Medical students studying at university indoors. Medizinstudenten, die an einer Universität studieren, in Innenräumen.

Arbeitsbedingungen und Zusammenarbeit im Gesundheitswesen

Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen wirkt bedrohlich. Ein besseres Zusammenspiel der Berufsgruppen und sinnvoller Technikeinsatz können entlasten und die Arbeitsbedingungen verbessern. Entscheidend ist ein systemisches Versorgungsverständnis, das alle Gesundheitsberufe einbezieht. Wie eine solche Versorgung gelingen kann, möchten wir untersuchen und fördern.

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Dr. Christian Schilcher
Senior Project Manager
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Christina Reich
Program Assistant

Zusammenarbeit stärken und Aufgaben klug verteilen

In der Diskussion über den Fachkräftemangel geht es häufig darum, wie zusätzliches Personal gewonnen und wie Beschäftigte im Beruf gehalten werden können. Ebenso wichtig ist die Frage, wie die vorhandenen Fachkräfte eingesetzt werden und zusammenarbeiten. Gesundheitsberufe sollten ihre jeweiligen Kompetenzen bestmöglich einbringen können. Dafür braucht es klar definierte Rollen, eine sinnvolle Aufgabenverteilung und multiprofessionelle Teams.

Wir richten den Blick deshalb auf das Zusammenspiel der Gesundheitsberufe: Welche Aufgaben sollten künftig von wem übernommen werden? Welche Kompetenzen und Verantwortlichkeiten brauchen die verschiedenen Berufsgruppen? Und wie müssen Versorgungsstrukturen gestaltet sein, damit eine neue Arbeitsteilung funktioniert?

Neue Rollen und multiprofessionelle Teams ermöglichen

In multiprofessionellen Teams können Gesundheitsberufe entsprechend ihrer Qualifikation unterschiedliche Aufgaben und Verantwortung übernehmen. So lassen sich vorhandene Kompetenzen besser nutzen und Versorgungsaufgaben auf mehrere Schultern verteilen. Ärztinnen und Ärzte können sich stärker auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und zugleich von einer teamorientierten Arbeitsweise profitieren. Praxisbeispiele zeigen bereits heute, wie eine solche Arbeitsteilung gelingen kann.

Damit Gesundheitsberufe anders zusammenarbeiten und ihre Kompetenzen ausschöpfen können, müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen. Dazu gehören klare und rechtssichere Rahmenbedingungen, passende Qualifizierungswege und eine Vergütung, die teamorientierte Versorgung unterstützt.

Wir untersuchen, wie eine solche Aufgabenverteilung in unterschiedlichen Versorgungsbereichen aussehen kann und welche Rahmenbedingungen dafür notwendig sind.

Digitale Technologien für die Zusammenarbeit nutzen

Auch digitale Anwendungen und Künstliche Intelligenz können Beschäftigte entlasten und die Zusammenarbeit unterstützen – vorausgesetzt, sie orientieren sich an den konkreten Versorgungsprozessen. Sie können Dokumentation und administrative Aufgaben erleichtern, Informationen besser verfügbar machen und die Abstimmung zwischen Berufsgruppen unterstützen.

Für uns gehören Technologie und Arbeitsorganisation deshalb zusammen: Digitale Lösungen sollten nicht isoliert betrachtet werden, sondern dazu beitragen, Abläufe und Zusammenarbeit so zu gestalten, dass Fachkräfte ihre Kompetenzen gezielt für die Versorgung einsetzen können.