Datensicherheit
StartupStockPhotos / pixabay.com - CC0, Public Domain

: Neustadt an den Tisch: Online-Zusammenarbeit im Verein

Cloud-Computing, Collaborative Editing und Projektkollaboration, Webinare und Wikis… Sie verstehen nur Bahnhof? Um hier für Entwirrung zu sorgen hatte das Netzwerk „über Zaun und Grenze des Freiwilligenzentrum „mach mit!“ der Caritas am 03. Dezember 2019 den Referenten Herrn Daniel Lehmann des Projekts Digitale Nachbarschaft (DiNa) zum Workshop „Online-Zusammenarbeit“ in das BayernLab eingeladen.

Im Projekt Digitale Nachbarschaft (DiNa) gibt Deutschland sicher im Netz e.V. Tipps und Hinweise zu digitalen Chancen und Datensicherheit im Ehrenamt. Die DiNa hat sich auf die Fahne geschrieben Vereine, Initiativen und freiwillig engagierte Bürger*innen für die Chancen des Internets zu sensibilisieren und sie für einen sicheren Umgang mit dem Netz zu qualifizieren. Vielfältig sind die digitalen Schulungsangebote des Projekts. Im hiesigen Workshop im BayernLab Neustadt ging es schwerpunktmäßig um effektive Wege der Online- Zusammenarbeit.

Cloud-Computing
Cloud-Computing eröffnet die Möglichkeit, dass Daten nicht mehr lokal auf einer Festplatte gespeichert werden, sondern zentral in einer Datenwolke, auf die über das Internet zugegriffen werden kann. Für Vereine und ehrenamtliche Initiativen bietet das Cloud- Computing große Vorteile, denn oft müssen hier große Bilddatenbanken, diverse Organisationslisten sowie Protokolle und Pressemitteilungen erstellt, gepflegt und geändert werden. Mit entsprechender Berechtigung können mehrere Personen zeit- und ortsunabhängig auf die Daten in der Cloud zugreifen und Dateien teilen. „Einzig ein funktionierendes Internet ist Grundvoraussetzung, sonst ist man vom Zugriff ausgeschlossen“, bemerkt der Referent Lehmann schmunzelnd als kleinen Nachteil. Im Sinne der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist es wichtig einen Cloud-Speicher nach seinem Serverstandort zu wählen. Liegt dieser in Deutschland, so werden die Datenschutzrichtlinien der EU eingehalten.

Dateiverschlüsselung
Es bleibt immer ein leichter Argwohn, dass sensible Daten nicht ausreichend geschützt sind. „Wie kann man seine sensiblen Daten selber verschlüsseln, wenn das der Cloud-Anbieter nicht leistet“, warf auch prompt ein Teilnehmer des Workshops als Frage ein. Hier gibt es eine Reihe von Tools, die auf dem eigenen Rechner lokal installiert werden können. „Auch die Wahl von Passwörtern hat maßgeblichen Einfluss auf Datensicherheit“, bemerkte der Referent. Passwortmanager oder die Passwortkarte sind sehr hilfreich, um über die stetig wachsende Liste an Passwörtern nicht den Überblick zu verlieren.

Gemeinsames Bearbeiten von Dokumenten
Durch Programme für Collaborative Editing (gemeinsames Bearbeiten von Dokumenten) hat eine Gruppe von Personen die Gelegenheit gemeinsam und auch gleichzeitig Texte zu bearbeiten. Beispielsweise To-do-Listen, Umfragen oder Organisationslisten werden in Echtzeit zusammen online bearbeitet, was bei vielen Anbietern auch inklusive Chatfunktion möglich ist. Die Projektarbeit wird allerdings damit nur dann deutlich vereinfacht, wenn alle Beteiligten ein vertieftes digitales Wissen in diesem Bereich haben.

Wissensaustausch
Jeder Verein, jede ehrenamtliche Initiative hat ein spezielles Know-how in seinem Bereich. Um Erfahrungen und Wissen zu dokumentieren und anschließend zu teilen, können eigene Wikis erstellt werden. Dies sind eigene Webseiten, deren Inhalte von den Besuchern nicht nur gelesen, sondern auch bearbeitet und geändert werden können. Webinare wiederum, in Form von Vorträgen oder Workshops bis hin zu online-Besprechungen, sind seit einigen Jahren eine beliebte Variante überörtlicher Schulungsmöglichkeiten. „Digitale Stammtische wären zum Beispiel für die hiesigen Nachbarschaftshilfen ein großartiges Kommunikationsformat, um den Austausch zwischen den Helferkreise der verschiedenen Orte zu erleichtern.“, findet Agatha Ludwig, Koordinatorin im Freiwilligenzentrum.

Konkrete Informationen zu Anbietern
Wenn Sie konkrete Informationen zu Anbietern der erwähnten digitalen Dienste haben möchten, dann kontaktieren Sie bitte das Freiwilligenzentrum „mach mit!“ unter 09161 – 8889 36 oder ueberzaunundgrenze@caritas-nea.de. Weitere Termine zum Netzwerk „über Zaun und Grenze“ im Landkreis Neustadt a. d. Aisch – Bad Windsheim finden Sie unter www.ueberzaunundgrenze.de

Die "Engagierte Stadt"

Projekte