junge Leute machen ein Selfie

Wertebildung

Mit unseren Projekten zur Wertebildung engagieren wir uns für ein gelingendes Miteinander in unserer vielfältigen Gesellschaft. Dafür entwickeln und verbreiten wir mit Partnern Ansätze guter Praxis, die dazu beitragen, Kompetenzen im Umgang mit Wertevielfalt zu stärken, und Menschen ermöglichen, in den Dialog über ihre Werte zu kommen.

Ansprechpartner

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Stephan Vopel
Director
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Julia Tegeler
Project Manager

Werte und Kompetenzen für´s Miteinander stärken

Für die individuelle Orientierung und ein gelingendes Zusammenleben in unserer pluralistischen Gesellschaft ist es wichtig, dass Menschen konstruktiv mit Wertevielfalt umgehen. Dazu gehört etwa, sich mit unterschiedlichen Wertvorstellungen auseinanderzusetzen und für sich zu klären, woran man sich persönlich orientieren will. Dazu gehört auch, zu akzeptieren, dass andere Menschen andere Wertvorstellungen haben. Ebenso gehört dazu, sich darüber zu verständigen, welche gemeinsamen Werte im Umgang miteinander gelebt werden sollen. Dafür braucht es persönliche und soziale Kompetenzen, wie etwa die Fähigkeit, sich auf unterschiedliche Sichtweisen einzulassen, Verständnis für andere aufzubringen, Ambiguität auszuhalten, Kompromisse zu finden oder auch eigene Wertvorstellungen zu hinterfragen. Solche Kompetenzen für ein gelingendes Miteinander wollen wir mit unseren Aktivitäten fördern.

Mit Partnern aus der Zivilgesellschaft entwickeln, erproben und verbreiten wir dafür Ansätze guter Praxis für die Wertebildung. Sie sollen diejenigen in ihrer Arbeit unterstützen, die sich für den sozialen Zusammenhalt engagieren und insbesondere jungen Menschen dabei helfen, sich zu gemeinschaftsfähigen, selbstbestimmten und demokratisch handelnden Persönlichkeiten zu entwickeln. Zwei Ansätze stehen dabei im Vordergrund: Erstens, das Konzept einer ganzheitlichen Wertebildung, die Haltungen, Kompetenzen und Handeln für ein friedliches, tolerantes und solidarisches Miteinander fördert; zweitens der Wertedialog als spezifische Methode für die Auseinandersetzung mit persönlichen und gesellschaftlichen Werten.

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TeamUp! Werte gemeinsam leben

Mit unserem Projekt „TeamUp! Werte gemeinsam leben“ engagieren wir uns für die Wertebildung junger Menschen dort, wo viele von ihnen ihre Freizeit verbringen und vielfältige Erfahrungen machen: im Jugendfußball. Hier spielen Werte wie Teamgeist, Fairness und Respekt eine zentrale Rolle. Sie geben Orientierung für den Umgang miteinander. Auf und neben dem Platz sind ein an diesen Werten orientiertes Verhalten und entsprechende Kompetenzen gefragt: Jugendliche sollen als Team agieren, Verantwortung übernehmen, Konflikte friedlich lösen und sich fair und respektvoll gegenüber Mitspielenden oder Gegner:innen verhalten. Dabei können Trainer:innen, Betreuer:innen und Jugendleiter:innen junge Spieler:innen bewusst unterstützen. Wie das geht, zeigt unser Wertebildungskonzept TeamUp!.

Wir haben TeamUp! zusammen mit dem Fußball- und Leichathletik-Verband Westfalen e.V. (FLVW) entwickelt, erprobt und wissenschaftlich evaluiert. Das Konzept vermittelt Trainer:innen, Betreuer:innen, Jugendleiter:innen, wie sie die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen unterstützen und ein respektvolles Miteinander im Verein fördern können. Im Fokus steht die Stärkung von sozialen Werthaltungen, Kompetenzen und sozialem Handeln. TeamUp! basiert auf Prinzipien wirksamer Wertebildung, die wir mit Expert:innen entwickelt haben (Leitlinien für die Wertebildung von Kindern und Jugendlichen). Im FLVW gehört TeamUp! seit 2018 zur regulären Trainer- und Jugendleiter-Fortbildung. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) skalieren wir das Konzept derzeit in weitere Landes-Fußball-Verbände.

Wir wollen TeamUp! allen daran interessierten Akteur:innen im Jugendsport zur Verfügung stellen. Dazu bereiten wir Praxismaterialien auf und bieten Schulungen sowie Beratung zum TeamUp!-Konzept an. Alle Informationen zu TeamUp! gibt es hier: Projektseite TeamUp!

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Wertedialog - Miteinander gestalten

In einer Gesellschaft, in der Menschen unterschiedliche Wertvorstellungen haben, ist es wichtig, darüber zu sprechen. Nur so lassen sich Akzeptanz und Verständnis füreinander herstellen, Orientierung schaffen, das Miteinander gemeinsam gestalten und auch Konflikte oder Missverständnisse auszuräumen. Mit dem Wertedialog bringen wir Menschen in den Austausch über ihre Werte und stärken ihre Kompetenzen im Umgang mit Wertevielfalt. Wir verstehen unter einem Wertedialog eine spezifische Methode der Wertebildung. Dieses besondere Gesprächsformat ermöglicht es den Beteiligten, sich mit verschiedenen Sichtweisen auseinanderzusetzen. Dabei können, Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten entdeckt werden. Trotz unterschiedlicher Ansichten gelingt es dabei, Empathie und Verständnis füreinander zu entwickeln. Ein Wertedialog hilft, sich eigene Wertvorstellungen bewusstzumachen oder sich in einer Gruppe oder Gemeinschaft über geteilte Werte zu verständigen, darüber, was sie konkret bedeuten, wie wichtig sie im Vergleich zu anderen Werten sind, und wie sie konkret im Miteinander ausgestaltet werden sollen. Wer sich in einen Wertedialog begibt, erfährt Perspektivwechsel, überprüft oder erneuert die eigenen Positionen, öffnet sich für neue Sichtweisen und stärkt die eigene Dialogfähigkeit. Konzepte des Wertedialogs spielen auch im Projekt „TeamUp!“ eine zentrale Rolle. 2020 haben wir zudem in unserem Projekt „Stendal besser machen“ in Kooperation mit der Körber Stiftung und der Freiwilligen Agentur Altmark e.V. Konzepte des Wertedialogs mit Bürger:innen erprobt. Aktuell entwickeln wir unsere Ansätze des Wertedialogs weiter und bereiten sie analog und digital so auf, dass interessierte Multplikator:innen der Jugend- und Erwachsenenbildung sowie weitere Akteur:innen der Zivilgesellschaft diese in unterschiedlichen Gruppenkontexten einfach und flexibel anwenden können.

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