Eine Maschinenhand ballt sich zur Faust
Ben Schaefer unter der Lizenz Creative Commons by 4.0

Auf Einladung der Bertelsmann Stiftung diskutierten am 3. Juni 2015 rund 160 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik auf einem BarCamp in Berlin über die Zukunft der Arbeit in einer digitalisierten Welt. Von den Teilnehmern wurde der Wunsch nach einer zivilgesellschaftlichen Stimme im Kontext des Themenkomplexes Arbeiten 4.0 geäußert. Diese Initialzündung führte zu der jetzt vorliegenden Proklamation „Zukunft der Arbeit“. Darin setzen sich 18 ehrenamtliche Autoren aus unterschiedlichen Branchen und Arbeitsbereichen mit dem Thema Arbeit der Zukunft auseinander. Die Vielfalt der Blickwinkel hilft, den Wandel als Herausforderung aber auch als Chance zu erkennen – wie schon auf dem Titel des Werkes deutlich wird.

Die Zukunft der Arbeit kommt - unaufhaltsam

Die Beschäftigung mit der Zukunft der Arbeit bedeutet die Akzeptanz eines Paradigmenwechsels. Technologischer Fortschritt, Digitalisierung und stetig zunehmende Vernetzung von Informationen sorgen für harte und unvermeidliche Veränderungen im Arbeitsmarkt. Und nicht nur dort. Der Wandel betrifft fast alle Lebensbereiche: Arbeit, Bildung, Mobilität, Energie, Wohnen und viele mehr. 

Eine klassische Trennung der unterschiedlichen Interessen wird immer schwerer. Die Grenzen sind längst fließend. Das hat zur Folge, dass sich der verständliche Wunsch der bisherigen Interessenvertreter, das "Alte" zu bewahren, aller Wahrscheinlichkeit nach nicht erfüllen wird. Keiner der Betroffenen wird das vermutlich kampflos hinnehmen. Die Gesellschaft ist gefordert, den Blick nach vorn zu richten und neue Lösungen für veränderte Lebensrealitäten zu suchen. Wir müssen Fragen der Migration, der Demografie, der Globalisierung und der weltweiten Bildungsexpansion betrachten. Welche veränderten Anforderungen aber auch riesige Chancen bringen die globalen Rahmenbedingungen für Bildungsinvestitionen des Einzelnen, für berufliche Tätigkeiten, für das Verhältnis des Arbeitnehmers zum Arbeitgeber und für das Selbstverständnis von Arbeit, Leben und Familie mit sich?

Steigende Komplexität erfordert neue Betrachtungswinkel

Die Proklamation "Zukunft der Arbeit" folgt vielen dieser teils sehr unterschiedlichen Ansätze. Sie besitzt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Genau so bietet sie keine simplen Lösungen an, die es aus Sicht der Autoren nicht gibt. Stattdessen gibt es eine Vielzahl an Perspektiven, die als Impulse dienen können: Jörn Hendrik Ast, Gebhard Borck, Guido Bosbach, Lars M. Heitmüller, Sabine Jank, Sarah Kebbedies, Anke Knopp, Roland Panter, Nicola Peschke, Medje Prahm, Andre Schleiter, Gunnar Sohn, Sarah Staffen, Anja C. Wagner, Jan Westerbarkey, Birgit Wintermann, Ole Wintermann und Annette Wittke.

Die gesamte Proklamation "Zukunft der Arbeit" finden Sie in der rechten Spalte. Auf Twitter können Sie der Diskussion zur Proklamation unter #zukunftderarbeit folgen.

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