultur-Studie zu sieben internationalen Unternehmen vor. Bereits vor 10 Jahren hatte die Bertelsmann Stiftung im Rahmen des Carl Bertelsmann-Preises in 100 europäischen Unternehmen die Wirkung ihrer Unternehmenskultur auf den Unternehmenserfolg untersucht. Nicht nur durch die damaligen Preisträger Hilti, Novo Nordisk und BMW wurde deutlich, was erfolgreiche Unternehmen auszeichnet: Die Gewährung unternehmerischer Freiräume durch dezentrale Strukturen, die konsequente Delegation von Verantwortung, die Förderung von Innovationen durch eine Partizipationskultur, die Dialogfähigkeit zwischen den Interessenvertretungen aber auch eine stabile Führungsstruktur oft getragen durch solide Eigentümerverhältnisse.

Nach einer Dekade, zeigte sich, dass die Führungsprinzipien der Vergangenheit nichts an Aktualität und Gültigkeit verloren haben – im Gegenteil: Sie wurden von den beteiligten Unternehmen konsequent weiter entwickelt. Merkmale dieser erfolgreichen, nachhaltigen Führung sind die Konzentration auf Kernwerte und deren konsequenten Umsetzung, die Zusammenarbeit zwischen Gesellschaftern, Aufsichtsrat, Vorstand und Betriebsrat, die kontinuierliche Förderung von Innovationen sowie der offensive Umgang mit Krisen als Chance für die Weiterentwicklung von Geschäftsmodell und Unternehmenskultur.

Allerdings betonte Professor Dr. Heinz-Walter Große, Vorstandsvorsitzender der B. Braun Melsungen AG, das Zielvereinbarungen nicht eine Art „Dressur von Führungskräften“ sein dürften. Klaus Risch, Trustee des Martin Hilti Familien Trust und ehemaliger Personalchef der Hilti Group, interpretierte die Entwicklung der Kultur eines Unternehmen als „Culture Journey“, die bei Hilti durch so genannte „Sherpas“ i. S. eines Bergführers begleitet würde. Sabine Kuschel, Leitung des Projekts Zukunftsgestaltung Kultur und Führung der BMW Group, verwies darauf, dass zu einer modernen Führungskräfte-Entwicklung auch die Persönlichkeitsentwicklung und die Selbstführung gehörten.

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