Tent Deutschland wurde von Anisa Rudaj, Partnerships Manager, und Lauren Kanady, Communications & Partnerships Specialist, präsentiert. Dem bundesweiten Netzwerk gehören 80 Großunternehmen an: von Adidas bis IKEA. Weltweit umfasst seine Dachorganisation, die Tent Partnership for Refugees, sogar 500 globale Unternehmen. Tent Deutschland mobilisiert die Geschäftswelt, damit Geflüchtete Zugang zu Stellenangeboten erhalten und bereit für den Eintritt ins Berufsleben sind. Denn wer einen Job hat, kann sich auch eine Zukunft aufbauen. Für Unternehmen ist vor allem die Wirtschaftlichkeit wichtig, das heißt der „Business Case“ und der Faktor Zeit, damit sich die Einstellung und Begleitung von Geflüchteten rechnet. Bei der Umsetzung sind vor allem lokale Partner relevant wie Caritas und Malteser. Auch Kommunen sind eingeladen, Tent Deutschland auf Kooperationsmöglichkeiten hin anzusprechen.
Montage: © artbesouro; Good Studio - stock.adobe.com
Win-Win! Unternehmen unterstützen Geflüchtete
Unternehmen sind sehr relevante Akteure bei der Arbeitsintegration von Geflüchteten. Mit der Arbeitserlaubnis und dem Bewerbungsgespräch ist es nicht getan. Wie können Unternehmen dazu beitragen, dass Geflüchtete sich im Unternehmen zurechtfinden, eine Unterkunft haben, Behördengänge erledigen, sich in Betrieb und Gesellschaft gut integrieren? Zur Unterstützung von Unternehmen haben sich in den letzten Jahren Unternehmensnetzwerke gebildet, von denen wir zwei in unserem Online Forum - Teilhabe und Arbeit: Unternehmensnetzwerke vorstellen möchten.
Inhalt
Das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge (NUIF) wurde von Marianne Schüsseler vorgestellt. NUIF ist das mit über 5.000 Mitgliedsbetrieben größte Unternehmensnetzwerk Deutschlands. Es unterstützt hauptsächlich kleine und mittlere Unternehmen (KMU), beispielsweise mit Seminaren und Veranstaltungen sowie Beratungsangeboten rund um das Thema Arbeitsmarktintegration. Das NETZWERK wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und befindet sich in Trägerschaft der DIHK-Service GmbH. Mitgliedsunternehmen unterstützen Zugewanderte und/oder Geflüchtete. Sie helfen beim Ankommen, beispielsweise durch Unterstützung bei der Wohnungssuche oder durch einen Stadtrundgang und beim Sprachenlernen (z.B. „Lebendiges Wörterbuch“). Hilfreich sind auch zahlreiche Erklärvideos und Produkte des NETZWERKs, die für mehr Durchblick durch Fragen zur Arbeitsmarktintegration sorgen sollen. zur Präsentation
Der anschließende Austausch machte deutlich, dass Fach- und Arbeitskräfte-Zuwanderung seitens der Wirtschaft gebraucht wird. Gleichzeitig ist es wichtig, sowohl die Perspektive der Unternehmen als auch der Geflüchteten zu berücksichtigen. Die Zusammenarbeit vor Ort ist ein weiterer Erfolgsfaktor.
Das Format Online Forum wird einmal pro Monat, mittwochs in der Mittagszeit, in der Regel von 12:30 Uhr bis 13:30 Uhr angeboten. Am 23. September findet ein Online Vertiefungsworkshop – Teilhabe und Arbeit zum Thema Schutzsuchende aus der Ukraine statt: von 12:30-14:30 Uhr.


