Foto der Vertragsunterzeichnung zur Datenstrategie Schleswig-Holstein. Auf dem Foto sind Personen aus dem Ministerium des Landes Schleswig-Holstein und Mitarbeiter:innen der Bertelsmann Stiftung zu sehen.

Neues Daten-Dashboard unterstützt Schulen in Schleswig-Holstein

Das Bildungsministerium in Schleswig-Holstein führt erstmals ein Dashboard für Schuldaten ein. Wir haben bei der Entwicklung des Konzepts unterstützt. Ziel ist eine lernfördernde Datenkultur.

Ansprechpartner:innen

Foto Martin Pfafferott
Dr. Martin Pfafferott
Senior Project Manager
Foto Dirk Zorn
Dr. Dirk Zorn
Director
Foto Charlotte Jost
Charlotte Jost
Project Manager

Inhalt

Am 1. Oktober stellten Staatssekretär Tobias von der Heide und Dirk Zorn, Director des Programms „Bildung und Next Generation“ der Bertelsmann Stiftung, im Rahmen einer Pressekonferenz in Kiel das neue Dashboard für Schleswig-Holsteins Schulen vor. Es soll Lernentwicklungen von Schülerinnen und Schülern sichtbar machen und die Ziele des Rahmenkonzepts SCHULE 2035 mit Evidenz unterstützen: bessere Leistungen und Kompetenzen, mehr Chancengerechtigkeit sowie Wohlbefinden und Persönlichkeitsentwicklung. Die Bertelsmann Stiftung kooperiert mit dem Bildungsministerium dabei in zwei zentralen Bereichen: Sie hat strategische Gesprächsformate organisiert und damit zu den konzeptionellen Grundlagen des Dashboards und den Ansätzen einer neuen Datenkultur beigetragen. In einem nächsten Schritt begleitet sie nun die Regionalforen „Daten im Dialog“.

Die Grundlage für das Dashboard entstand in einem Beteiligungsprozess. In der von der Bertelsmann Stiftung unterstützten Arbeitsgruppe kamen Menschen aus Bildungsministerium, Schulpraxis einschließlich der berufsbildenden Schulen, Schulaufsicht, dem Landesinstitut für Qualitätsentwicklung (IQSH) und dem Institut für Berufliche Bildung (SHIBB) zusammen. Sie brachten unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Fragen ein und entwickelten gemeinsam die Grundlagen für einen strategischen Umgang mit Daten und dem Dashboard. Die Stiftung unterstützte diesen Austausch auch mit Erkenntnissen aus internationalen Veränderungsprozessen im Bildungsbereich. So konnte bereits während der Konzeptentwicklung ein gemeinsames Verständnis dafür wachsen, wie Daten zu einer Dialogkultur und einem lernenden Schulsystem beitragen können.

Vom Dashboard zum Dialogprozess

Mit der Vorstellung des Dashboards ist ein wichtiger Schritt getan. Doch das technische Produkt allein genügt nicht: Daten verändern Schule erst dann, wenn Menschen sie gemeinsam analysieren und daraus konkrete Schritte ableiten. Dafür braucht es Akzeptanz und Vertrauen sowie die Möglichkeit, auch schwierige Befunde offen anzusprechen. Anders ausgedrückt: Nötig ist ein Rahmen, der den Akteuren psychologische Sicherheit gibt. Im Mittelpunkt steht deshalb die Frage, wie das Dashboard im Alltag von Schulen, Schulaufsicht und Unterstützungssystem genutzt werden kann, um Herausforderungen früh zu erkennen und passgenaue Maßnahmen anzustoßen.

Hier setzt die Regionalforenphase „Daten im Dialog“ an, welche die Bertelsmann Stiftung im Rahmen ihres Projekts „Change Learning“ durch die Mitwirkung an Konzeption, Moderation und Durchführung unterstützt. Die Foren bieten Raum, um Fragen und Bedenken aufzugreifen, Erfahrungen auszutauschen und ein gemeinsames Verständnis für den Umgang mit Daten zu entwickeln. Einbezogen werden Menschen aus der Schulpraxis, der Schulaufsicht und den Verwaltungen. Das soll Akzeptanz schaffen, die Nutzung im Schulalltag stärken und so zum Lernen auf allen Ebenen beitragen. Zugleich sollen Rückmeldungen aus der Praxis in die Weiterentwicklung des Dashboards und der Strategie des Umgangs mit Daten einfließen. Entscheidend ist, dass aus sichtbaren Entwicklungen gemeinsame Verantwortung für dieselben Ziele und gemeinsames Handeln entstehen – und daraus spürbare Verbesserungen für Schülerinnen und Schüler.