Detailansicht einer Platine.
Konrad Lischka

, Digitale Technologien: Algorithmen, die Motoren der Digitalisierung: Wie können wir sie in den Dienst der Gesellschaft stellen?

Algorithmen beeinflussen im Verborgenen unser tägliches Leben. Sie bestimmen, was wir in Social Media angezeigt bekommen, Unternehmen prüfen mit ihrer Hilfe Bewerber, Banken, ob jemand kreditwürdig ist oder nicht. Doch welche Folgen hat es, wenn Maschinen über Menschen urteilen?

Noch nie hatten so viele Menschen Zugang zum Internet wie heute. Dort bewegen sie sich in einer Welt, die wesentlich durch eine Instanz geordnet wird: Algorithmische Prozesse. Wir analysieren die Chancen und Risiken algorithmischer Entscheidungsfindung und haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich bestimmen lässt, wie Algorithmen gesellschaftlich wirken. Außerdem haben wir in einem Arbeitspapier untersucht, wie algorithmische Prozesse die gesellschaftliche Debatte beeinflussen.

Doch was wissen und denken eigentlich die Menschen in Deutschland über Algorithmen? Dieser Frage sind wir in einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung nachgegangen. Die Ergebnisse machen deutlich: Wenn es um Algorithmen geht, herrscht in Deutschland Unkenntnis, Unentschlossenheit und Unbehagen. Um die Menschen auf die algorithmische Gesellschaft vorzubereiten, braucht es eine breite öffentliche Debatte, mehr Kompetenzen bei den Bürgern und eine aktive staatliche Kontrolle.

In einem weiteren Arbeitspapier haben wir daher herausgestellt, was zu tun ist, um algorithmische Systeme zum Wohl aller Menschen zu nutzen. Das Arbeitspapier „Damit Maschinen den Menschen dienen“ zeigt das Spektrum der bisher in Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik diskutierten Lösungsansätze und systematisiert den Überblick.

Klar ist, das Feld der Digitalisierung braucht eine starke Zivilgesellschaft. In unserem Papier “Digitalisierung braucht Engagement” diskutieren wir die Hürden, an denen eine Verstärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements bisher oft scheitert und geben Empfehlungen, wie solche Hemmnisse abgebaut werden könnten.

Wenn wir im Internet einkaufen, online Artikel lesen, oder uns von Google Maps den schnellsten Weg sagen lassen – überall werden riesige Datenmengen über uns gesammelt. Wir haben untersucht, wie wir Herr über unsere persönlichen Daten bleiben können und welche Auswirkung die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) auf algorithmische Entscheidungsfindung hat

Die Geschwindigkeit mit der sich Algorithmen, Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen und ihre Anwendungsmöglichkeiten weiterentwickeln, ist extrem hoch. Damit Sie zum Thema auf dem neuesten Stand bleiben, veröffentlichen wir bei uns im Blog "Algorithmenethik" regelmäßig Fallbeispiele, Interviews, Debattenbeiträge und neue Arbeitspapiere. Mit unseren wöchentlichen Lektüreempfehlungen Erlesenes bieten wir Ihnen einmal pro Woche eine einordnende Auswahl wichtiger Debattenbeiträge, wissenschaftlicher Ergebnisse und intelligenter Sichtweisen zu Chancen und Herausforderungen algorithmischer Entscheidungsvorgänge.