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Start-up-Strategie: Deutschland muss den Sprung vom Gründen zum Skalieren schaffen

Deutschland hat mit seiner ersten Start-up-Strategie wichtige Reformen angestoßen. Der entscheidende Engpass liegt heute beim Wachstum innovativer Start-ups zu international wettbewerbsfähigen Scale-ups. Zu diesem Ergebnis kommt unser neuer Policy Brief.

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Julia Scheerer
Senior Project Manager

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Der europäische Vergleich zeigt: Erfolgreiche Start-up-Politik endet nicht mit der Unternehmensgründung. Länder wie Frankreich, Estland, die Niederlande sowie Spanien und Portugal setzen unterschiedliche Schwerpunkte – von strategischer Industriepolitik über digitale Verwaltung bis hin zu internationaler Talentgewinnung und gezielter Scale-up-Förderung. Deutschland kann aus diesen Erfahrungen lernen, ohne sie eins zu eins zu übernehmen.

Verschiedene Analysen machen deutlich, dass Deutschland über hervorragende Voraussetzungen verfügt: eine starke Forschungslandschaft, industrielle Kompetenz und leistungsfähige regionale Innovationsökosysteme. Dennoch gelingt es bislang zu selten, wissenschaftliche Erkenntnisse in international erfolgreiche Wachstumsunternehmen zu übersetzen. Besonders beim Zugang zu Wachstumskapital, beim Technologietransfer, beim Bürokratieabbau und bei der öffentlichen Beschaffung bestehen weiterhin erhebliche Herausforderungen.
Der Policy Brief plädiert deshalb für eine strategische Neuausrichtung der deutschen Start-up-Politik. Im Mittelpunkt sollte künftig eine konsequente Scale-up-Agenda stehen, die Kapital, Talente, Forschung, Verwaltung und öffentliche Nachfrage stärker miteinander verzahnt. Neben besseren Finanzierungsbedingungen braucht es schnellere und digitale Verwaltungsverfahren, einen gründungsfreundlicheren Technologietransfer, innovationsfreundliche Vergabeverfahren sowie attraktive Rahmenbedingungen für internationale Fachkräfte. 

Der europäische Vergleich zeigt zugleich, dass erfolgreiche Start-up-Politik kein einheitliches Erfolgsmodell kennt. Entscheidend ist vielmehr ein klares strategisches Profil, das zu den jeweiligen nationalen Stärken passt. Für Deutschland bedeutet das: weniger Einzelmaßnahmen, mehr Priorisierung, eine konsequente Ausrichtung auf Wachstum und ein kontinuierliches Monitoring der Wirkung politischer Maßnahmen. Zudem sollte eine Strategie messbare und für alle Akteure nachvollziehbare Ziele enthalten, denn der Erfolg dieser Strategie ist wesentlich vom sektorübergreifenden Zusammenwirken abhängig.

Studie