4 Junior Professionals unterhalten sich angeregt.

Lernen Sie unsere aktuellen Junior Professionals kennen!

Am 1. Oktober 2025 sind vier neue Junior Professionals gestartet. Inzwischen haben sie den ersten Stationswechsel in der Orientierungsphase hinter sich. Hier gibt‘s mehr über ihre neuen Erfahrungen und Aufgaben …

Unsere JP's

Jennifer Ehm

In meinem Studium der interdisziplinär ausgerichteten Studiengänge „International Relations and Management“ sowie „Development Studies” erwarb ich Kenntnisse in den Bereichen Politik-, Wirtschafts- und Kulturwissenschaft. Da mich interessiert, wie aktuellen Herausforderungen in unserer Gesellschaft begegnet werden kann, bearbeitete ich in meinen beiden Abschlussarbeiten mit Wählermobilisierung und Aufarbeitung der deutschen Kolonialvergangenheit jeweils Themen von hoher gesellschaftspolitischer Relevanz. Mein Wunsch war es, auch beruflich an zukunftsfähigen Lösungsansätzen für drängende gesellschaftliche Fragestellungen mitzuwirken und einer sinnstiftenden Tätigkeit nachzugehen. Die Bertelsmann Stiftung bietet hierfür den idealen Rahmen: Sie greift gesellschaftliche Entwicklungen auf und schafft Plattformen für den Austausch auf wissenschaftlicher und politischer Ebene.

Eine generalistische Ausbildung kann sowohl Chance als auch Herausforderung sein, da sie keinen klar vorgezeichneten Karriereweg vorgibt. Vor diesem Hintergrund schien mir das „Junior Professionals Program“ (JPP) wie gemacht für meinen Berufseinstieg: Im JPP habe ich die Möglichkeit, in drei bis vier Projekten in unterschiedlichen Programmen mitzuarbeiten und dabei sowohl verschiedene Themenfelder und Inhalte als auch Teams und Arbeitsweisen in der Stiftung kennenzulernen. Ich empfinde es als bereichernd, mich nicht von Beginn an auf ein Thema festlegen zu müssen, sondern mich durch das Durchlaufen der verschiedenen Projektstationen im JPP thematisch ausprobieren zu können und zugleich mein Profil zu schärfen.

Mit ersten praktischen Erfahrungen im In- und Ausland im Gepäck startete ich direkt nach dem Abschluss meines Masterstudiums in das JPP. Ich freue mich, dass ich in meiner ersten Station im Projekt Change Learning daran mitarbeiten konnte, die Veränderungskompetenz des deutschen Schulsystems zu stärken. Besonders spannend und wirkungsvoll finde ich, dass hierbei nicht nur auf theoretischer Ebene gearbeitet wird, sondern Ideen im engen Austausch mit den Zielgruppen und Stakeholdern aus der Praxis entwickelt und umgesetzt werden.

Nicht nur die herzliche Aufnahme durch das Team meiner ersten JPP-Station erleichterte mir den Einstieg, auch die Onboarding-Veranstaltungs-Reihe „CO:ME-IN“ trug wesentlich dazu bei, die Strukturen in der Stiftung kennenzulernen und sich schnell einzufinden. Gemeinsam mit den anderen JPs absolvierte ich in den ersten Monaten zudem eine Projektmanagement-Weiterbildung mit Inhalten zu den Phasen des Projektmanagements, zur Wirkungsorientierung und zu Agilität. Sie half mir, ein vertieftes Verständnis dafür zu entwickeln, was Projektmanagement in der Stiftungspraxis konkret ausmacht und wie Projekte wirkungsorientiert gestaltet und umgesetzt werden. 

Meine Begeisterung für internationale Begegnung und interkulturellen Austausch motivierte mich für meine zweite Station im Projekt Deutsch-Israelischer Young Leaders Austausch. Das Dialog- und Begegnungsprogramm, das die Bertelsmann Stiftung seit vielen Jahren durchführt, bringt junge Entscheidungsträger:innen aus Medien, Politik, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft aus Deutschland und Israel zusammen und bereitet so die jüngere Generation deutscher und israelischer Führungskräfte auf die Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft vor.

