Bunte Figuren und Zettel mit Kreuzchen

Wohin des Weges? Eine Schätzung der Wählerwanderungen bei der Bundestagswahl 2025

Viele Wählerinnen und Wähler in Deutschland sind in Bewegung. Aber woher kommen sie – und wohin wollen sie? Die vorliegende Analyse zeigt: Fast die Hälfte der Wahlberechtigten (49 Prozent) hat 2025 eine andere Wahlentscheidung getroffen als 2021. Das Ergebnis ist eine zunehmende Pluralisierung und Fragmentierung der Parteienlandschaft. 
Was bedeutet das für den Parteienwettbewerb? Und wie beeinflusst es die Kompromiss-, Koalitions- und Regierungsfähigkeit der Parteien unter- und miteinander? Eine Bestandsaufnahme ein Jahr nach der Bundestagswahl 2025.

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Prof. Dr. Robert Vehrkamp
Senior Advisor

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Der hohe Anteil an Wechselwählern und die hohen Wanderungssalden zwischen den Wahlgewinnern und -verlierern haben die Ergebnisse der Bundestagswahl 2025 geprägt. Der Trend einer zunehmend fluiden Wählerschaft erhöht die Volatilität und Kontingenz der Wahlergebnisse. Immer weniger können sich die Parteien auf ihre Stammwähler verlassen. Darüber hinaus zeigen unsere Schätzungen hohe Bruttowanderungen zwischen den Parteien, die bei der Fokussierung auf Wanderungssalden unsichtbar bleiben. Die hohen Bruttobewegungen können auf eine stärkere Ver-, aber auch Entmischung der Wählerpotentiale hindeuten. Also einerseits auf eine stärkere Annäherung von Wählergruppen innerhalb eines Parteienspektrums, die Wahlentscheidungen kurzfristiger und zufälliger machen könnte (Vermischung). Andererseits auf eine stärkere Ausdifferenzierung der einzelnen Wählergruppen, die die Elektorate der Parteien politisch stärker profilieren und polarisieren würde (Entmischung). Gleichzeitig steigt aber die Anforderung an die Kompromissfähigkeit, weil sie an Kompromissarbeit auch das leisten müssen, was die alten Volksparteien innerparteilich geleistet haben. Wie kann das gelingen?

Mehr dazu finden Sie im neuen EINWURF "Wohin des Weges?", den Sie hier herunterladen können:

Policy Brief EINWURF 01/2026