Soziale Medien und Messengerdienste sind fester Bestandteil unseres Alltags, werden jedoch zunehmend als Instrumente politischer Einflussnahme wahrgenommen. Eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung und der Agora Digitale Transformation untersucht das ambivalente Verhältnis der Bevölkerung in Deutschland zu großen digitalen Plattformen.
Die Ergebnisse zeigen ein klares Spannungsfeld: Während 71 Prozent der Befragten den Einfluss auf die öffentliche Meinung kritisch sehen, kommt ein kompletter Verzicht nur für 18 Prozent infrage. Angesichts von Risiken wie Desinformation und Hassrede sieht die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger eine klare Verantwortung bei der Politik und den Plattformbetreibern selbst. 85 Prozent befürworten höhere Geldstrafen bei Regelverstößen, und eine breite Mehrheit fordert ein selbstbewussteres Vorgehen der EU für mehr digitale Souveränität.