Seit Anfang Februar unterstütze ich das Projekt bei organisatorischen Aufgaben und begleite zugleich die inhaltlich-konzeptionelle Weiterentwicklung. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Lage und der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten ist die Projektarbeit mit besonderen Herausforderungen verbunden – etwa, wenn Formate kurzfristig angepasst oder Planungen neu gedacht werden müssen. 

Bereits im Bewerbungsprozess wurde mir echtes Interesse entgegengebracht – sowohl an meinen fachlichen Erfahrungen als auch an mir als Person. Dieser positive Eindruck bestätigte sich in den ersten Monaten. Das Arbeiten in der Stiftung zeichnet sich aus durch ein kollegiales Miteinander und wertschätzendes Umfeld, in dem es Freude macht, gemeinsam an Themen am Puls der Zeit zu arbeiten.

Emelie Lambertz

In meinem Lehramtsstudium hatte ich durch vier unterschiedliche Fächer die Möglichkeit, mich multiperspektivisch mit gesellschaftlichen Fragen zu beschäftigen. Dabei wollte ich stets verstehen, wie gesellschaftlicher Wandel tatsächlich angestoßen werden kann. Antworten darauf habe ich zunächst in Praktika und Ehrenämtern in den Bereichen Hochschulentwicklung und interkultureller Austausch gesucht. Auch meine Zeit in der Förderung der Stiftung der Deutschen Wirtschaft hat mich geprägt: Durch Workshops und den Austausch mit anderen Stipendiat:innen und Alumni/Alumnae erlebte ich eine wertvolle Perspektiverweiterung. So festigte sich mein Entschluss, nach dem Studium nicht ins Referendariat zu gehen, sondern einen anderen beruflichen Weg einzuschlagen.

Die Stiftungswelt und auch die Bertelsmann Stiftung waren mir insbesondere aus dem Bildungsbereich bereits bekannt. Auf der Suche nach einem geeigneten Einstiegsprogramm bin ich daher schnell auf das „Junior Professionals Program“ (JPP) gestoßen. Hier sah ich die einzigartige Gelegenheit, mich an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Praxis, Politik und Wirtschaft gezielt fachlich und methodisch weiterzuentwickeln. Um mich neben dem Bildungsbereich noch breiter aufzustellen und so auch für das JPP eine geeignete Kandidatin zu sein, absolvierte ich nach meinem Masterabschluss zunächst Praktika in einer Stiftungs- und Unternehmensberatung sowie im Corporate Citizenship Team eines DAX-Unternehmens. Darauf aufbauend durchlaufe ich meine Stationen bei der Bertelsmann Stiftung nun in den beiden Bereichen Bildung und Wirtschaft.

In den ersten vier Monaten des JPP durfte ich mich gleich in zwei Projekten einbringen: Beschäftigung im Wandel und Jobmonitor. Dort lernte ich viel zu aktuellen Bedarfen und Entwicklungen am Arbeitsmarkt, mit Fokus auf die Themen Future Skills und Green Economy. So war ich etwa an der Entwicklung eines Future-Skills-Assessments beteiligt und konnte an einer Studie zu aktuellen Entwicklungen in der Green Economy mitarbeiten.

Meine zweite Station verbringe ich im Projekt Junge Menschen und Gesellschaft. Das Projekt beschäftigt sich mit Fragen rund um das Wohlbefinden und das gesellschaftliche Engagement junger Menschen. Hier gestalte ich aktuell beispielsweise die Konzeptentwicklung einer großen Befragung mit und beschäftige mich mit Ansätzen der Wirkungsmessung. Ein besonderes Ereignis wird außerdem der Youth Empowerment Hub im April sein, bei dessen Organisation ich mitwirke.

