Bild von zwei ehemaligen Junior Professionals

Lernen Sie zwei der Junior Professionals der 2018-er Runde kennen

Im September 2018 haben die Junior Professionals der bisher letzten Runde das Programm begonnen … und bereits nach einem Jahr gab es interessante Veränderungen …

Valentina Consiglio

Mein erster Monat als Junior Professional war geprägt von einer schnellen und herzlichen Aufnahme in mein Team, einem intensiven Austausch mit und Begleitung durch meinen Mentor, sowie vielen anderen spannenden Begegnungen. Die Lunch-Kultur in der Stiftung erleichtert es einem, sich von Beginn an, auch über die Teamgrenzen hinweg, willkommen und wohl zu fühlen – von dem ehrlichen Interesse aneinander bin ich besonders fasziniert. Zudem lernt man im Rahmen der sogenannten CO:ME-IN-Veranstaltungen viel über die Stiftung sowie verschiedene Ablaufprozesse und bekommt so einen sehr guten Eindruck davon, wie und woran die Bertelsmann Stiftung arbeitet.  

Meine erste Station in der Bertelsmann Stiftung war das Projekt „Beschäftigung im Wandel“ im Programm „Arbeit neu denken“. Das Programm liefert relevanten Akteur:innen in erster Linie durch Studienergebnisse Orientierungswissen für ein besseres Verständnis aktueller und zukünftiger Entwicklungen in der Arbeitswelt. Neben der Mitarbeit an laufenden Studien innerhalb des aktuellen Projektes war ich auch an der Entwicklung eines neuen Projektes beteiligt, sodass ich sowohl inhaltlich als auch konzeptionell arbeiten konnte.

Meine zweite Station war das Projekt „Produktivität für inklusives Wachstum“ im Programm „Nachhaltig Wirtschaften“. Anders als in meiner ersten Station hat sich dieses Projekt zum Ziel gesetzt, neben Studien auch partizipative Formate zur Wissensgenerierung und -vermittlung zu wählen. So bestand eine meiner Aufgaben darin, alle notwendigen Vorbereitungen zu treffen, um in den folgenden Monaten verschiedene Szenario-Prozesse zum Wirtschaftsstandort Deutschland in 2040 durchzuführen. Ziel war es, verschiedene Zukunftsbilder zu erforschen und gemeinsam mit jungen Mandatsträger:innen Handlungsoptionen zu diskutieren, die das Produktivitätswachstum ankurbeln und gleichzeitig alle Menschen und Regionen in Deutschland am Wachstum teilhaben lassen.

In den letzten Jahren meines Studiums habe ich mich vor allem mit der Entstehung von und dem Umgang mit sozialer Ungleichheit beschäftigt – ein Thema, das auch in Deutschland im 21. Jahrhundert enorm an Relevanz gewinnt. Gesellschaftliche Teilhabe ist keine Selbstverständlichkeit, sondern muss von verschieden Akteur:innen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aktiv eingefordert und ermöglicht werden. Ich habe mich für das Junior Professionals Program bei der Bertelsmann Stiftung entschieden, um genau daran zu arbeiten. So kann ich mich im Rahmen meiner Mitarbeit an unterschiedlichen Projekten auf verschiedenen Ebenen weiterentwickeln und die Arbeit an der Herausforderung wachsender sozialer Ungleichheiten zu einem Kernbestandteil meines beruflichen Alltags zu machen.

Valentina Consiglio hat das JPP zum 30. April 2019 vorzeitig beendet und sich auf eine weiterführende Position als Project Manager im Projekt „Beschäftigung im Wandel" entwickelt.

Dr. Marcus Wortmann

In meiner ersten Station als Junior Professional wurde ich vom Programm „Europas Zukunft“ sehr herzlich aufgenommen. Alles war sehr gut vorbereitet, sodass ich mich sofort willkommen fühlte und schnell in das Programmteam integrieren konnte. Aber auch die insgesamt offene Kultur des Austausches und der Vernetzung über Programm- und Projektgrenzen hinweg ermöglichte es mir gleich zu Beginn, einen guten Überblick über die Bertelsmann Stiftung, ihre Abteilungen, Programme und Aktivitäten zu gewinnen.

Neben den vielen informativen „CO:ME-IN“-Onboarding-Veranstaltungen und Schulungen sowie den zahlreichen Gelegenheiten, neue Kolleg:innen kennenzulernen, konnte ich in meinem ersten Projekt „Repair and Prepare“ direkt auch inhaltlich aktiv mitarbeiten. Dabei haben mich insbesondere Themenvielfalt und Aktualität der Forschungsfragen und Aktivitäten beeindruckt. Auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Projekten und externen Partnern waren eine schöne Erfahrung. So konnte ich etwa einen internationalen Experten-Workshop zur europäischen Digitalwirtschaft zusammen mit Copenhagen Economics organisieren sowie an einer Reihe von Veröffentlichungen mit unterschiedlichen Co-Autoren mitschreiben.

Während ich in den ersten vier Monaten dabei sehr nah an meinem Fachgebiet der europäischen Wirtschaftspolitik arbeitete, erwartete mich in meinem zweiten Programm „Zukunft der Demokratie“ ein ganz neues Themenspektrum. Mein Projekt „Demokratie und Partizipation in Europa“ bezog mich in zwei überaus spannende Projektbausteine ein. Zum einen konnte ich die Konzeption eines völlig neuen und längerfristig angelegten Studiendesigns mit entwickeln. Zum anderen wurde ich in die Organisation und Durchführung eines multilingualen europäischen Bürger:innen-Dialogs zusammen mit der Europäischen Kommission in Den Haag einbezogen, was für mich ein tolles Erlebnis war.

Das dritte Projekt „Kommunale Finanzen" im Programm „LebensWerte Kommune“ hielt wiederum völlig neue Aufgaben für mich bereit. Direkt zu Beginn konnte ich an den letzten Vorbereitungen zur Veröffentlichung des zweijährlich erscheinenden Kommunalen Finanzreports mitarbeiten. Hier ging es vor allem um letzte inhaltliche Prüfungen, graphische Aufbereitungen und die Entwicklung einer Kommunikationsstrategie für die Presse und Social Media, wobei ich viel über die „Knackpunkte“ bei der Publikation größerer Studien lernen konnte.

Durch diese abwechslungsreiche Projektarbeit an aktuellen Themen und Herausforderungen habe ich die Chance bekommen, einen – wenn auch kleinen – Beitrag zur Lösung drängender Probleme leisten zu können. Gerade dieser Gestaltungsanspruch ist es, den ich an der Bertelsmann Stiftung schätze und der meine Bewerbung um eine Stelle im JPP motiviert hatte. Insgesamt habe ich mich über die vertrauensvolle und konstruktive Arbeitsatmosphäre in den ersten Projektteams sehr gefreut, sodass ich mit Vorfreude auf die nächsten Monate blicke. Die Möglichkeit, sich bei vielen verschiedenen Aktivitäten einbringen zu können, aber auch neue Forschungsansätze zu entwickeln, macht die Arbeit überaus spannend und facettenreich.

Marcus Wortmann hat das JPP mit Ende der Orientierungsphase zum 31. August 2019 abgeschlossen und sich auf eine weiterführende Position als Project Manager im Projekt „Produktivität für Inklusives Wachstum" entwickelt.