Liz Mohn, stellevertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung steht in einem weiß-schwarzen Hosenanzug im Foyer der Stiftung.

Menschlichkeit gewinnt

Liz Mohn, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, fordert mehr Verantwortung von Unternehmern – und einen kritischen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen in unserer Gesellschaft.

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Musik, Sprache, Teilhabe

Wie schreibt man Texte? Wie rappt man zu Livemusik? Wie produziert man einen Song? Der Film zeigt, wie Jugendliche aus dem Iran, Syrien, Afghanistan und Deutschland an zwei Tagen im Hamburger Konservatorium zusammenarbeiteten, um gemeinsam einen Song zu produzieren. Dabei standen den Teens die drei Musik-Profis Spax, Sleepwalker und Arun Gauri zur Seite. Außerdem kam der Prototyp der eLearning-Plattform KON-Plugin zum Einsatz.

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Evropská komise a my jsme uspořádali 6.12.2018 v Pasově inovativní evropský dialog občanů. Sto dvacet náhodně vybraných občanů České republiky, Rakouska a Německa diskutovalo o budoucnosti Evropy.

V centru byla evropská uprchlická politika, sociální politika a soužití v pohraničním regionu Dunaj – Vltava. Občané nejprve ve dvanácti smíšených skupinách u stolů vypracovalo reformní návrhy, o kterých potom diskutovali s Martinem Selmayrem, generálním tajemníkem Evropské komise, a s českými, rakouskými a německými politiky.

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Bildergalerie

Am 15. und 16. Februar 2019 fand in Berlin-Spandau die bundesweite Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche 2019 statt. Diskutiert wurde, wie in Zeiten von Rechtspopulismus, Antisemitismus und Rassismus eine durch Migration und Vielfalt gekennzeichnete Gesellschaft gestaltet, Konflikte fair ausgetragen und Werte wie Toleranz und Respekt verteidigt werden können.

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Welche Bedürfnisse haben Kinder und Jugendliche? Das war die Leitfrage, unter die Prof. Dr. Sabine Andresen von der Goethe-Universität Frankfurt ihre Untersuchung "Children's Worlds+" gestellt hat. Die Sozialpädagogin fasst die Ergebnisse der von uns beauftragten Studie zusammen und erklärt, welche Rückschlüsse die Familienpolitik und -forschung daraus auch für die Bekämpfung von Kinderarmut ziehen sollte.

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Trailer

Im Trailer der Musikalischen Bildung zeigen wir, mit wieviel Freude Kinder ihren Kita- und Grundschulalltag erleben, wenn sie musikalische Aktivitäten selbst gestalten und umsetzen können.

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Brexit, erstarkende Populisten in Europa und die Zunahme von Konflikten mit den USA und China: Im Jahr der Europawahlen könnte es ungemütlich werden für die EU. Auf unserer Veranstaltung in Berlin warb EU-Kommissar Günther Oettinger für ein starkes und geeintes Europa.

Infos zum Text

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Von Liz Mohn für change – das Magazin der Bertelsmann Stiftung. Ausgabe 2/2016.

Die Welt ist in Bewegung geraten – wir leben in einer Zeitenwende! So lassen sich wohl am besten die Umwälzungen und Entwicklungen umschreiben. Nicht nur, dass wir von vielen Kriegen und Konflikten betroffen sind, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Auch die Ausdehnung der internationalen Handelsbeziehungen wirft neue Fragen nach der Ausgestaltung der Arbeits- und auch Lebensbedingungen von Milliarden von Menschen auf. Dazu stellt die globale und digitale Vernetzung mit all ihren Chancen und Risiken unsere Gesellschaften und Wirtschaftssysteme vor große Herausforderungen und wird die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verändern. Noch können wir nicht abschätzen, ob und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Szenarien, die vom Verschwinden der Hälfte der Berufe in den nächsten zehn Jahren ausgehen, sind ein Alarmsignal.

Viele Menschen reagieren auf die Umbrüche mit Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das jedoch sind Gefühle, die den Weg für innovative Lösungen und den Blick für Perspektiven verstellen. Wie kann es also gelingen, Zukunft so zu gestalten, dass sie Innovation und Teilhabe und damit Beschäftigung und Wohlstand in einer globalisierten Welt ermöglicht? „Wir müssen mehr Köpfe ans Denken bringen“ – diese Überzeugung meines Mannes Reinhard Mohn ist aktueller denn je. Denn es braucht die Kräfte aller gesellschaftlichen Gruppen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Dazu braucht es Unternehmenskulturen, die durch die Delegation von Verantwortung sowie Mitsprache und Teilhabe an Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen Menschen Sinnerfüllung und Eigenverantwortung in der Arbeit ermöglichen. Vor allen Dingen braucht es aber ein gemeinsames Ziel, auf das sich die beteiligten Interessenvertretungen verständigen und mit dem sie sich identifizieren.

Ein verantwortungsvolles Unternehmertum kann und soll einen wirkungsvollen Beitrag leisten, um gesellschaftlichen Fortschritt mitzugestalten. Viele Beispiele zeigen, dass Unternehmer Wirtschaft und Gesellschaft zusammen denken. Entweder mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die Menschen helfen, ihren Alltag besser zu gestalten. Oder indem sie mit ihren spezifischen unternehmerischen Kompetenzen und Ressourcen zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen. Oder einfach, indem sie Menschen durch Innovation und Wachstum Beschäftigung und Wohlstand und vielleicht in unruhigen Zeiten auch so etwas wie eine „Heimat“ bieten.

Wie wichtig dies ist, wird aktuell an vielfältigen Initiativen der Wirtschaft deutlich, den Menschen, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind, eine Perspektive zu bieten. Ob es uns gelingt, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren, hängt entscheidend davon ab, ob sie eine Ausbildung machen können und einen Arbeitsplatz finden. Hier haben Unternehmen eine Schlüsselrolle, und die Fülle an bereits realisierten betrieblichen Integrationsprojekten zeigt, dass viele bereit sind, diese Rolle auszufüllen.

Aber auch in anderen Bereichen leisten Unternehmen ihren Beitrag für das Gemeinwohl. Denken wir nur an die vielen mittelständischen Unternehmen, die sich für Bildung und Ausbildung engagieren, für mehr Teilhabe benachteiligter Menschen oder für gute Bedingungen für Familien. Wir brauchen diese Kultur der Verantwortung, denn sie ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese mit Engagement und neuen Ideen mitzugestalten, ist gelebtes Unternehmertum.

Der Reinhard Mohn Preis 2016 soll hierzu wichtige Impulse geben. Denn bei aller globaler Wettbewerbsorientierung sollte auch für die Wirtschaft und das Unternehmen die Forderung Reinhard Mohns ein Leitmotiv bleiben: Menschlichkeit gewinnt!