Digitalisierung
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, Digitalisierung: Die globale Daten-Ökonomie

Der globale Markt besteht nicht mehr nur aus dem Austausch von Waren und Dienstleistungen. Mit der zunehmenden Relevanz digitaler Geschäftsmodelle wächst der internationale Datenverkehr. Doch wie verändert dies die globale Ökonomie? Ist Deutschland auf die digitale Globalisierung vorbereitet? Und welche Regeln braucht die globale Datenökonomie, um Verbraucher- und Unternehmensinteressen gerecht zu werden?

Daten als Rohstoff verändern die Weltwirtschaft in vielerlei Hinsicht. Diese Veränderung zeigt sich nicht nur an digitalen Start-Ups, die Technologien nutzen, um neue Ideen umzusetzen – sie zeigt sich auch in traditionellen Unternehmen, deren Geschäftsmodelle sich durch verstärkten Dateneinsatz radikal ändern. Trotz der bereits massiven Veränderungen stehen wir hier erst am Anfang eines disruptiven Entwicklungsprozesses: Wie wird die globale Ökonomie aussehen, wenn sich Robotik, 3D-Druck und künstliche Intelligenz auf breiter Front durchgesetzt haben?

Der Handel mit Dienstleistungen war lange Zeit dadurch begrenzt, dass die meisten Dienstleistungen es erforderten, dass Produzent und Verbraucher am gleichen Ort waren. Die Digitalisierung hat diese Grenzen zu einem großen Teil aufgehoben, der Dienstleistungshandel wächst deutlich schneller als der Güterhandel. Dienstleistungen machen den Großteil von modernen Volkswirtschaften aus – in Deutschland etwa 70% der Wertschöpfung. Es besteht hier also ein großes Wachstumspotenzial. Aber ist Deutschland auf den Handel mit digitalen Dienstleistungen eingestellt? Eine Studie des GED-Projektes hat gezeigt, dass Deutschland gegenwärtig noch stark unter seinen Möglichkeiten bleibt.

Wir beobachten bereits, dass Digitalisierung und Automatisierung die globalen Produktionsströme verändern. Viel Industrieproduktion, die aufgrund von niedrigeren Gehältern in Schwellen- und Entwicklungsländer abgewandert war, kehrt wieder in die entwickelten Volkswirtschaften zurück. Die Nähe zum Absatzmarkt ist wichtiger als die Lohnkosten, denn viele Produkte werden mit einem hohen Automatisierungsgrad erzeugt. Was bedeutet diese Tendenz für die Entwicklungschancen vieler Schwellenländer? Ist ein industrie- und exportgetriebenes Entwicklungsmodell wie China noch möglich?

Was bedeutet es für die Weltwirtschaft, wenn sich 3D-Druck flächendeckend durchsetzt? Findet Güterhandel dann nur noch mit Rohstoffen statt? Wie kann der Schutz geistigen Eigentums an 3D-Druckplänen geschützt werden? Wie gehen wir mit den Rechten von Verbrauchern um?

Die Digitalisierung wird die Weltwirtschaft verändern. Doch in vielen Fällen ist noch nicht eindeutig klar, was diese Veränderung für Wirtschaft, Gesellschaft und internationale Zusammenarbeit bedeutet. Das GED-Projekt stellt sich diesen Fragen und versucht Antworten zu geben.

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