Das Versprechen auf Interdisziplinarität erfüllen sowohl das JPP als auch die Bertelsmann Stiftung insgesamt voll und ganz. Es ist ein Privileg, sich bei einem der großen Akteure der Zivilgesellschaft in Deutschland so intensiv in unterschiedliche Themenbereiche einarbeiten zu dürfen. So stellt das JPP die Weichen für wahrhaftig ganzheitliches Wirken. Was ich zusätzlich seit Beginn zu schätzen gelernt habe, ist das Angebot rund um die Arbeit herum: Vom Mentoringprogramm über After Works bis zu Sportangeboten ist für jede:n etwas dabei!

Florian Bochert

Boston, Berlin, und dann Gütersloh? Nach dem Studium in zwei Großstädten war für mich sehr schnell klar, dass es mich ins schöne Ostwestfalen zur Bertelsmann Stiftung treiben würde. Schon während meines Masterstudiums durfte ich ein Praktikum bei der Bertelsmann Stiftung absolvieren und die Stiftung als spannende Arbeitgeberin kennenlernen. Gerade die Mischung aus operativer Arbeit und Umsetzung von eigenen Projekten auf der einen Seite sowie Beauftragung und Begleitung von wissenschaftlichen Studien auf der anderen Seite hat mich sehr interessiert. Aus der Wissenschaft kommend war mir genau dieser direkte, positive Beitrag zur Gesellschaft wichtig. 

Als Junior Professional (JP) kann ich nun in drei verschiedenen Stationen die unterschiedlichen Themen, Arbeitsbereiche und Arbeitsweisen der Stiftung kennenlernen. Das Projekt Zusammen in Vielfalt, meine erste Station als JP, befand sich noch relativ am Anfang seiner Laufzeit, als ich im Oktober 2025 ins Team kam. So konnte ich verstehen, wie Projekte generell aufgebaut sind und was zu Beginn eines Projektes wichtig ist. Gleichzeitig konnte ich aber auch schon verschiedene, konkrete Aufgaben übernehmen, wie die Neuauflage einer bekannten, deutschlandweiten Befragung und die inhaltliche Organisation einer großen Veranstaltung. Nach diesen ersten vier Monaten hatte ich das Gefühl, die Stiftung schon recht gut zu kennen und die Logik der einzelnen Projekte zu verstehen.

Mit diesen Erfahrungen im Gepäck bin ich nun seit Anfang Februar 2026 in meiner zweiten Station im Projekt Demokratie Erneuern. Um die Demokratie in Deutschland zukunftsfähig zu machen, arbeitet dieses Projekt eng mit Akteuren im politischen Berlin. Ein Großteil der Arbeit ist damit stärker fokussiert auf Handlungsempfehlungen – zum Beispiel bei einem Policy Brief, den ich gerade schreibe. Trotzdem kann ich auch mein Interesse an wissenschaftlichem Arbeiten weiter ausleben, weil ich das Team bei der Neukonzeption des Demokratiemonitors unterstützen darf. Der Demokratiemonitor ist eine Befragung, die wir nun gemeinsam neu entwickeln und an die Entwicklungen der letzten Jahre anpassen.

Meine ersten beiden Stationen haben mir bereits gezeigt, wie vielfältig das Arbeiten in der Bertelsmann Stiftung ist. Manche Projekte beschäftigen sich mit sehr konkreten Vorhaben wie der Auszeichnung von guten Ideen für die Integration am Arbeitsmarkt. Andere Projekte konzentrieren sich eher auf große, institutionelle Veränderungen wie der Entwicklung von Reformideen für die deutsche Demokratie. Wieder andere haben einen wissenschaftlicheren Fokus und wollen gesellschaftliche Zusammenhänge besser verstehen. Alle Projekte der Stiftung haben aber gemeinsam, dass sie die Gesellschaft durch wirkungsorientiertes Arbeiten positiv verbessern wollen. 

Vom ersten Tag an habe ich mich in der Bertelsmann Stiftung sehr willkommen gefühlt. Natürlich sind die Tage geprägt von vielen neuen Eindrücken, aber gerade das macht die Arbeit als JP so interessant – kein Tag ist wie der andere und jeden Tag kann ich neue, spannende Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen der Stiftung kennenlernen. Ich freue mich schon auf die kommenden Monate und bin gespannt, was ich noch alles erleben werde.

