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Drei Perspektiven auf den Übergangssektor: Was junge Menschen, Fachkräfte und Leitungen verändern würden

Der Übergangssektor steht seit Jahren in der Kritik. Jährlich beginnen über eine Viertelmillion junger Menschen eine Maßnahme, die sie auf eine Ausbildung vorbereiten soll. Allerdings gelingt nach drei Jahren nur zwei Dritteln der Übergang in eine vollqualifizierende Ausbildung. Wir haben junge Menschen, Fach- und Leitungskräfte gefragt, wie sich der Übergangssektor verändern müsste, damit aus dem Maßnahmendschungel ein echtes Chancensystem wird.

 

Ansprechpartner:innen

Foto Helen Renk
Helen Renk
Project Manager
Foto Naemi Johanning
Naemi Johanning
Senior Project Manager
Foto Clemens Wieland
Clemens Wieland
Senior Expert

Inhalt

Das Übergangssystem soll junge Menschen unterstützen, die nach der Schule keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Diverse Maßnahmen sollen die berufliche Orientierung junger Menschen stärken, ausbildungsrelevante Kompetenzen vermitteln und damit den Weg in eine betriebliche oder schulische Ausbildung erleichtern. In Punkto Wirksamkeit und Erfolgsquote besteht allerdings eindeutig Verbesserungspotenzial.  

Es gibt bereits zahlreiche Vorschläge zur Weiterentwicklung des Übergangssektors. Die gemeinsame Veröffentlichung der Bertelsmann Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung ergänzt diese Debatte um drei Perspektiven aus der Praxis: die von jungen Menschen, Fachkräften und Leitungen. In Workshops und Gruppeninterviews berichten sie, wie sie die Angebote erleben, was den Übergang in Ausbildung erschwert und welche Veränderungen notwendig sind, damit in Zukunft mehr junge Menschen erfolgreich in Ausbildung übergehen.

Die Ergebnisse verdeutlichen: Der Übergangssektor braucht verlässliche Strukturen für individuelle Begleitung und flexible Wege in Ausbildung. Junge Menschen wünschen sich frühzeitige, praxisnahe Berufsorientierung und feste Ansprechpersonen im Bewerbungsprozess. Fachkräfte benötigen mehr Zeit, stabile Rahmenbedingungen und weniger Bürokratie. Leitungen betonen die Bedeutung klarer Steuerung und langfristiger Finanzierung. Ziel ist ein Übergangssystem mit durchgängiger Begleitstruktur statt einzelner Maßnahmen.

 

Publikation

Cover Drei Perspektiven – eine Vision

Helen Renk, Naemi Johanning, Bertelsmann Stiftung, Andreas Knoke-Wentorf, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung GmbH, Dr. Elisabeth Aram, Thomas Verlage, involas Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik GmbH