Das Projekt folgt drei Handlungsansätzen: Wir möchten Konfliktdynamiken und Diskurse besser verstehen (Think), wir entwickeln und erproben konkrete Diskurs- und Beteiligungsformate (Do) und streben an, wirksame Verfahren in Institutionen und Netzwerken zu verankern (Guide).
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Diskurs und Partizipation
Das Projekt stärkt das demokratische Miteinander in einer Zeit, in der gesellschaftliche Spannungen und Konflikte jeden Tag spürbar sind. Dafür stärken wir analoge und digitale Räume des konstruktiven Austauschs.
Wir wollen gesellschaftliche und politische Diskussionsdynamiken besser verstehen, innovative Diskurs- und Beteiligungsformate entwickeln und diese dauerhaft in Institutionen und Netzwerken zu verankern. Dabei verbindet das Projekt klassische Beteiligungsansätze mit digitalen, KI-gestützten und hybriden Lösungen. Dazu untersuchen wir, wie digitale Plattformen, Civic Tech und KI genutzt werden können, um Diskurse strukturierter, inklusiver und skalierbarer zu gestalten.
Dazu müssen wir Konflikte und Kompromisse wieder stärker als Kern demokratischer Aushandlung sichtbar und erlebbar machen. Digitale Beteiligung wollen wir nutzer:innenzentriert und niedrigschwelliger gestalten. Dazu benötigen wir Qualitätsstandards, Kompetenzen und bessere Wirksamkeit guter Beteiligung in Politik und Verwaltung.
Unser Ansatz und Schwerpunkte
Gute Diskurse eröffnen Kompromissräume
Die Grundlagen gelingender demokratischer Aushandlung müssten gestärkt werden. Deshalb untersuchen wir, wie konfliktfähige und kompromissorientierte Diskurse in Deutschland und Europa entstehen, welche Rolle Polarisierung und Fragmentierung spielen und wie sich öffentliche Kommunikation unter digitalen Bedingungen verändert. Dabei rückt insbesondere die Frage in den Mittelpunkt, wie Künstliche Intelligenz Diskurse beeinflusst – sowohl als Risiko als auch als Chance.
(Digitale) Teilhabe und Beteiligung stärken die Demokratie
Der zweite Projektschwerpunkt richtet den Blick auf die Weiterentwicklung demokratischer Teilhabe im digitalen Raum. Wir analysieren, wie digitale Plattformen, Civic-Tech-Ansätze und KI-gestützte Anwendungen Beteiligung verändern und erweitern können – und wo ihre Grenzen liegen.
Darauf aufbauend entwickeln wir digitale und hybride Beteiligungsformate, die niedrigschwellige Teilnahme ermöglichen und gleichzeitig große Mengen an Beiträgen strukturieren und auswertbar machen. KI spielt dabei eine zentrale Rolle, etwa bei der Bündelung von Argumenten oder der Rückspiegelung von Ergebnissen.
Neue Partizipationsformate verankern schafft Verlässlichkeit
Gerade institutionelle Verankerung neuer Beteiligungsverfahren schafft Nachhaltigkeit.
Gemeinsam mit Vorreiter:innen aus politischen Institutionen und Partnerorganisationen schaffen wir Raum für Erfahrungsaustausch über vielversprechende Methoden, erfolgreiche Ansätze von interner und externer Kommunikation sowie über Wirkung von Beteiligung. Ein besonderer Fokus liegt darauf, tragfähige Qualitätsstandards, Kompetenzen und Strukturen für Beteiligung weiterzuentwickeln. Über Netzwerke in Deutschland und Europa tragen wir dazu bei, erfolgreiche Ansätze zu verbreiten und langfristig in politischen und administrativen Routinen zu verankern.