Jonathan Koch

Nachdem ich mein Masterstudium in Politischer Theorie abgeschlossen hatte, wurde mir bewusst, dass mir das rein akademische Arbeiten nicht genügen würde. Mir war immer wichtig, dass die Ergebnisse meines wissenschaftlichen Wirkens nicht nur in einer akademischen Blase Gehör finden, sondern dass ich mit meiner Arbeit tatsächlich etwas in Deutschland und der Welt bewegen kann. Die Bertelsmann Stiftung schien mir dafür eine besondere Gelegenheit zu bieten. Ihr Wirken an der Schnittstelle von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft hat mich schon zu Beginn meines Studiums besonders fasziniert. Als ich dann auf das „Junior Professionals Programm“ (JPP) aufmerksam wurde, war mir schnell klar, dass es einen hervorragenden Einstieg in genau diese Arbeit bieten würde.

Die Bertelsmann Stiftung ist für mich eine einzigartige Plattform – nicht nur wegen der großen Bandbreite an Themenfeldern und Wirkungsmöglichkeiten, sondern auch wegen der inspirierenden Menschen und der werteorientierten Haltung, die der Arbeit der Stiftung einen klaren geistigen Überbau verleihen. Was mich am JPP darüber hinaus begeistert, ist die Möglichkeit, meine eigene Komfortzone zu verlassen, in den verschiedenen Stationen neue Themenfelder kennenzulernen und die Vielfalt der Stiftung in ihrer ganzen Breite zu erleben.

Das habe ich besonders in meiner ersten Station gespürt, die ich Ende Januar abgeschlossen habe. Im Projekt Resilienz und Wirtschaftssicherheit: Grundlagen einer nachhaltigen Transformation hatte ich einerseits die Gelegenheit, mein Wissen in dem für mich neuen Bereich der Wirtschaftssicherheit zu vertiefen, und konnte andererseits durch meinen politikwissenschaftlichen Hintergrund eine neue, interdisziplinäre Perspektive einbringen. Besonders gefreut hat mich, dass ich von Anfang an viel Eigeninitiative zeigen konnte und früh Verantwortung sowie Gestaltungsspielraum erhalten habe. Ich habe nicht nur dabei geholfen, die konzeptionellen Grundlagen für das Projekt zu entwerfen, sondern auch maßgeblich an der Planung und Durchführung einer internationalen Vergleichsstudie sowie der dazugehörigen Interviews mitgewirkt. Dadurch hatte ich außerdem die Gelegenheit, sehr spannende und inspirierende Menschen kennenzulernen.

Neben den inhaltlichen Aspekten habe ich außerdem viel über Projektorganisation gelernt – nicht nur in der Fortbildung zum agilen Projektmanagement, in der ich viele theoretische Grundlagen vermittelt bekommen habe, sondern auch ganz praktisch im Alltag der Projektarbeit. Hier zeigt sich für mich auch ein weiterer besonderer Aspekt des JPP: Durch die verschiedenen Projekte, die man in dieser kurzen Zeit kennenlernen darf, werden spannende Unterschiede in den Arbeitsweisen und Dynamiken der Teams sichtbar. In meiner zweiten Station Aufwachsen in Wohlbefinden ergeben sich beispielsweise deutliche Unterschiede zur vorherigen Station, die von den jeweiligen Themen und Menschen geprägt sind und von denen ich täglich dazulerne.

Die Vielfalt der Menschen, die mit unterschiedlichsten Fachkenntnissen und Hintergründen in der Stiftung arbeiten, empfinde ich dabei als größte Bereicherung. Beim gemeinsamen Kaffeetrinken oder Mittagessen ergeben sich immer wieder neue Kontakte und Gelegenheiten, voneinander zu lernen. Ein weiterer sehr positiver Eindruck aus den ersten Wochen ist die hervorragende Organisation innerhalb der Stiftung: Durch verschiedene Veranstaltungsreihen wie die Onboarding-Veranstaltungsreihe „COME:IN“ und zahlreiche Kennenlerntreffen habe ich mich von Anfang an willkommen gefühlt und konnte mich schnell in meinem neuen Arbeitsumfeld einfinden.