Eine junge Europäerin unterhält sich mit drei jungen Männern unterschiedlicher Nation
Arne Weychardt

In Vielfalt leben: Vielfältiges Miteinander gestalten

In westlichen Gesellschaften hat der soziale Zusammenhalt einen hohen Stellenwert. Dieser wird derzeit durch unterschiedliche Entwicklungen herausgefordert (u.a. Globalisierung, weltweite Fluchtbewegungen sowie zunehmende ethnische, kulturelle und religiöse Diversität). Auf lokaler Ebene laufen diese Entwicklungen zusammen und fordern das kommunale Gemeinwesen heraus. Schließlich müssen die Auswirkungen auf kommunaler Ebene bearbeitet und Lösungen gefunden werden, um ein gelingendes Miteinander vor Ort gestalten zu können.

Gelingendes Miteinander stärken

Eine der zentralen kommunalpolitischen Herausforderungen ist die Einwanderung von Flüchtlingen seit Sommer 2015. Einerseits wurde vielerorts außerordentliches ehrenamtliches Engagement für Geflüchtete sichtbar, andererseits kann es auch zu einer Spaltung vor Ort kommen, wenn sich Befürworter und Gegner der Ansiedelung sowie Unterstützung von Geflüchteten gegenüberstehen.

Wie kann unter diesen Gegebenheiten auf lokaler Ebene das gelingende Miteinander gestärkt werden? Im Rahmen des Projektes In Vielfalt leben – Zusammenhalt gestalten möchte wir anhand von Fallbeispielen herausarbeiten, wie Kommunen den Umgang mit diesen Herausforderungen gelingend gestalten können. Hierfür ist zunächst eine Bestandsaufnahme notwendig, die wir mittels empirischer Fallstudien erarbeiten.

Wie machen wir das?

Für die Fallstudien zur Bestandsaufnahme werden qualitative Interviews geführt, mit Fokusgruppen diskutiert und Daten mittels standardisierten Telefonbefragungen erhoben. Des Weiteren debattieren im Rahmen von Großveranstaltungen unterschiedliche Akteuren über das Miteinander vor Ort und die Konsequenzen aus den Erkenntnissen des Projektes. Schließlich sind die lokalen Akteure die Experten, um das Zusammenleben in ihrem Ort weiterzuentwickeln.

Dieses Projekt führen wir zusammen mit dem Institut für Demokratische Entwicklung und Soziale Integration (DESI, Berlin) sowie in Kooperation mit dem Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik (IfS, Berlin) durch.